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» Ausgabe 647
vom 21.08.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Bonus: Die Schulhengste
Ohne Worte: Würdigung derer, die im Zentrum der Reitkunst stehen
Das Manuskript der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst, gesprochen von der Direktorin Christin Krischke der » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg, endet mit den Worten:
Die Pferde, die in der Fürstlichen Hofreitschule die Kapriole zeigen, sind allesamt auch in der angewandten Reitkunst ausbildet, sodass sich auch hier wieder der Kreis zur Geschichte schließt.
Manuskript |
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Danach ist die DVD aber noch nicht zu Ende; es schließt sich das Bonusmaterial an. Die Hengste, die von den Künstlern der Hofreitschule ausgebildet worden sind, werden der Reihe nach vorgestellt. Und zwar ohne Worte; die Bilder werden nur von Musik untermalt. Kein Wunder, dass das Manuskript nichts zu diesem Zusatzmaterial enthält.
Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Jedes Pferd wird zunächst mit einer Tafel vorgestellt, die seinen Namen, die Rasse, den Namen des Züchters, sein Geburtsjahr und sein Alter zeigt.
Dann blendet sich allmählich ein repräsentatives Standbild hinzu und schließlich diese Tafel allmählich aus, so dass das Standbild als solches wirken kann. Wieder mittels Überblendung wird das Pferd in Aktion vorgestellt, was dann schließlich zu einem wunderschönen Kopfportrait übergeblendet wird, das man wie das Standbild sofort als riesiges Plakat verwenden könnte, welches anschließend im Schwarz versinkt, woraus sich dann die Tafel des nächsten Pferdes entwickelt.
Wären Worte zu diesen Bildern hilfreich oder nicht?
Einerseits würde ich…
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» Ausgabe 646
vom 14.08.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Einige Schulsprünge
Über Anspruch und Wirklichkeit, Wahrnehmbarkeit und Fantasie
Das abschließende Kapitel in der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst der » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg ist den Schulen über der Erde gewidmet. Der letzte Abschnitt darin betrifft die Schulsprünge, und wenn ich diesen Übungen auch durchaus einiges ästhetisches Wohlgefallen abgewinnen kann, so missfallen sie mir insgesamt doch sehr.
Das liegt vielleicht auch daran, dass ich durch das Medium DVD erstmals die Gelegenheit erhalte, diese Bewegungsfolgen im einzelnen zu würdigen. Ich habe schon mehrfach solche Sprünge live erlebt und bisher vergeblich versucht, sie angemessen fotografisch festzuhalten.
Diese Aktionen erfolgten in der Regel viel zu schnell und vor allem vollkommen unangekündigt, als dass ich hätte angemessen reagieren können, und im übrigen bin ich auch einfach nicht geschult genug, umso etwas sofort erkennen zu können.
Ich verstand auch, dass die Übungen zu anstrengend für das Pferd sind, als dass man sie hätte unmittelbar wiederholen können, sei es für das Publikum oder für die geneigten Damen und Herren der Presse, wodurch ich vielleicht eine weitere Chance erhalten hätte, doch noch ein gutes Foto zu machen.
So blieb nur die verpasste Gelegenheit, und da ich auch noch die Kamera am Auge hatte, konnte ich die Sache selbst noch nicht einmal richtig würdigen. Selbstverständlich kenne ich perfekte Fotos dieser Sprünge, habe aber keine Ahnung, unter welchen Umständen diese entstanden sind.
Ich habe auch nicht darauf geachtet, ob man diesen Superfotos irgendwie ansieht, was ein solcher Sprung für das…
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» Ausgabe 645
vom 07.08.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Falknerei und Schulen über der Erde
Die Kunstwerdung der Reitkunst
Anlässlich der Erwähnung der Falknerei in der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst der » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg hatte ich in der letzten Woche einen Abstecher gemacht; die betreffende Passage in der DVD ist vielleicht der Vollständigkeit halber notwendig, aber leider etwas unbefriedigend. Das liegt an verschiedenen Gründen.
Die Falknerei hat mit der Reitkunst selbst im Grunde nichts zu tun. Der Adel hatte ja bekanntlich im Mittelalter nicht viele Möglichkeiten, sich zu vergnügen. Der wesentliche Zeitvertreib des Alltags bestand in der Jagd. Turniere waren schon größere Veranstaltungen, die insbesondere einigen logistischen Aufwand erforderten.
Auf die Jagd gehen konnte man hingegen vergleichsweise leicht – Deutschland war im Mittelalter noch viel stärker bewaldet als heute. Und der Adel sorgte auch immer dafür, geeignete Jagdgebiete zum eigenen Vergnügen zu reservieren. Einige bestehen heute noch, und auch heute noch kann man manche Politiker damit erfreuen, sie zur Jagd einzuladen. Es sollen sogar schon Politiker bei der Jagd erschossen worden sein, aus Versehen, versteht sich.
