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Was gibt es hier? |
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| 180 Datensätze, pro Seite 10 |
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Eisenbahn Sergio, England?
Erbitterter Widerstand, Ausschnitt aus Seite 18, Überfälle (… …) Vor einigen Tagen habe ich eine Buchreihe entdeckt, die zu sehr günstigen Preisen Grundschulkindern Teilaspekte unserer modernen Welt nahebringen möchte. Da habe ich mich für meinen Neffen und meine Nichte eingedeckt. Für den Jungen war das Buch über die Eisenbahnen gedacht. Sein Vater ist mein jüngerer Bruder, und der war in seiner Jugend ganz vernarrt in Eisenbahnen. Er spielte in jeder freien Minute mit seiner Modelleisenbahn, interessierte sich aber auch für die richtige Eisenbahn und wollte dort später arbeiten. Natürlich ist alles anders gekommen, aber die Faszination für die Eisenbahn ist immer noch da und hat sich weitervererbt. Nun konnte ich nicht widerstehen und warf einen Blick hinein – mit der Folge, daß ich das Buch sorgfältig von vorn bis hinten studiert haben. Diese Art von Büchern ist außerordentlich faszinierend. Und da darin auch Pferde vorkommen, hatte ich mein Thema für die Galeriegeschichte dieser Woche. Eisenbahn, Originaltitel: Windows on the World: Trains and Railways, 1992 London Kommentar Von
Eisenbahn Bestimmt hat diese Literaturgattung auch eine Geschichte. Irgend jemand muß einmal damit angefangen haben, Texte und Bilder zu mischen und damit ein Buch zu gestalten. Man kann weder den Text noch die Bilder weglassen – das eine bezieht sich auf das andere.
Sehr selten findet man Autoren, die ihre Bücher auch illustrieren, oder Maler, die auch die Texte zu ihren Bildern verfassen. Im allgemeinen scheint es sich um zwei verschiedene Talente zu handeln, die selten in ein und derselben Person vereint sind. Bei Comic-Autoren ist das noch am ehesten der Fall, obwohl einige der berühmtesten Comics ebenfalls in dieser Art Arbeitsteilung entstanden sind (zum Beispiel Asterix: Uderzo + Gosci… | erschienen im vom 05.09.2004 | |||||
Polospieler unbekannt, China
Polospieler, Ausschnitt Anfang 16. Jahrhundert, Tusche und Farben auf Seide, keine Maßangaben Victoria und Albert Museum, London (……) In der letzten Woche habe ich mich auf eine Abbildung im Lexikon der Malerei bezogen (… …). Dort finden sich natürlich sehr viele Beispiele von Pferden in der Kunst. Das Bild dieser Woche habe ich ebenfalls dem Lexikon entnommen, weil das Thema mich interessierte. Vor zehn Tagen hatte ich geschäftlich in Hamburg zu tun. Der Inhaber der betreffenden Firma mußte das Bett hüten. Beim Polospiel war er gestürzt. So erfuhr ich, daß es in Hamburg einen Polo Club gibt. Das wunderte mich. Ich wußte, daß Polo in Argentinien gespielt wird und auch in Großbritannien – Prinz Charles ist begeisterter Polospieler – aber in Deutschland? Man sagte mir, es gäbe drei Polo Clubs in Deutschland. Um dort Mitglied werden zu können, müsse man ziemlich vermögend sein. Auf die Frage eines Gesprächsteilnehmers, ob der Verletzte denn ein Pferd besitze, hieß es: "Der hat sogar einen eigenen Polotrainer!" Unser Bild beweist, daß die Chinesen schon vor 500 Jahren Polo gespielt haben. Für mich ergab sich nun die Gelegenheit, meine Wissenslücken in Bezug auf Polo aufzufüllen. Kommentar Von
Polospieler
Im Westen scheint sich Polo erst durch die Briten verbreitet zu haben, die das Spiel anläßlich eines Feldzugs in Hinterindien am Hofe eines Maharadschas kennengelernt haben. 1… | erschienen im vom 08.08.2004 | |||||
Bayeux unbekannt, Frankreich/England
