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Pferdebeobachtung LVNachdem ich letzte Woche einen groben Überblick über das ‘Mittelfeld’ meiner fiktiven Pferdeherde gegeben habe, möchte ich meinen dieswöchigen Tipp nun ganz der Betrachtung des dort dazugehörigen Ponywallachs widmen, der trotz seiner geringen Größe ein richtiger Blickfang ist und scheinbar hauptsächlich positive Eigenschaften aufweist. Wer seine Beobachtungen unvoreingenommen durchführt, wird zugeben müssen, dass dieses Tier trotz seiner geringen Größe körperlich sehr wohlproportioniert ist und beinahe alle Attribute eines guten Reitpferdes besitzt. Sein quadratischer Körperbau mit dem kompakten Rücken und der kräftig bemuskelten Hinterhand lassen gemeinsam mit den korrekt gestellten und ebenfalls kräftig entwickelten Beinen auf eine relativ hohe Belastbarkeit und Ausdauer schließen, während sein schön geformter, nicht zu plumper Kopf verrät, dass das Tier irgendwo wohl auch edlere Vorfahren sein Eigen nennen kann. An dieser durchaus hübschen Kombination ist also eigentlich nichts auszusetzen, vielmehr wird das kleine Wesen sicherlich viele bewundernde Blicke auf sich ziehen. Da fallen dann auch die beiden weniger augenscheinlichen Schönheitsfehler – ein sehr flacher Widerrist und ein etwas zu dicker Hals – nicht so ins Gewicht, zumal der Laie sie wohl auch gar nicht als echte Fehler bzw. Problemauslöser erkennen wird. Beide Merkmale stellen für das Pony selbst auch tatsächlich keinerlei Problem dar, doch beim Reiten können sie unter Umständen mehr oder weniger … | von erschienen im vom 19.02.2012 |
Pferdebeobachtung LIVWenn Sie sich zurückerinnern, habe ich von den sieben Tieren meiner kleinen fiktiven Pferdeherde nun schon die beiden hochrangigen Exemplare, nämlich die schwarze Leitstute und die die zweitwichtigste Rangposition einnehmende braune Stute, ziemlich genau bezüglich ihrer positiven und negativen Eigenschaften sowie ihrer reiterlichen Eignungen beschrieben. Und nun wollen wir uns sozusagen dem ‘Mittelfeld’ unserer Herde zuwenden, welches sich aus drei Pferden zusammensetzt, die Rang 3 bis 5 einnehmen, wobei die Grenzen zwischen diesen Positionen allerdings nicht so eindeutig erkennbar sind, sodass man diese Tiere in etwa als gleichrangig ansehen kann. Je nach momentaner individueller körperlicher, geistiger und/oder seelischer Konstitution präsentiert sich mal das eine Pferd und dann wieder das andere von seiner dominanten Seite, was besonders bei Beobachtungen über einen längeren Zeitraum gut ersichtlich wird. Grundsätzlich besteht so gut wie jede Pferdeherde aus sich deutlich hervorhebenden ranghohen und ebenso gut erkennbaren rangniedrigen Tieren, während alle anderen Pferde das Mittelfeld mit einer relativ verwaschenen Rangfolge darstellen. Vor allem bei größeren Herden kann dieses während flotterer Fortbewegungsphasen als dicht zusammengedrängter Pulk wahrgenommen werden. Ähnlich wie bei Fisch- oder Vogelschwärmen lässt sich hier ein besonders starker Zusammenhalt mit raschem, einheitlichem Reaktionsvermögen feststellen, was von der Natur her für eine effiziente F… | von erschienen im vom 12.02.2012 |
Pferdebeobachtung LIIIWie in meinen letzten Tipps bereits ersichtlich wurde, sind Pferde, die in einer Herde den zweiten Rang belegen, nicht gerade einfach zu haltende Tiere. Wenn man die schon beschriebenen Fakten nicht beachtet, können sie sogar zu richtigen ‘Problemkindern’ werden und ihren Artgenossen das Leben gehörig schwer machen. Doch nicht nur dieser Umstand kann ihren Besitzern Kopfzerbrechen bereiten, vielmehr gestaltet sich auch die reiterliche Zusammenarbeit oftmals als äußerst schwierig. Einerseits benötigen solche Pferde einen erfahrenen, durchsetzungsfähigen Reiter, andererseits sollte dieser aber doch auch genügend Verständnis aufbringen, um auf ihre besonderen Eigenheiten soweit rücksichtsvoll einzugehen, wie dies für ein harmonisches