Schon mittelalterliche Handschriften wurden mit Malereien verziert, in denen feine Herren und Damen mit ihren Jagdfalken auf der Faust dargestellt wurden. Die Reiterei spielt in diesem Zusammenhang eine geringere Rolle. In erster Linie wird der Falke spazierengetragen. Da sich die Bückeburger aber auf höfische Traditionen berufen und selbst auch was von der Sache verstehen, sieht man ein, dass ein Hinweis auf die Falknerei zum Film gehört:
Da die Reitkunstpferde neben repräsentativen Zwecken auch regelmäßig zur Jagd eingesetzt wurden, haben wir Ihnen einen Ausschnitt aus der falknerischen Arbeit der Hofreitschule angefügt. Die Hofbereiter sind staatlich geprüfte Falkner und arbeiten nach strengsten Tierschutzvorschriften. Der Falke macht hier Jagd auf eine Beuteattrappe, das so genannte Federspiel, die er in einem möglichst naturnahen Angriff überwältigt.
Manuskript |
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» Ausgabe 644
vom 31.07.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Reitkunst und Reitsport
Das Engagement der Bückeburger in Bezug auf den zeitgenössischen Sport
Das Fechtballett aus der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst der » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg, das ich in der letzten Woche vorgestellt habe, beschäftigt mich noch immer. Eigentlich wollte ich das Thema nicht so schnell verlassen.
Aber was kann ich zu diesen schönen Bildern schon sagen? Als nächstes Thema käme die Falknerei, die in diesem Film nur ganz kurz vorgestellt wird, und da erinnerte ich mich dunkel daran, dass die Krischkes auch eine Vogelwarte betreut haben.
Ich hoffte, auf der Internetseite der Hofreitschule Genaueres zu finden und schaute mich zu diesem Zweck etwas genauer um. Dabei stieß ich auf sehr interessante Informationen, aber nicht auf das, was ich suchte.
Also musste ich Google bemühen, und was fand ich: Meinen eigenen Artikel › Wiederbelebung einer Tradition aus dem Jahre 2004. Dort hatte ich auf einen Link der Hofreitschule verwiesen, der jetzt ins Leere führt: „Falkenhof im Wisentgehege“ .
Das lässt vermuten, dass Krischkes damit nichts mehr zu tun haben. Google hilft weiter: Der » Falkenhof hat inzwischen eine eigene Internetseite und dort auch Informationen über die Geschichte:
| Der Falkenhof im Wisentgehege wurde 2002 von Familie Krischke gegründet, die heute die Fürstliche Hofreitschule in Bückeburg betreibet. Zunächst sollte es nur ein Versuch sein, um auszuprobieren, ob eine Falknerei im Wisentgehege von den Besuchern überhaupt angenommen wird. |
| [...] Mitte 2006 stand fest, dass Familie Krischke den Falkenhof im Wisentgehege nicht weiterführen wird.
» Geschichte des Falkenhofs…
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» Ausgabe 643
vom 24.07.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Angewandte Reitkunst
Der große Rahmen für die barocke Reiterei
Die » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg hat mit der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst eine erste systematische Übersicht über die Ergebnisse langjähriger Arbeit vorgelegt. Der Anspruch der Bückeburger Hofreiter, anhand der überlieferten Texte und Bilder die Kunst der Barockreiter wieder zum Leben zu erwecken, kann inzwischen überzeugend eingelöst werden. Dazu bedurfte es begeisterter Mitstreiter und talentierter Pferde.
Das Drumherum, die barocke Kleidung, die Hofreitschule, sind dabei lediglich das Tüpfelchen auf dem i. Gleichwohl werden alle Übungen im vollen Kostüm geritten, nicht zuletzt deshalb, weil ja genau diese Bilder mit den alten Stichen verglichen werden sollen, und dort werden die Reiter selbstverständlich im vollen Putz dargestellt.
Im Laufe dieser Serie haben wir uns langsam dem Ziel angenähert. Wie üblich, wenn man ein System entwickeln, lernen oder demonstrieren will, zerlegt man die komplexen Endprodukte in Einheiten, die als solche betrachtet werden und zunächst nicht allzu viel Sinn machen mögen. Später dann, wenn man alle diese Einzelheiten begriffen hat und im Schlaf beherrscht, kann man sie zu dem zusammensetzen, was von Anfang an das Ziel der gesamten Übung war.