Der Teppich von Bayeux, Ausschnitt Hic ceciderunt Lewine et Gyrth frates Haroldi regis Hier fielen Leofwine und Gyrth, die Brüder König Harolds (… …, ……) In der letzten Woche habe ich mich mit den Rittern im …… beschäftigt. Von da ist es "nicht weit" zu den Rittern im Teppich von Bayeux. Die dort dargestellten Ritter stehen allerdings auf einer wesentlich primitiveren Stufe. Bisher hatte ich keine Gelegenheit, mich damit zu beschäftigen. Der Teppich ist eigentlich eher ein Fries. Man sieht meistens nur einen kleinen Ausschnitt. Dank Internet ist es nicht schwer, sich umfassend zu informieren. Besonders die Zusammenfassungen in der Wikipedia haben mir sehr weitergeholfen (……, ……). Die dort aufgeführten weiterführenden Links waren sogar hilfreicher als Google, weil zielgerichtet und bewertet. Ich bin sehr beeindruckt; es könnte sein, daß ich demnächst erst einmal die Wikipedia befragen werde, bevor ich mich an Google wende, wenn ich kulturgeschichtliche Fragen habe. Der Bestand an deutschen Seiten ist enorm gewachsen und beträgt jetzt fast 200.000 – wenn viele mitmachen, kommt eben schnell sehr viel zusammen. Der Teppich von Bayeux, vor 1082 in Südengland entstanden, ist ein langer, gewebter Wandteppich, der in bunten, aufgestickten Bildern die Geschichte der Eroberung Englands im Jahre 1066 erzählt. Der Teppich wurde um 1070 angefertigt. Er ist zwischen 48 und 53 Zentimetern breit und 68, 38 Meter lang. Ursprünglich maß er wohl über 70 Meter, einige Teile sind jedoch verloren gegangen. Die Arbeit an dem Teppich dürfte 10 Jahre betragen haben. Er wird heute im städtischen Museum in Bayeux in der französischen Normandie aufbewahrt. (……) Kommentar Von
Bayeux Der sogenannte…
| erschienen im vom 01.08.2004 | |||||
Tarot Arthur Edward Waite, Pamela Colman Smith, England
Der Tod, Ausschnitt Karte 13 aus der Großen Arkana des Rider-Waite-Deck 70x120 mm Vor zwei Wochen habe ich mich mit der Interpretation der Karte XIII der Großen Arkana des Tarot durch Niki de Saint Phalle beschäftigt (……). Natürlich mußte ich in diesem Zusammenhang recherchieren, welche herkömmlichen Interpretationen dieser Karten es gibt. Eine Quelle im Internet bietet eine Übersicht über Hunderte verschiedener Entwürfe (……). Selbstverständlich durfte in meinem Artikel eine Abbildung aus der berühmtesten Version nicht fehlen, dem Rider-Waite-Deck. Diese Karte soll heute im Mittelpunkt meiner Betrachtungen stehen. In dieser Vergrößerung kann man viele Einzelheiten erkennen. So ist zum Beispiel der Kandarenzügel mit Totenköpfen und gekreuzten Knochen geschmückt. Das Pferd mit den roten Augen horcht aufmerksam auf seinen Herrn. Es trägt ein Vorderzeug und anscheinend auch ein Hinterzeug. Ein hoher kirchlicher Würdenträger hat die Hände zum Gebet erhoben, im Hintergrund geht die Sonne zwischen zwei Türmen auf oder unter. Eine Fülle von Einzelheiten sind vermerkt; so zum Beispiel Stickereien auf der Robe des Kirchenfürsten oder das Kreuz auf seinen Handschuhen. Arthur Edward Waite, 1857-1942 ist vor allem durch das nach ihm benannte Tarot-Deck bekannt (……), das im Jahre 1909 auf seinen Auftrag hin von Pamela Colman Smith gestaltet worden ist (……). Es ist inzwischen das bei weitem bekannteste und verbreitetste Tarot-Deck, neben dem Crowley-Deck (……). Waite war mit Crowley Mitglied in einem Geheimbund und hatte dort Smith kennengelernt (……). Der Bund war in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts gegründet worden; Waite wurde 1891 Mitglied, 1902 Mitglied des Rosenkreuzerbundes, und 1903 Großmeister des Ordens. Er änderte den Namen in "Holy Order the Golden Dawn" legte den Nachdruck mehr auf Mystizismus als auf Magie. Daraufhin spaltete sich der Orden in mehrere neue Gruppierungen auf; 1914 verließ Waite selbst den Ord… | erschienen im vom 25.07.2004 | |||||
Der Tod Niki de Saint Phalle, Frankreich
