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Magazin » Ausgabe 294
vom 14.11.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Deutsche Meisterschaft FN Jugend

Von der hohen Kunst, eine Sportart zu fördern


Bad Salzuflen (fn-press). Auch die Jugendlichen kämpften in Bad Salzuflen um ihren nationalen Titel, der im vergangenen Jahr erstmals vergeben wurde. Neuer Deutscher Jugendmeister (bis 18 Jahre) ist seit dem letzten Oktobersonntag Christoph Dorsemagen (Neuss), ein Schüler von Mannschafts-Europameister Oliver Stein (Coesfeld), der später im Finale der Senioren nach den Jugendlichen die DM-Bronzemedaille gewann. Der 16-jährige Gesamtschüler Dorsemagen scorte mit seiner Appaloosa-Stute Step On This Gossip 209, 5 Punkte. Vize-Jugendmeisterin wurde die 14-jährige Lilly Bätcher (Bielefeld) mit Touch My Spirit (208, 5). Bronze ging an Andre Zschau (Bünde) mit Fr Fantastic Otoe (208).

Anders als bei den Senioren mussten sich die Jugendlichen nicht für die DJM qualifizieren. 30 junge Nachwuchs-Reiner gingen am Freitag im Halbfinale an den Start. Die besten zehn Paare qualifizierten sich für das Finale am Sonntag.

Sowohl Christoph Dorsemagen als Zweiter und Lilly Bätcher als beste Halbfinal-Reiterin empfahlen sich schon hier für die vorderen Plätze. Im Finale hatte dann der Stein-Schüler die Nase vorn. Im Sattel seiner achtjährigen Appaloosa Stute, die in diesem Jahr ihr erstes Fohlen bekam, holte er sich den Titel.

"Nach dem Halbfinale habe ich einen Gewinn für realistisch gehalten", sagte der neue Deutsche Jugendmeister. Mit drei Jahren saß er zum ersten Mal auf einem Pferd. Nach dem Voltigieren, kam er über seine Eltern zum Westernreitsport. Zuhause…

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Magazin » Ausgabe 293
vom 07.11.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Deutscher Meister FN Reining Senioren

Sportliche Kunstform aus der Arbeitswelt


Bad Salzuflen (fn-press). Er gewann vor vier Jahren die erste rasse- und verbandsübergreifende Deutsche Meisterschaft Reining. Grischa Ludwig (Bitz) wurde in Bad Salzuflen souverän erneut Deutscher Meister. Im Sattel des sechsjährigen Quarter Horse Hengstes BH Is Dun erhielt er am letzten Oktoberwochenende für seine Vorstellung den Score von 214, 5 Punkten. Damit setzte der WM-Reservereiter von 2002 sich deutlich vor den neuen Deutschen Vizemeister Volker Schmitt (Coesfeld) mit Higgi Baby Doll (211, 5), der damit auch seinen Erfolg von 2002 wiederholte.

Grischa Ludwig, nach dem Rückwärtsrichten
BH Is Dun, QH-Hengst, 6
Meisterschaftsritt: Spin
rechtsherum, rechtes Hinterbein steht
linksherum, linkes Hinterbein steht
+ 1/4 Umdrehung links, Stop, verweilen
Man merkte es schon, als Grischa Ludwig einritt. Er wollte die DM auf jeden Fall gewinnen. Das Pattern 10 für das Finale begann mit einem Sliding Stopp mit Rückwärtsrichten bis zum Punkt x.

Der 30-jährige Baden-Württemberger ging die Prüfung risikoreich an und ließ seinen Hengst richtig Tempo machen bis er in schönster Manier den gewünschten Stopp lieferte: BH Is Dun lief mit den Vorderbeinen weiter und rutschte mit der Hinterhand lange mit.

Präzise ging er in derselben Spur die zehn Meter rückwärts. Dann kamen die Spins zu beiden Seiten – schnelle Drehungen auf der Hinterhand, wobei ein Bein am Boden bleibt und das Pferd im…

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Magazin » Ausgabe 292
vom 31.10.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Cutting Night

Highlight auf der 13. German Open


Zu Pfingsten vor einem Jahr hatte ich über ein Westernturnier berichtet, das erstmals in Löhne, in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, stattfand ( Turnier zu Pfingsten,  Der Charme des Westernreitens).

In diesem Jahr wurde das Pfingstturnier wieder in Löhne veranstaltet und ich nutzte die Gelegenheit, weitere Fotos zu schießen. Vor einem Jahr hatte ich meine neue Digitalkamera noch nicht so recht im Griff; in diesem Jahr war die Ausbeute schon besser, was ich in mehreren Bildschirmschonern dokumentiert habe:  Pfingstturnier Trail,  Pfingstturnier Pleasure,  Pfingstturnier Reining,  Pfingstturnier Löhne Werretal.

Das Turnier zu Pfingsten war eines der Qualifikationsturniere für die Deutsche Meisterschaft. Deutsche Meisterschaft? Muß man hier nachfragen? Man muß. Das Westernreiten ist nämlich hierzulande relativ jung – will heißen: es gab einmal Zeiten, als es das Westernreiten noch gar nicht gab.