Am Ende des Artikels der letzten Woche haben wir schon eine solche komplexe Übung gesehen, in verschiedenen Ausführungen sogar, und an dieser Stelle weist Christin Krischke, die Direktorin der Hofreitschule, die den ganzen Film kommentiert, noch einmal auf die wesentlichen Grundsätze hin:
In der Hofreitschule werden die Pferde nach barockem Vorbild mit dem Ziel ausgebildet, sie einhändig in allen Schulen und Touren reiten zu können.
Manuskript |
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» Ausgabe 642
vom 17.07.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Die Courbetten: Galoppfiguren
Wenig geläufige Vokabeln: Repulon, Sarabande, Karriere, Falkade, Passade
In der letzten Woche haben wir uns mit dem Tummeln beschäftigt, Galoppbewegungen mehr oder weniger auf der Stelle, die sich aus dem Einsatz des Pferdes im kriegerischen Geschehen mit der Handwaffe entwickelt hatten. Christin Krischke, Direktorin der » Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, betonte in der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst immer wieder, dass die einzelnen Figuren der barocken Reitkunst ihren Ursprung und Sinn im Nahkampf zu Pferd haben.
Später haben sich daraus dann Kunstfiguren entwickelt, die nicht unbedingt im Kampf zum Einsatz kamen, sondern ihren Sinn in der Darstellung selbst fanden, als Zurschaustellung der reiterlichen Fähigkeiten und natürlich der Fähigkeiten des Pferdes, das dafür speziell ausgebildet werden musste. Um die Ausbildung des Reiters und Pferdes ging es natürlich in den überlieferten Reitlehren, auf deren Texte und Bilder sich die Hofreitschule beruft, deren Seele sie wieder zum Leben erwecken möchte, die sie schöpferisch nachempfindet und dem geneigten Publikum live und im Film präsentiert.
Selbstverständlich hat jeder Reitmeister dabei auch seine eigenen Steckenpferde geritten, woraus sich manche Ungereimtheit und Verwirrung ergab:
Das besonders hohe und kraftvolle Mezair wurde Courbette genannt, manche Reitmeister verzichteten auf den Ausdruck Mezair und lobten jedes Tummeln zu zwei Zeiten als Courbette aus.
Manuskript |
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Alles klar? Mezair war eine der Vokabeln, die in der letzten Woche…
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» Ausgabe 641
vom 10.07.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Passage, Piaffe, Tummeln
Über Übungen für Pferde und deren Einfluss auf die Sprache
Tummeln Sie sich auch gerne irgendwo herum? Der Ausdruck ist fast allgegenwärtig, aber wer würde ihn mit dem Pferdesport in Verbindung bringen? Dabei hat dieser Ausdruck unmittelbar etwas mit dem zu tun, was im Pferdesport zentral ist:
Bei einem Turnier (von mittelhochdeutsch turnier „Kampfspiel“ und turnieren das Pferd „tummeln, wenden, drehend bewegen“ ) traten im Mittelalter mehrere Einzelpersonen oder Gruppen in einem Wettkampf gegeneinander an. Der heutige Begriff Turnier für sportliche Wettkämpfe leitet sich davon ab.
» Turnier |
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Merkwürdig, dass sich der Ausdruck „tummeln“ im Pferdesport nicht erhalten hat, aber in die Alltagssprache Einzug fand. Da tummelt sich jemand wie ein Fisch im Wasser, Reifenhersteller tummeln sich, Wassersportler, Diebe und Schüler – die » Wikipedia-Suche tummeln bietet eine ganze Menge Verwendungsarten für dieses Wort.
Umgekehrt blieben Ausdrücke wie Passage und Piaffe exklusiv dem Pferdesport vorbehalten – nirgendwo sonst finden sich Verwendungen für diese Ausdrücke. Ist das nicht merkwürdig? Vielleicht hängt das mit der Geschichte zusammen; Christin Krischke klärt uns auf der DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst der » Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg darüber auf, dass Passage und Piaffe relativ neuen Datums sind und zu Zeiten, als man sich tummelte, gar nicht gebräuchlich waren:
| Die kunstvollen Verzierungen der Gangart Trab, namentlich Piaffe und Passage sind spätbarocke |
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» Ausgabe 640
vom 03.07.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Die Kunstgangarten
Betrachtungen über Natur und Dressur
In den letzten Ausgaben hatte ich bei meinem Bericht über die DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst der » Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg wiederholt über die Schwierigkeiten geschrieben, die Vergangenheit zu rekonstruieren. Das liegt an vielen Gründen; beispielsweise werden Dinge, Fähigkeiten und Sachverhalte, die selbstverständlich sind, normalerweise nicht festgehalten, werden also nicht überliefert und sind damit verloren. Andere wiederum werden so beschrieben, dass man daraus nicht recht schlau werden kann.
