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Thema Wanderreiten

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Magazin » Ausgabe 569
vom 21.02.2010 (Bericht)

von Autorenhinweise Anita Isoardi

Romantische Vagabunden

Auf Umwegen von Portugal in die Türkei


Im Juli 2001 verlassen wir, frisch verheiratet, die sächsische Heimat. Mit dem Bus geht es an den Gardasee; von da ab "per pedes" - so weit die Füße tragen. Wir pilgern durch das Land der Pizza und Pasta. Doch oft sind wir allein, und der noble Doggenwelpe, das originelle Geburtstagsgeschenk meines Mannes, ist deshalb eine willkommene Reisebegleitung.

Wir nennen die junge Hündin Tufi - so wie der Weinberg, von dessen Besitzer er sie gekauft hat. Schnell stellt die Dogge unseren Reiseverlauf um; wir müssen die täglichen 30 km reduzieren und uns dem Tempo unseres neuen Familiemitglieds anpassen. Kleine Ledersöckchen beweisen sich als Retter in der Not für Tufis Pfötchen auf dem heißen Asphalt.

Später durch den Süden Frankreichs wandernd, folgen wir den Spuren des Jakobsweges bis nach Galizien in Spanien. Da Tufi in den Pilgerherbergen nicht immer beliebt ist und es viele, ja sehr viele Schnarcher gibt, kaufen wir ein Zelt. Ein kleines Häuschen für unsere kleine Familie. Weiter geht es bis an die Algarve, wo wir nach 18 Monaten Wanderung in Albufeira zurück in das "normale" Leben finden.

Als Tourismusassistenten arbeiten wir in unserer Branche vor Ort, wie schon so oft, veröffentlichen Fotos über unser Nomadenleben mitten im modernen Europa und füllen so unsere Reisekasse wieder einmal auf. Ein Jahr verweilen wir im Süden Portugals und verarbeiten das Erlebte. 8000 km ohne die Hilfe jeglicher Transportmittel liegen hinter uns; und unsere noble Tufi, inzwischen stolze 60 kg schwer, ruht sich von der langen Reise…

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Thema  Lebensgeschichte  Reisen  Urlaub  Wanderreiten


Magazin » Ausgabe 467
vom 09.03.2008 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Meine Tiere sind meine Freunde

Über das Verhältnis von Tier und Mensch


Die Haltung Tieren gegenüber, die Günter Wamser zum Ausdruck bringt, ist nicht nur in unserer Zeit recht neu und aufsehenerregend, sondern auch in Bezug auf die gesamte bekannte Menschheitsgeschichte. Die Einschränkung ist nötig, weil wir nicht wissen, wie es unsere Vorfahren angestellt haben, die Tiere überhaupt zu domestizieren. Soweit bekannt, ist in überlieferter Zeit kein Tier neu domestiziert worden.

Möglicherweise sind es Menschen wie Günter Wamser gewesen, denen wir die Domestizierung zu verdanken haben. Menschen, zu denen wilde Tiere Vertrauen aufbauen konnten, die sich in Tiere hineingefühlt haben. Menschen, die Beziehungen zu Tieren aufgebaut haben, wie sie eigentlich nur zwischen Menschen üblich sind, nämlich Freundschaften, geprägt von Verständnis und Respekt. Wikipedia-Link» Jean M. Auel hat in einer Romanserie ausgesponnen, wie es wohl gewesen sein mag, als das erste Wildpferd, der erste Wolf gezähmt wurde (Wikipedia-Link» Kinder der Erde). Nach ihrer Vorstellung muß es sich etwa so abgespielt haben, wie Günter Wamser es lebt.