Zusammenspiel vonnöten ist. Ganz besonders gilt dies für ihre Neigung, sich tagsüber auf der Koppel zu verausgaben, womit nicht nur ein bisweilen gewaltiger Energieverlust, sondern zusätzlich häufig die Entwicklung heftiger Verspannungen einhergeht. Wer als ambitionierter Sportreiter sein Pferd bestmöglich trainieren möchte, sollte dies deshalb am besten morgens bzw. am frühen Vormittag tun, wenn das Tier nach einer erholsamen Nacht im Stall (sofern es dort in einer geeigneten Box und ohne irritierende Boxennachbarn untergebracht ist) und einem kraftspendenden Frühstück ausgeruht ist und voller Energie steckt. Um diese Tageszeit sind solche Pferde noch voll leistungs- und konzentrationsfähig, während sie abends im ausgepowerten Zustand hoc… | von erschienen im vom 05.02.2012 |
Pferdebeobachtung LIIWie in meinem letzten Tipp bereits erwähnt, können Pferde, die innerhalb einer Herde die machtvolle Position des zweiten Ranges einnehmen, durchaus leistungsstarke und verlässliche Reitpartner darstellen, wenn sie in den richtigen autoritären Händen landen. Selbstverständlich darf diese Aussage nicht missverstanden und als Freibrief für brutales ‘Weichklopfen’ gedeutet werden, aber tatsächlich vertragen viele Pferde dieses Typs energisches Zupacken oder herrisches Herumkommandieren weitaus besser als die meisten ihrer Artgenossen. Für eine beidseits zufriedene Zusammenarbeit sind aber auch noch andere Faktoren zu beachten. Wie ebenfalls schon zu einem früheren Zeitpunkt angesprochen, jagen ‘Zweitrangige’ für ihr Leben gern alle niedriger gestellten Herdenmitglieder durch die Gegend und riskieren dabei nicht nur Abwehrverletzungen, sondern muten sich oft auch selbst zu viel zu, sodass sie häufig unter den Folgen von Überanstrengungen oder Verspannungen leiden. Aus diesem Grund ist es wenig ratsam, sie auf eher engem Raum mit mehreren anderen Pferden zusammen zu halten. Empfehlenswert ist vielmehr eine möglichst kleine Gruppe auf einer größeren Koppel oder Weide, damit die rangniedrigen Tiere leichter ausweichen können, was das Gemüt des Angreifers sehr beruhigt. Auf weitem Raum wird außerdem die Gefahr, dass die gejagten Pferde in die Enge getrieben und so zu Abwehrmaßnahmen förmlich gezwungen werden, stark minimiert. Steht weniger Platz als erforderl… | von erschienen im vom 29.01.2012 |
Pferdebeobachtung LIVorige Woche habe ich bereits damit begonnen, den Typ des in einer Herde den zweiten Rang belegenden Pferdes genauer zu beschreiben, und habe dabei auch mögliche Auswirkungen auf die reiterliche Zusammenarbeit angesprochen sowie Vergleiche mit Leittieren angestellt, denen sie zwar in vielerlei Hinsicht ähnlich, von denen sie allerdings in einigen Punkten sehr deutlich unterschieden werden können. Einem aufmerksamen Reiter können vor allem die charakterlichen Besonderheiten eigentlich nicht entgehen. Wie bereits zu einem früheren Zeitpunkt ausführlich beschrieben, lässt sich eine Leitstute kurz gesagt am einfachsten und besten von gefühl- und rücksichtsvollen Menschen reiten, während sie sich gegen die Anwendung jeglicher Gewalt und Unterdrückung mit all ihrer Kraft und ihrem unbeugsamen Willen auflehnt. Gegenüber physisch oder psychisch schwachen Reitern verhält sie sich wie eine Beschützerin und übt ihre dabei eingenommene Führungsrolle auf kluge und für den Menschen sehr brauchbare und angenehme Weise aus. Das in der Herdenhierarchie an zweiter Stelle stehende Tier besitzt diesbezüglich hingegen ein ganz anderes Naturell. Es ist daran gewöhnt, schwächere Artgenossen zu schikanieren und zur sichtbaren Unterwerfung zu zwingen, wobei ihm jedes Mittel, auch brutalste Bisse und Tritte, recht ist, um sein Ziel zu erreichen, von allen anderen gefürchtet zu werden. Nur von der Leitstute duldet es Anweisungen, die es auch prompt und widerspruchslos befolgt. Ebenso sucht es Körperkonta… | von erschienen im vom 22.01.2012 |