Der Tod, Ausschnitt Polyester, 1985 , 35x 76 cm, Aufl. 7 (… …, Seite 123) In den letzten beiden Beiträgen habe ich mich mit einem Künstler beschäftigt, bei dem viele Leute zweifeln, daß er Kunst produziert hat (……, ……). In dieser Woche beschäftige ich mich mit einer Künstlerin, die von vielen Experten ebenfalls scheel angesehen wird. Beide haben zweifellos faszinierende Werke geschaffen, die viele Menschen beschäftigen. Ihre Werke sind vermutlich viel bekannter als die anerkannter Künstler, mit denen die großen Museen dieser Welt bestückt sind. Ein Indiz für die Popularität Niki de Saint Phalles sind die Plagiate, die man vorzugsweise in Einrichtungshäusern und Dekorationsgeschäften oder auch bei eBay findet. Allerdings bezieht sich diese Bekanntheit im wesentlichen auf die Nanas. Das Frühwerk und die späten Arbeiten sind weniger bekannt. Das größte Projekt ihres Lebens, der Tarotgarten in der Toskana, ist noch weitgehend unbekannt. Zur Finanzierung hat sie einzelne Monumentalfiguren verkleinert und in mehr oder weniger großen Auflagen herausgebracht. Es gibt sogar Schmuck und eine Parfümserie (……, ……). Die Künstlerin war stolz darauf, das Geld für das Projekt selbst verdient zu haben. Die Puristen haben ihr diesen Ausflug in den Kommerz allerdings verübelt. Niki de Saint Phalle, 1930-2002 wurde am 29. Oktober 1930 als Cathérine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle in Neuilly-sur-Seine geboren; ihr Vater war Bankier. Im Jahre 1933 zog die Familie nach New York, wo das Mädchen in eine katholische Nonnenschule ging. Als Teenager arbeitete sie als Fotomodell; mit 16 war sie auf dem Titelblatt von Life, mit 22 auf dem Titel von Vogue. Mit 18 heiratete sie den amerikanische Schriftsteller Harry Mathews. 1951 wird die Tochter Laura geboren, 1955 der Sohn Philippe. Inzwischen hatte sie als Therapie zu malen und zeichnen begonnen und lernte die Werke zeitgenössischer Künstler, unter anderem von Jean Tinguely, kennen. 1956 hatte sie ihre erste Einzelau… | erschienen im vom 11.07.2004 | |||||
Möbius Maurits Cornelis Escher, Niederlande
Reiter, Ausschnitt Holzschnitt, 1946, Maße unbekannt (… …, Seite 100) Im letzten Galeriebeitrag (……) habe ich den Reiter gebracht, der die Fläche ausfüllt – oder genauer gesagt, eine Flächenaufteilung von Escher gezeigt, die aus eben diesem Reiter gebildet wurde, der zusammen mit seinem Spiegelbild die Fläche vollständig ausfüllt. Ich hatte dabei schon diesen Holzschnitt im Sinn, der noch etwas mehr zeigt als die Flächenpflasterung, wie man an diesem Ausschnitt bereits erkennen kann. Eine Fläche wird im Prinzip als unendlich gedacht. Durch Verschiebung der hellen und dunklen Reiter entlang einer waagerechten Achse kann man die gesamte Figur immer wieder zur Deckung bringen. Beide Reiter können ebenfalls zur Deckung gebracht werden, allerdings ist der Mechanismus etwas komplexer. Man muß einen Reiter nämlich zunächst an einer Senkrechten zur Gleitachse spiegeln und die entstandene Figur dann noch einmal entlang dieser Senkrechten verschieben, um die Deckung zu erreichen. Wenn dabei auch noch die Farbe sich ändert, haben wir wieder eine vollständige Deckung. Das geht natürlich auch mit dem gesamten Flächenmuster, nicht nur mit einer einzelnen Figur. Bei diesem Bild wird die Fläche jedoch nicht vollständig bedeckt – oben und unten ist einfach nur Hintergrund sichtbar. Außerdem setzt sich die Reihe der Reiter nur ganz oben und ganz unten fort; die beiden Reihen in der Mitte bestehen aus jeweils nur zwei Reitern. Die ganze Sache ist hier also offenbar anders gelagert. Maurits Cornelis Escher, 1898-1972 [...] wurde am 17.6.1898 als jüngster Sohn des Hydraulik-Ingenieurs G. A. Escher in Leeuwarden geboren. Er starb am 27.3.1972 in Laren, Nord-Holland. Nach eigenen Aussagen [...] ohne große mathematische Begabung, gelang es Escher dennoch in seinem künstlerischen Werk, einige abstrakte geometrische Ideen graphisch sehr ansprechend umzusetzen, so daß seine Bilder vor allen Dingen bei Mathematikern – jedoch keinesfalls nur bei diesen – überaus bekannt und beliebt sind. Wie viel… | erschienen im vom 04.07.2004 | |||||