Seine Einstellung ist keineswegs selbstverständlich, sondern eher ungewöhnlich, jedenfalls nach herkömmlichen Maßstäben. Unser Verhältnis zu Tieren ist ja im allgemeinen sehr vom Zweckgedanken geprägt, Schoßtiere ausgenommen. Wenn das Tier nicht so funktioniert wie gedacht, muß man sich ein anderes suchen. Ein solches Denken ist Günter Wamser sehr fremd. Dabei scheint er sich darüber gar nicht besonders im klaren zu sein. Als er sich seine beiden wilden Criollos an der Südspitze von…

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Thema  Wanderreiten


Magazin » Ausgabe 466
vom 02.03.2008 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Mit Pferd und Hund unterwegs

Auf langsame Art von Feuerland nach Mexiko


Vor drei Wochen habe ich Ihnen bereits » Günter Wamser vorgestellt, den Abenteuerreiter, der als Motorradfahrer begann und den amerikanischen Kontinent von Norden nach Süden durchquerte. Dafür hatte er sich bereits vier Jahre Zeit genommen. In Mittelamerika kam er aufs Pferd. Dieser Mann macht wenig Worte, deshalb fällt es mir manchmal schwer, mir recht vorzustellen, wie es wohl gewesen sein mag.

Motorradfahrer sind ja normalerweise schwer von ihren Maschinen fasziniert. Ich kenne niemanden, der vom Motorrad aufs Pferd kam, aber immerhin jemanden, der vom Pferd aus Motorrad umstieg. Das war umso bemerkenswerter, als dieser Mensch sportlich sehr engagiert und auch erfolgreich war. Im Vergleich mit den Pferden empfand er das Motorrad als enorm entspannend. Er konnte die Karre wegstellen und vergessen, bis es ihm wieder gefiel, sie zu bewegen bzw. sich von ihr bewegen zu lassen. Pferde bedeuteten demgegenüber vor allen Dingen Arbeit, Verantwortung, Disziplin.

Bei Günter Wamser ist es offenbar umgekehrt. Die Pferde und Hunde sind nicht nur Kameraden, sondern Freunde, zu denen er eine intensive emotionale Beziehung entwickelt, die mit der Beziehung zu einem Motorrad in keiner Weise zu vergleichen ist. Das Motorrad ist für ihn abgehakt. Es kommt in dem Buch EquiVoX-Link Der Abenteuerreiter so gut wie gar nicht vor. An einer Stelle benutzt er sogar ein Motorrad, um etwas zu erkunden. Emotional hat das denselben Stellenwert, als wenn er einen Bus benutzt.

Die Begegnung mit den Pferden eröffnete ihm eine ganz andere Art des Reisens. Ein Motorrad…

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Thema  Hufpflege  Wanderreiten


Magazin » Ausgabe 368
vom 16.04.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Manfred Wolfgruber

Mustangs, Foxtrotter, Burros

Bei den Navajo-Indianern im Monument Valley


Das Wikipedia-Link» Monument Valley ist ein Teil der Wikipedia-Link» Navajo Reservation, der grössten Indianerreservation in den USA. Auf einem Gebiet von ca. 7 Millionen Hektar (etwa gleich groß wie Wikipedia-Link» Irland/ca.4 Millionen Einwohner), übergreifend von Wikipedia-Link» Arizona nach Wikipedia-Link» Utah und Wikipedia-Link» New Mexiko leben hier etwa 150.000 Navajos.

Die Wikipedia-Link» Navajo Indianer kamen im 15. Jahrhundert aus dem Norden und nahmen das Land, das von Wikipedia-Link» Hopi, Wikipedia-Link» Zuni und Wikipedia-Link» Pueblo Indianern bewohnt war, in ihren Besitz. Die Navajos, ursprünglich ein Nomadenvolk, wurden sesshaft und entwickelten sich schnell zu ausgezeichneten Farmern. Von den Spaniern, die etwa zur gleichen Zeit ins Land gekommen waren, kamen einige Ziegen, Schafe und Pferde in den Besitz der Indianer, die so mit eigenen Züchtungen begannen und bis heute sind die Ziegen- und Schafherden ein fester Bestandteil im Leben der Navajos.

1938 wurde dann das Monument Valley von Wikipedia-Link» Hollywood entdeckt und mit dem berühmten Film "Stagecoach" begann ein neues Zeitalter im Valley. Viele Westernfilme wurden hier gedreht und ein Schauspieler – Wikipedia-Link» John Wayne – betrat dabei die Leinwandszene und wurde ein Weltstar.