Pferdebeobachtung LWer sich mit der komplexen Herdenhierarchie noch nicht eingehend beschäftigt hat, wird vielleicht glauben, dass die Leitstute als ranghöchstes Pferd ein besonders herrschsüchtiges und kampflustiges Tier ist, während sich alle anderen Herdenmitglieder relativ leicht unterordnen und eher friedfertiger Natur sind. Jeder, der schon einmal ein in der Rangfolge an zweiter Stelle stehendes Pferd genauer beobachtet bzw. näher kennen gelernt hat, wird allerdings festgestellt haben, dass jene Tiere keineswegs in diese Vorstellung passen. Betrachten wir im Vergleich dazu das menschliche Verhalten in den üblichen Hierarchiestufen einer Firma, so werden wir deutliche Parallelen zu einer typischen Pferdeherde erkennen können. Der oberste Chef ist nämlich auch hier vielfach eine eher still erhabene Persönlichkeit, die mit ihrem selbstbewussten, aber trotzdem freundlichen Auftreten und ihrer überlegenen Fachkompetenz von ihren Führungsqualitäten überzeugt, während all jene Personen, die diesem Chef untergeordnet sozusagen die direkte Befehlsgewalt über das ‘gemeine Fußvolk’ bzw. die nächstniedrigeren Angestellten innehaben, meist keineswegs einen derart humanen Eindruck hinterlassen, sondern viel zu oft wie richtige Despoten regieren. Auf diese Weise wollen sie Höchstleistungen erreichen, um ihren Vorgesetzten zu beeindrucken und dadurch bessere Aufstiegschancen zu erlangen, denn im Normalfall ist ihr Ziel der oberste Chefsessel. Obwohl sie sich nach oben hin scheinbar unterwürfig gebe… | von erschienen im vom 15.01.2012 |
Pferdebeobachtung XLIXIn den Wochen vor Weihnachten habe ich die grundlegenden Eigenschaften von Leitpferden beschrieben und bin dabei auch auf ihre Eignung als Schulpferde zu sprechen gekommen. Zusammenfassend lässt sich hier sagen, dass sie aufgrund ihrer hohen Intelligenz, ihrer Feinfühligkeit und ihres ausgeprägten Beschützerinstinkts hervorragende Lehrpferde für wirklich tierfreundliche und lernbereite Reitschüler darstellen. Eher ungeeignet sind sie hingegen für all jene Menschen, die im Reiten eine reine Machtdemonstration gegenüber dem Tier sehen oder die ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben und deshalb z.B. leicht zu Wutausbrüchen oder hysterischen Angstattacken neigen. Hochsensible Leitpferde mit starkem Selbstbewusstsein und gut entwickeltem Gerechtigkeitsempfinden lassen sich weder ‘militärisch’ herumkommandieren noch in irgendeiner Form schikanieren oder unterjochen und sie reagieren auf übertriebene Emotionen in ihrem Umfeld zumeist mit Nervosität bzw. spiegeln das Verhalten ihrer Reiter wider. Wenn Leitpferde scheinbar grundlos Anweisungen verweigern oder sich gar richtig widersetzlich zeigen, liegt die Ursache bei gut ausgebildeten Tieren so gut wie immer im Denken, Fühlen und/oder Handeln des aktuellen Reiters, sodass also dort an einer Veränderung gearbeitet werden muss, wenn man ein positives Endergebnis erzielen möchte. Wer bereit und auch fähig ist, die eigenen Fehler zu erkennen und Schritt für Schritt zu beseitigen, wird ein derart charaktervolles Tier als idea… | von erschienen im vom 08.01.2012 |
Das Neue Jahr beginnt IISo genannte Problempferde gehen oft durch viele Hände und dies hat häufig gleich mehrere Gründe, die einerseits beim Verkäufer, andererseits ebenso beim Käufer und auch beim Tier selbst liegen können, denn vor allem kluge Pferde präsentieren sich bei sympathisch wirkenden Kaufinteressenten anfangs von ihrer besten Seite und lassen ihre für den Menschen eher unangenehmen Eigenheiten erst nach dem Besitzerwechsel deutlich erkennen. Manche Käufer begehen allerdings auch den Fehler, dass sie offensichtliche negative Eigenschaften des Pferdes unterschätzen oder für leicht korrigierbar halten, was sich in der Regel dann aber nicht bestätigt, zumal die eigenen reiterlichen Fähigkeiten und Führungsqualitäten im Gegensatz dazu häufig maßlos überschätzt werden. Da hilft es dann meist nicht einmal, wenn