Bildgalerie Maurits Cornelis Escher, Niederlande
Bildgalerie, Ausschnitt Lithographie, 1956, Maße unbekannt, … … Unzweifelhaft handelt es sich aufnebenstehendem Ausschnitt um das Bild eines Reiters auf einem Schimmel. Man sieht, daß die Abbildung stark vergrößert ist; der Ausschnitt ist im Buch etwa 2, 5 cm breit. Man erkennt noch ein zweites Bild; im Buch ist es schon so klein, daß man es gar nicht wahrnimmt. Wer Eschers Werk kennt, erkennt beide als Anspielungen auf sein eigenes Schaffen. Pferde und Reiter sind bei Escher zwar sehr selten anzutreffen, dann aber in einer typischen Weise, wie sie nur bei ihm vorkommt. Bei diesem Ausschnitt sind natürlich die gebogenen Linien auffällig. Bilder sind normalerweise rechteckig, und sie sind rechteckig gerahmt. Das Bild des Reiters ist offensichtlich gekrümmt. Beim Reiter selbst merkt man es nicht so sehr, beim Rahmen fällt es schon auf, vor allen Dingen an der linken Kante. Die Reproduktion der Lithographie habe ich im Buch "… …" gefunden, das ich bestimmt schon 10 oder 20 Jahre besitze. Vor 3 Jahren etwa habe ich einmal einen Blick hineingeworfen; ich wollte wissen, ob Escher auch Pferde behandelt hat. Ich wurde fündig, habe das Buch aber dann wieder beiseite gestellt. Heute soll es zu Ehren kommen. Maurits Cornelis Escher, 1898-1972 [...] wurde am 17.6.1898 als jüngster Sohn des Hydraulik-Ingenieurs G. A. Escher in Leeuwarden geboren. Er starb am 27.3.1972 in Laren, Nord-Holland. Nach eigenen Aussagen [...] ohne große mathematische Begabung, gelang es Escher dennoch in seinem künstlerischen Werk, einige abstrakte geometrische Ideen graphisch sehr ansprechend umzusetzen, so daß seine Bilder vor allen Dingen bei Mathematikern – jedoch keinesfalls nur bei diesen – überaus bekannt und beliebt sind. Wie viele Grafiker vor ihm beschäftigte er sich mehrfach mit den Möglichkeiten der perspektivischen Darstellung, wobei er jedoch ganz eigene Lösungen fand. Dies hat Bruno Ernst ausführlich in der Analyse der Lithographien Treppenhaus und Oben und Unten in seinem Buch Der Zau… | erschienen im vom 20.06.2004 | |||||
Reiterbegegnung Ewald Mataré, Deutschland
Reiterbegegnung, Ausschnitt Bronze, 1949-1961 … … Bis zum 11. Juli kann man Werke von Ewald Mataré im Norder Kunsthaus bewundern (Di-Fr 15-18, Sa-So 11-13; … …). Das Museum Kleve hat diese Ausstellung bestückt. Ewald Mataré soll regelmäßig die Inseln in Nord- und Ostsee besucht haben. Der Ostfriesische Kurier wählte als Untertitel: Werke des Künstlers auf dem Weg in die "Heimat". Als Illustration wählte die Zeitung zwei sich begegnende Reiter. Angeblich soll Mataré sich wesentlich mehr mit Kühen beschäftigt haben, aber diese begeistern das Publikum sicher nicht so leicht wie Pferde. Pferde oder Kühe – es kam dem Künstler nicht auf realistische Einzelheiten an, das ist sofort ersichtlich. Die Thraker, so hatten wir gesehen, haben ebenfalls summarisch gearbeitet (z.B. … …), aber der Stilunterschied ist groß. Mataré arbeitet abstrahierend, bewußt summarisch, geht über wichtige Einzelheiten und den Augenschein hinweg. Mataré ist ein moderner Künstler. Ewald Mataré, 1887-1965 wurde in Aachen-Burtscheid geboren. Die Familie stammt ursprünglich aus der katholischen Hafenstdt Materó bei Barcelona und gelangt unter Karl V. in die katholischen südlichen Niederlande, wo sie Ende des 17. Jahrhunderts in den Grenzort Bardenberg bei Aachen übersiedelt. Als Bauern, Gastwirte und Baumeister finden sich seit 1700 erste Eintragungen in den Bardenberger Kirchenbüchern. Die Mutter unterstützt den Sohn in seinen künstlerischen Neigungen, der sich für die Schule wenig interessiert, Privatunterricht nimmt und 1907 an die Akademie der Bildenden Künste in Berlin wechselt, um Maler zu werden. 