Erst vor etwa 30 Jahren kam dieser Reitweise langsam in der Alten Welt an. Sie stammt nämlich ganz eindeutig aus der Neuen Welt, aus Amerika, genauer dem Wilden Westen – Westernreiten hat sich aus der Reitweise der Cowboys entwickelt, die ihre Arbeit zu Pferd zu erledigen hatten und daneben auch für ein bißchen Spaß zu haben waren.

Verschiedene Gruppierungen in Deutschland schlossen sich Ende der siebziger Jahre zu Vereinen zusammen; aus einer dieser Initiativen wurde die heutige EWU, die Erste Westernreiter Union Deutschland (» EWU).

Rolf Diekwisch war lange Jahre Vorsitzender und ist nun schon lange Ehrenpräsident. Mittlerweile veranstaltet Diekwisch Turniere (» Diekwisch Events), zum…

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Magazin » Ausgabe 222
vom 29.06.2003 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Der Charme des Westernreitens

Spektakuläre Aktionen und knifflige Aufgaben



Der hintere Teil der Halle war abgeteilt, um einen zusätzlichen Bereich zum Aufwärmen zu gewinnen. Dort sammelten sich auch die Teilnehmer, die als nächste an der Reihe waren.

Ich hatte Glück: anschließend an die Siegerehrung durften alle Reiter für eine Weile zum Aufwärmen in den restlichen Teil der Halle. Dort war natürlich mehr Platz und ich bekam etwas geboten.

Eine junge Person fiel mir auf, die unentwegt mit großer Routine die Übungen aus dem Reining abspulte: Spins rechts herum und links herum, Galopps auf dem Zirkel in beiden Richtungen, Sliding Stops, Rückwärtsrichten.

Ich staunte: Ein Jugendlicher männlichen Geschlechts, schätzungsweise 14 Jahre alt, absolut cool - den wollte ich doch gerne im Wettbewerb sehen. Später bemerkte ich dann, daß es sich doch um ein Mädchen handelte, und meine Enttäuschung war groß, als ich feststellte, daß ich es nicht im Wettbewerb erleben konnte.

Natürlich: die Teilnehmer sind in Klassen eingeteilt, und ich war bei den Jugendlichen nicht dabei. Vermutlich hat es an einem Wettbewerb teilgenommen, den ich verpaßt habe. Ich hatte allerdings den Eindruck, daß eine ganze Reihe von Leuten dabei sind, die nicht am Wettbewerb teilnehmen, weil sie nicht entsprechend gekleidet waren.

So mußte ich nachfragen: Christel Diekwisch hat mich aufgeklärt. Die Teilnehmer müssen schon korrekt angezogen sein, Bluse, Westernstiefel, aber die meisten ziehen sich erst kurz vor dem Wettbewerb um. Ich habe aber den Sinn der Aktion richtig erfaßt: sowohl Pferd und…

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Magazin » Ausgabe 221
vom 22.06.2003 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Turnier zu Pfingsten

Westernreiten in Löhne



Vom 7. bis 9. Juni fand in Löhne ein Westernturnier statt, Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, in der Reitanlage "Löhne Werretal". Löhne - wo liegt das denn? Und warum wird ein solch bedeutendes Turnier in Löhne ausgerichtet?

In den letzten 20 Jahren habe ich überwiegend in Löhne gelebt, da kenne ich mich aus. Löhne liegt in Ostwestfalen gar nicht weit von der Grenze nach Niedersachsen, die nächsten größeren Städte sind Bielefeld und Osnabrück (Niedersachsen). Die Autobahn A30 beginnt in Bad Oeynhausen (Kreis Minden), der Nachbarstadt von Löhne (Kreis Herford), und führt in westlicher Richtung in die Niederlande.

Löhne liegt in Norddeutschland ziemlich zentral: Hannover liegt etwa 100 Kilometer östlich, Köln etwa 200 Kilometer westlich von Löhne, die Verkehrsanbindung ist recht gut, die Autobahn A2 (Hannover-Oberhausen) ist ebenfalls nicht weit. Nach Hamburg sind es zwei Stunden Autofahrt, nach Frankfurt drei, nach Kassel anderthalb.

Zwischen den beiden Weltkriegen hat Löhne literarische Berühmtheit erlangt, weil Erich Maria Remarque in seinem Kriegsroman "Im Westen nichts Neues" eine Episode in Löhne spielen läßt. Damals hatte der Bahnhof in Löhne noch sehr große Bedeutung: "Löhne umsteigen" war so etwas wie ein geflügeltes Wort. Löhne ist also ein Ort von ähnlicher Bekanntheit wie Altenbeken oder Bebra, weil zufällig größere Eisenbahnlinien dort aufeinanderstoßen und ein Wechsel zwischen den Linien möglich ist.

In Minden endete die Köln-Mindener Eisenbahn, die im Zusammenhang mit den Reiterskulpturen…

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