Oder es werden Bezeichnungen gewählt, die heute nicht mehr üblich sind und man deshalb auf Mutmaßungen angewiesen ist, was damit gemeint sein könnte. Man kann gar nicht anders als diese Beschreibungen mit seinen eigenen Erfahrungen vergleichen und wird dadurch möglicherweise auf eine falsche Fährte geführt. Ein Beispiel ist der Begriff „Stolzer Schritt“ . Was meinten die damit?
Die kunstvolle Verzierung des Schritts in Form von Spanischem Schritt vermuten einige Experten hinter den Ausführungen über den „Stolzen Schritt“ in historischen Reitanleitungen, der jedoch recht eindeutig die Piaffe meint.
Manuskript |
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Aus diesem Satz entnehme ich, dass diese Experten ziemlich lange über den Begriff „Stolzer Schritt“ gebrütet haben. Die Sache kann nicht eindeutig gewesen sein, sonst hätte man nicht so lange gerätselt. Die Experten in Bückeburg, so entnehme ich aus diesem Satz außerdem, sind einen Schritt weiter als die genannten…
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» Ausgabe 639
vom 26.06.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Die Seitengänge
Rekonstruktion und Bewertung alter Methoden
Manche der alten Stiche, die die » Fürstliche Hofreitschule Bückeburg in ihrer DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst verwendet, sind ganz offensichtlich zu Unterrichtszwecken angefertigt worden. So sieht man beispielsweise bei dem Stich, der die Abteilung Travers einleitet, die vier Spuren des Hufschlags überdeutlich. Die Stellung des Pferdes tut ihr übriges, um unzweifelhaft deutlich zu machen, worum es bei dieser Übung geht.
Möglicherweise mussten die Bückeburger längere Zeit nach einer solchen Abbildung suchen, denn aus dem Off kommentiert Christin Krischke, die Direktorin:
Nur wenige historische Stiche zeigen uns das Pferd im Travers, im Kruppeherein mit dem Blick zur Wand, was die Pferde spürbar verbremst, mehr als das anschließend beschriebene Renvers.
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Nun möchte man doch gerne wissen, warum das so ist – warum wurde diese Figur so selten gezeigt?
Handelt es sich um eine Illustration zum Unterricht und ist dieser an sich selten, während Abbildungen sonst anderen Zwecken dienten, etwa die dargestellten Personen zu feiern, und eine Figur wie das Travers wäre deshalb dort nicht in Frage gekommen, weil sie sich zu diesem Zweck nicht so gut eignet?
Dazu müsste man jetzt wissen, von welcher Art die historischen Quellen sind, und welche Funktion die Illustrationen, mit denen hier gearbeitet wird, innerhalb dieser Werke hatten.
Umgekehrt könnte man aus einem Standbild dieses Films nicht unbedingt auf den Stellenwert der dadurch dokumentierten Figur zurückschließen. Das zeigt…
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» Ausgabe 638
vom 19.06.2011 (Bericht)
von Werner Popken | Rekonstruktion und Abweichung
Nicht alles, was alt ist, ist auch gut
In der letzten Woche habe ich über die DVD › Schulen und Touren der barocken Reitkunst berichtet, die kürzlich von der » Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg herausgegeben worden ist.
Das Anliegen der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg ist es, die barocke Reitkunst anhand der schriftlichen Überlieferung zu rekonstruieren. Es gibt ein paar wenige Reitbücher mit Illustrationen, teilweise sind diese sogar im Internet einsehbar oder als Reprint zu erwerben.
Kann man anhand dessen die damalige Reitkultur verstehen und auch noch wieder zum Leben erwecken?
Vielleicht kann man das, aber es stellt sich auch die Frage, ob man das möchte. Einige dieser Reitmeister waren nämlich ausgesprochen grausam, deren Methoden und Hilfsmittel nach zu urteilen, und es verwundert nicht, dass darüber in dieser DVD wenig zu hören ist.
Solche Sachen möchte man nicht an die große Glocke hängen, damit möchte man sich eigentlich gar nicht beschäftigen, aber es wäre natürlich ein Fehler, wenn man diesen Sachverhalt völlig unter den Tisch fallen ließe.
Christin Krischke, die Direktorin der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, erledigt dies bei der Vorstellung der Ausrüstung des Pferdes mit einem Satz:
Nicht alle überlieferten Ausrüstungen und Methoden kommen in der Hofreitschule zum Einsatz, insbesondere jene, die dem Tierschutzempfinden der Hofbereiter entgegen stehen.
Manuskript |
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Denn das Anliegen der modernen Barockreiterei ist es ja gerade, die Leichtigkeit und den…
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