Durch die Filme und auch durch die Reklamefotos einer bekannten Zigarettenmarke war das Monument Valley – man bezeichnet es auch als 8. Weltwunder – bald eine Attraktion für Touristen aus aller Welt und es kamen Millionen von Besuchern. Reitställe mit Leihpferden schossen wie Pilze aus dem Boden, bis es den Indianerfamilien, die im Valley wohnten, zuviel wurde und sie sich dagegen wehrten – mit Erfolg. Alle…

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Magazin » Ausgabe 321
vom 22.05.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Nachtritt bei Vollmondschein

Ruine Ruttenstein zu Pferd und Ritterfest alldort


Die Ereignisse vom Samstag waren so vielfältig, daß ich in meinem Bericht der Vorwoche nur bis zur Kutschfahrt am Nachmittag vordringen konnte ( Reiten, Fahren, Schießen). Nachdem wir abgestiegen waren, parkte Johann Lumetsberger, unser Kutscher, die Postkutsche unter dem Vorbau seines Anwesens auf der Moser Alm.

Dieses Manöver war sehr bemerkenswert, denn die Einfahrt verlief parallel zum Vorbau. Er mußte also um 180 Grad wenden und hatte dazu kaum Platz, denn gleich danach fiel das Gelände zum Stallgebäude hin wieder ab. Deshalb ließ sich die Operation nicht in einem Durchgang bewältigen.

Er mußte vor- und zurückrangieren, wie mit einem Auto, um diese extreme Wendung zu bewerkstelligen. Da die Kutsche auch noch sehr hoch ist, war es nicht unmittelbar klar, ob das Gefährt überhaupt unter den Vorbau passen würde. Aber selbstredend wußte der Kutscher, was er tat. Er mußte sich noch nicht einmal bücken.

Der Golden Retriever, der zu Hause geblieben war, begrüßte die Pferde überschwenglich. Die blieben natürlich unter allen Umständen absolut gelassen. Als Johann die Pferde ausgeschirrt hatte, gingen diese allein in den Stall. Nicht ganz: das Handpferd wollte die Gelegenheit nutzen, um ein bißchen Glas zu naschen, aber Johann bemerkte diese Ungezogenheit sofort und murmelte seine Mißbilligung, die unverzüglich die gewünschte Wirkung zeigte.

Die Sonne war schon fast untergegangen, aber nun sollten sich die Gäste erst einmal stärken. Vor unserer Abfahrt hatte ich schon das lodernde Feuer im Grilltisch…

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Thema  Urlaub  Wanderreiten


Magazin » Ausgabe 320
vom 15.05.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Reiten, Fahren, Schießen

Ritt zur Moser Alm und Fahrt mit der Postkutsche


Sattelfest bei Vollmondschein – so war die Pressereise vom 21. bis 23. April überschrieben, zu der ich gemeinsam mit Kollegen auf die Mühlviertler Alm eingeladen worden war. Der dritte Tag, ein Samstag, sollte mit besagtem Ritt bei Vollmond enden.

Am Morgen stiegen wir aber ausnahmsweise zunächst nicht in den Sattel, sondern ins Auto, und fuhren nach Weitersfelden. Das "Wollbad" war unser Ziel. "Wollness" war angesagt. Was sollte das denn sein?

Wellness war mir ein Begriff, wenn ich auch kaum eine Vorstellung davon hatte. Wellness liegt im Trend, Wellness ist ein großes Geschäft. Aber Wollness? Vorsichtshalber hatte ich eine Badehose mitgenommen, aber die ließ ich dann doch im Koffer. Wenn man in Wolle badet, wird man wohl nicht naß.

Denn so viel hatte ich mittlerweile begriffen: Es ging um Wolle. Bereits im Zimmer war mir Wolle begegnet. Unübersehbar hing eine Urkunde der » Textilwerkstatt Weitersfelden an der Wand, die mir bereits vorab zu einem erholsamen und gesunden Schlaf gratulierte.

Dies wurde der besonderen Matratze zugeschrieben, die von der Textilwerkstatt Weitersfelden geliefert worden war. Diese Matratze verfügt über eine Wollschicht, und der werden ganz besonders positive Wirkungen nachgesagt.