verantwortungsbewusste und vorausschauende Händler bzw. Züchter vor dem Kauf dieses Tieres eher warnen, denn gerade solche Menschen erweisen sich nur allzu oft als wenig einsichtig bzw. wollen grundsätzlich ihren Kopf durchsetzen, selbst wenn sie binnen kürzester Zeit eines Besseren belehrt werden. Vielfach werden Tiere mit Charaktermängeln bzw. Verhaltensstörungen von ihren Verkäufern jedoch auch auf unehrliche Weise angepriesen, indem echte oder auch erfundene Vorzüge im schönsten Licht präsentiert werden, während Fehler verschwiegen oder verharmlost dargestellt werden, womit besonders Laien leicht getäuscht werden können. Der Verkäufer hofft in solchen Fällen auf die Tierliebe des neue… | von erschienen im vom 01.01.2012 |
Das Neue Jahr beginntSchon in meinem Weihnachtstipp habe ich sozusagen ein Plädoyer für die wahre, bedingungslose Liebe gehalten und ich möchte dieses wichtige Thema nun zu Beginn des Neuen Jahres noch ein wenig ausweiten, da ich einige dazugehörige Aspekte noch nicht angesprochen habe. Beginnen möchte ich allerdings mit einer ergänzenden Erklärung zu meinem vorigen Artikel, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich habe da nämlich geschrieben, dass man mit bedingungsloser Liebe das Beste aus seinem Pferd herausholen könne. Selbstverständlich meinte ich damit aber nicht irgendwelche reiterlichen Höchstleistungen, die bloß dem Eigennutz dienen würden, sondern vielmehr die positiven Eigenschaften, die jedes Pferd mehr oder weniger ersichtlich in sich trägt und deren Förderung natürlich auch für das Tier selbst von großem Nutzen ist, weil dadurch sein Leben sehr viel harmonischer verlaufen kann. Verständnisvolle Liebe kann etwa bei der Beseitigung von Ängsten, aber auch von Aggressionen sehr hilfreich sein. Sie verbessert das vielfach gestörte Selbstbewusstsein des Pferdes, gibt dem Tier den nötigen Rückhalt und lässt sein Selbstvertrauen und ebenso das Vertrauen in die Menschen wieder wachsen. Traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit können so leichter verarbeitet werden und ermöglichen damit einen weitgehend komplikationslosen Neuanfang. Und hier kommt der Punkt, wo ich einen ganz besonderen Neujahrsappell an alle Besitzer eines so genannten Problempferdes loswerden möchte: G… | von erschienen im vom 25.12.2011 |
Weihnachten nahtWeihnachten steht vor der Tür, und deshalb möchte ich meine aktuelle Artikelreihe unterbrechen, um auch dieses Jahr ein paar dazu passende Gedanken loszuwerden, die mir am Herzen liegen. Diese ganz besonderen Feiertage sollen uns an die Geburt Jesu erinnern, der als unser Erlöser gilt. Er hat während seines relativ kurzen Lebens und ebenso nach seinem Tod und seiner Auferstehung viele unglaubliche und einprägsame Wunder vollbracht, aber sein allergrößtes Geschenk an uns ist meiner Meinung nach die bedingungslose Liebe, die er uns nicht nur unermüdlich gepredigt, sondern auch in vielfältiger Weise vorgelebt hat. Diese besonders erstrebenswerte Art der Liebe, die über Fehler und Schwächen der Anderen großzügig hinwegsieht bzw. sie als Teil ihrer Persönlichkeit akzeptiert, kann uns tatsächlich erlösen und uns das allseits ersehnte Seelenheil bringen, aber vor allem kann sie uns – und das ist auch für sämtliche Nichtchristen interessant – das irdische Leben in vielen alltäglichen Bereichen enorm verschönern und erleichtern. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort, dass Liebe alle Türen öffnet. Begegnen wir unseren Mitmenschen stets mit liebevollen Gedanken, so werden auch sie uns in positiver Weise entgegenkommen. Latent vorhandene negative Emotionen werden damit oft schon im Keim erstickt, wodurch ein friedvolles Zusammenleben optimal gefördert wird. Etwaige Sorgen und Probleme lassen sich außerdem in einer von aufrichtiger Liebe geprägten Umgebung nicht nur leichter ertragen… | von erschienen im vom 18.12.2011 |
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