1916 wurde er als unbrauchbar aus der Armee entlassen. 1917 entstanden erste Tierzeichnungen, die nicht die Natur beschreiben wollen, sondern das Erlebnis. 1918 wird Mataré Mitglied der Novembergruppe, die den radikalen Expressionismus vertritt. 1919 erhält er die ersten privaten Aufträge, überwiegend Gefallenendenkmäler. 1932 wird Mataré Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie und zieht nach Büder… | erschienen im vom 13.06.2004 | |||||
Bärenjagd Unbekannt, Thrakien
Zierbeschlag, Ausschnitt Silber, vergoldeten, Höhe 5 cm Schatzfund von Letniza, Bezirk Lowetsch 400 -350 v. Chr. Historisches Bezirksmuseum Lowetsch (… …) In der letzten Woche hatten wir uns ein erstaunliches Ensemble angeschaut: vier Zierbeschläge für ein Pferdegeschirr (… …). Der Katalog der Ausstellung wimmelt von Beschlagteilen für Zaumzeug, Geschirre und Wagen. Ich habe nicht gezählt, aber mir scheint fast, als gäbe es davon viel mehr als von Schmuckstücken wie Ohrringen, Armreifen und dergleichen (siehe z. B. Ohrstecker in … …). Manche dieser Zierbeschläge sind als mehr oder weniger komplizierte geometrische Figuren gestaltet; im Film … … habe ich eine ähnlich einfache zeitgenössische Verzierung am Zaumzeug eines Kaltblüters gesehen – so etwas gibt es also heute noch. Sehr viele, vielleicht die meisten dieser Beschläge sind jedoch darstellend gestaltet, wie dieses Beispiel. Die Gruppe der Beschläge der letzten Woche erzählte einen Mythos nach und war deshalb verständlich. Diese Szene hingegen könnte einfach eine Jagd beschreiben. Es gibt aber sehr viele ähnliche Stücke, die sich nicht so einfach deuten lassen. Im Abschnitt … … des letzten Beitrags habe ich erwähnt, daß eine bulgarische Wissenschaftlerin genau diese Reiter entschlüsseln möchte. Ob sie Erfolg gehabt hat, ist mir nicht bekannt. Kommentar Von
| erschienen im vom 30.05.2004 | |||||
Hochzeit Unbekannt, Thrakien
Einer von vier Zierbeschlägen, Ausschnitt Silber, vergoldeten, Höhe 5 cm Schatzfund von Letniza, Bezirk Lowetsch 400 -350 v. Chr. Historisches Bezirksmuseum Lowetsch (… …) Hochzeit habe ich den Galeriebeitrag dieser Woche betitelt; das zeitliche Zusammentreffen mit der gestrigen Hochzeit des spanischen Thronfolgers ist rein zufällig. Im Galeriebeitrag der letzten Woche (… …) haben wir bereits von Zierappliken gehört, die das Halfter der Pferde auf der Vase schmückten. Der Katalog ist voll von Zierappliken für Halfter und Geschirre; es war mir klar, daß ich diese kunsthandwerklichen Arbeiten in dieser Reihe würdigen muß. Auf der Hansepferd wurde ich Zeuge, wie jemand anhand einer Zeichnung eine solche Verzierung suchte. Der Händler hatte zwar vieles, aber so etwas nicht. Ich wußte jemanden, der solche Teile machen kann. Auch heute noch sind Schmuckverzierungen an Geschirren gefragt, vor allen Dingen in Fahrerkreisen; in diesem Fall handelte es sich allerdings um einen Reiter, und die Vorlage stammte von englischen Paradegeschirren. Diese Zierappliken sind sicherlich nicht für den täglichen Gebrauch bestimmt und haben vor über 2000 Jahren ebenfalls der Überhöhung der Pferde und des Besitzers gedient. In historischen Zeiten hat man überwiegend Symbole verwendet, aber dieses hier sind Bildwerke, Reliefs, die eine Geschichte erzählen. Kommentar Von
Zunächst hatte ich vermutet, daß er ein Kettenhemd, also eine Rüstung, trägt, aber ein Blick auf den Oberkörper der links stehenden Frau ließ meine Überzeugung wanken. Möglicherweise hat der Künstler mit seiner Obe… | erschienen im vom 23.05.2004 | |||||
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