Ich persönlich schlafe überall sehr gut – da ich normalerweise viel zu wenig schlafe, ist das vielleicht keine große Kunst. Meine Kollegin Karin klagte aber am nächsten Morgen darüber, daß sie…

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Thema  Urlaub  Wanderreiten


Magazin » Ausgabe 319
vom 08.05.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Tagesritt zur Hirschalm

Ein Multitalent in seinem Element


Die Einheit von Himmel und Erde ist nirgends so allgegenwärtig wie auf der Mühlviertler Alm. In der glasklaren Luft wölbt sich das Blau des Himmels über eine sich in Wellen wiegende Landschaft. Mit ihren hintereinander gestaffelten Hügeln und den stets wechselnden Aussichten auf Wälder, Wiesen, Äcker, Täler, Bäche und Naturteiche gleicht sie einem Patchwork, dessen sanftes Auf und Ab heiter und gelassen stimmt.
Mühlviertler Alm: Erlebnis für die Sinne, Erholung für die Seele

So beginnt der allgemeine Prospekt des » Regionalverbands Mühlviertler Alm. Besser könnte ich es nicht ausdrücken, außer durch Fotos, die diese Eindrücke belegen. In dieser Woche biete ich außer den Illustrationen zu diesem Artikel wieder sechs Poster an, die Sie erfreuen sollen ( Poster zu Ausgabe 319). Ich teste die Poster selber aus und kann bezeugen, daß ich sie sehr genieße.

Natürlich dürfen Sie die Poster auch ausdrucken und an die Wand hängen – schließlich sieht man den Desktop nicht so häufig. In der Auflösung 1600x 1200 (und auch weniger) drucke ich auf meinem Laserdrucker flächenfüllend mit sehr gutem Ergebnis – was ich zunächst gar nicht für möglich gehalten hätte.

Seit ich weiß, daß das menschliche Auge nicht mehr als 1, 5 Millionen "Bildpunkte" wahrnehmen kann, wundere ich mich nicht mehr. Zwei Megapixel reichen also allemal aus, und zwar für ein Bild beliebiger Größe. Was will man mehr, wenn man keine Vergrößerungen machen will? Das habe ich normalerweise nicht nötig, weil ich den richtigen Bildausschnitt in der…

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Magazin » Ausgabe 318
vom 01.05.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Mühlviertler Alm

Ein Reiterland ganz aus Granit


Im März schickte mir die » Oberösterreich Werbung GmbH einen Brief.

Einladung zur Pressereise
Sattelfest bei Vollmondschein
Im Galopp durchs Reiterparadies Mühlviertler Alm
vom Donnerstag, 21. bis Sonntag, dem 24. April 2005

Der Tourismusverband » Pferdereich Mühlviertler Alm und der » Reitpark Gstöttner in Schönau laden Sie zu einem außergewöhnlichen Reitererlebnis in den "Hohen Norden" Oberösterreichs ein. [...]

Danke sehr! Ein Kurzurlaub! Sehr schön! Aber ich machte mir keine Hoffnung. Schon im November hatte ich die Einladung zu einer entsprechenden Veranstaltung im Schnee bekommen und mich beworben. Keine Chance. Alles ausgebucht.

Aber diesmal hatte ich Glück. Am Donnerstag morgen setzte ich mich in den Zug, flog von Hannover nach Salzburg, fuhr von dort mit dem Zug nach Linz, wo mich jemand am Bahnhof abholen sollte.

Die Berge rund um Salzburg sind schon ziemlich beeindruckend, aber auf der Fahrt nach Linz wurde alles flach – die Donauebene ist weit, die Berge treten zurück, der Blick über die Schienen zeigt ein Panorama wie in der norddeutschen Tiefebene.

Nach fast einer Stunde Fahrt mit dem Auto von Linz nach Schönau waren wir aber wieder in den Bergen, doch diese Berge sind lieblich. Kein Hochgebirge, keine Gletscher, keine Felsgrate. Immerhin, vor drei Wochen lag hier noch Schnee, die Vegetation ist deutlich zurück gegenüber Ostwestfalen, wo der Frühling nicht mehr zu halten ist.

Der Reitpark Gstöttner…

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Magazin » Ausgabe 297
vom 05.12.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Claudia Ansorena

Nicht mein letzter Wanderritt

Ich kann diese Erfahrung jedem Reiter nur empfehlen


Hinter Reetzerhütten überquere ich eine Bahnlinie und bin wieder auf dem Rundweg. Ich freue mich richtig, die schönen eindeutigen Schilder wieder zu sehen.

Die Strecke ist hier steinig, und so kann ich nur Schritt gehen. Außerdem suche ich jetzt schon dringend nach einem geeigneten Rastplatz. Rashim ist seit mehr als drei Stunden ohne echte Pause unterwegs, ich bin bloß zweimal abgestiegen und ein Stück mit ihm gelaufen. Immer hoffe ich, etwas zu finden, wo ich ihn nicht anbinden muss.

Auf einmal wird Rashim schneller und starrt in die Ferne. Tatsächlich, uns kommen zwei Reiter entgegen! So ein seltener Anblick versetzt Rashim richtig in Aufregung. Die beiden Frauen auf Westernpferden machen auch den Rundweg, aber in entgegengesetzter Richtung. Sie sind in Wühlmühle gestartet, meinem Zielort.

Wir tauschen Erfahrungen über die Strecke aus und ich erfahre, dass der Boden schlechter werden wird. Oje, und das bei Rashims schon so kurzen Hufen! Die beiden Pferde sind auch unbeschlagen und bei einem der Pferde ist schon jetzt am zweiten Tag einiges ausgebrochen.

Die beiden erzählen mir noch, dass ihnen am Vortag die Pferde davongerannt sind. Sie waren angebunden und rissen sich los. Hier bin ich fast wieder froh, allein unterwegs zu sein. Die Vorstellung, dass Rashim in fremdem Gelände ganz allein von mir wegrennen könnte, erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Aber zu zweit ist das schon anders.

Dann reiten wir weiter und Rashim verdreht sehnsüchtig den Kopf.

Das Wetter hat sich inzwischen…

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Magazin » Ausgabe 296
vom 28.11.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Claudia Ansorena

Schweißgebadet und ziemlich hysterisch

Jede Menge neue Erfahrungen für Pferd und Reiterin


Schon bei der Ankunft wurde ich freundlich begrüßt, mein Gepäck ist inzwischen auch angekommen. Ein Mehrbettzimmer steht mir allein zur Verfügung, da in der Woche nicht viele Gäste hier sind.

Rashim wird abgesattelt und in seine Box geführt. Hier erlebe ich leider eine unangenehme Überraschung. Da es sich um ein Isländergestüt handelt, werden alle Pferde in Offenstallhaltung gehalten. Es gibt daher nur einige Behelfsboxen. Und in einer dieser Boxen sollte nun Rashim untergebracht werden.

Die Behelfs-Box liegt in einer Scheune, die gerade als Werkstatt genutzt wird. Überall befinden sich Baustoffe, Mörteleimer und Werkzeuge. Nicht ein Pferd ist in Sicht- oder Hörweite der Scheune. Alle Isländer wurden gerade erst auf eine weit entfernte Weide gebracht.

Zunächst bleibt Rashim noch ruhig, aber je später es wird, desto unruhiger wird er. Er war trocken am Stall angekommen, nach einigen Stunden ist er schweißgebadet und ziemlich hysterisch. Die Box hat auch kein Fenster nach draußen, so dass Rashim überhaupt niemanden sehen kann.

Ich mache mir Vorwürfe, weil ich bei der Buchung zwar um eine Box gebeten hatte, aber nicht auf den Gedanken gekommen war, abzuklären, ob noch andere Pferde in Boxen da sein würden. Allerdings denke ich heute, dass es eigentlich selbstverständlich ist, dass ein Pferd nicht völlig allein gestellt werden kann. Somit hätte ich auch einen Hinweis vom Stall erwarten können.

Aber das ist in der Situation egal, die Mitarbeiter machen sich gemeinsam mit mir…

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Hauptartikel  Schweißgebadet und ziemlich hysterischPferdemesse  Messe: DFZEditorial  Editorial: MamboleoRezension  Rezension: ...und ritt nur zu meinem…Tip  Tip: Sitzgeschichte
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