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» Ausgabe 580
vom 09.05.2010 (Bericht)
von Sybille Rees | Zu Pferd durch Südafrika und Botswana
Eine Reise zu den "großen Fünf" und in eine andere Welt
Afrika ist riesig! Am 19. März 2010 fliegen wir von Amsterdam nach » Johannesburg. Ich beobachte das kleine Flugzeug auf dem Monitor vor mir. Das scheint seit Stunden nicht wirklich voran zu kommen und ich fange an die Dimensionen von Afrika zu begreifen. Es ist das erst Mal, dass ich ins südliche Afrika reise.
Mein nicht-reitender Begleiter Mirko sitzt neben mir. Zum Zeitvertrieb spielen wir gegeneinander » Tetris. Unser Ziel ist » Südafrika. Dort werden wir ein paar Tage auf der » Dinaka Lodge verbringen. Diese liegt ca. 3 Autostunden nordöstlich von Johannesburg in einem 10.000 Hektar großen Wildtierreservat in der Waterberg Region.
Danach geht es weiter nach » Botswana für weitere fünf Tage im » Two Mashatu Camp. Das alles erscheint mir bis jetzt ziemlich abstrakt und ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet. Ich selbst werde zu Pferd auf Safari gehen; Mirko dagegen zieht die sichere Variante – eine Jeep-Safari vor. Auch weil er es bis jetzt verpasst hat, reiten zu lernen.
Spät abends landen wir in Johannesburg. Wir sind ziemlich müde, aber auch aufgeregt. Eine Nacht verbringen wir noch in Johannesburg. Uns wurde ein kleines Guesthouse ganz in der Nähe des Flughafens empfohlen. So halten wir am Ausgang nach einem Schild mit unseren Namen Ausschau. Jede Menge Schilder werden uns entgegen getreckt. Aber unsere Namen sind nicht dabei!
Zuerst bekomme ich einen kleinen Schock. Dann fällt mir auf, dass es noch vor der ausgemachten Zeit ist.…
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› Reisen |
» Ausgabe 569
vom 21.02.2010 (Bericht)
von Anita Isoardi | Romantische Vagabunden
Auf Umwegen von Portugal in die Türkei
Im Juli 2001 verlassen wir, frisch verheiratet, die sächsische Heimat. Mit dem Bus geht es an den Gardasee; von da ab "per pedes" - so weit die Füße tragen. Wir pilgern durch das Land der Pizza und Pasta. Doch oft sind wir allein, und der noble Doggenwelpe, das originelle Geburtstagsgeschenk meines Mannes, ist deshalb eine willkommene Reisebegleitung.
Wir nennen die junge Hündin Tufi - so wie der Weinberg, von dessen Besitzer er sie gekauft hat. Schnell stellt die Dogge unseren Reiseverlauf um; wir müssen die täglichen 30 km reduzieren und uns dem Tempo unseres neuen Familiemitglieds anpassen. Kleine Ledersöckchen beweisen sich als Retter in der Not für Tufis Pfötchen auf dem heißen Asphalt.
Später durch den Süden Frankreichs wandernd, folgen wir den Spuren des Jakobsweges bis nach Galizien in Spanien. Da Tufi in den Pilgerherbergen nicht immer beliebt ist und es viele, ja sehr viele Schnarcher gibt, kaufen wir ein Zelt. Ein kleines Häuschen für unsere kleine Familie. Weiter geht es bis an die Algarve, wo wir nach 18 Monaten Wanderung in Albufeira zurück in das "normale" Leben finden.
Als Tourismusassistenten arbeiten wir in unserer Branche vor Ort, wie schon so oft, veröffentlichen Fotos über unser Nomadenleben mitten im modernen Europa und füllen so unsere Reisekasse wieder einmal auf. Ein Jahr verweilen wir im Süden Portugals und verarbeiten das Erlebte. 8000 km ohne die Hilfe jeglicher Transportmittel liegen hinter uns; und unsere noble Tufi, inzwischen stolze 60 kg schwer, ruht sich von der langen Reise…
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» Ausgabe 403
vom 17.12.2006 (Bericht)
von Eberhard Holin | Royal Welsh Show 2006
Die Royal Welsh Show 2006 brach Rekorde
Die Zahl der Besucher und die Sommertemperaturen erreichten in diesem Jahr auf dem Ausstellungsgelände während des Vier-Tage-Events Höchststände. Die höchste erreichte Besucherzahl betrug im Jahr 1995 232.814 Menschen. Sie verblasste in diesem Jahr am letzten Tag der Schau, als die Tore geschlossen wurden und die letzte Zählung einen Rekord von 240.140 Besuchern erreichte.
Eine stechende Sonne trieb die Temperaturen bis zu einer Höhe von 37 Grad Celsius, und der Besucherandrang am Eröffnungstag übertraf den ersten Schau-Tag des letzten Jahres um 10.000 und erreichte 55.482 Eintritte. Am zweiten Tag steigerte sich diese Zahl auf 63.766 Besucher und 16.000 Autos parkten auf den großen Parkflächen rund um den Schaugrund. Am dritten Tag kamen 67.311 Besucher und es zeichnete sich ab, dass die führende landwirtschaftliche Schau Großbritanniens mit ihren für Jedermann zugänglichen Attraktionen einen neuen Besucherrekord aufstellen würde.
„Dies ist ein spektakuläres Ergebnis“ , sagte der Royal Welsh Chief Executive David Walters, „Noch höhere Zahlen konnten wir nicht erwarten, zumal die Aussteller mit der schier unerträglichen Hitze besonders in den Ställen für die Tiere zurecht kommen mussten, und trotz dieser Bedingungen gab es keine unlösbaren Probleme mit den Tieren. So unterstützte uns die Bevölkerung, die in großer Zahl gekommen war, und wir hatten unsere Freude an der wohl am besten gelungenen Royal Welsh Show, die jemals veranstaltet worden ist.“
Unter den Besuchern, die zum…
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» Ausgabe 368
vom 16.04.2006 (Bericht)
von Manfred Wolfgruber | Mustangs, Foxtrotter, Burros
Bei den Navajo-Indianern im Monument Valley
Das » Monument Valley ist ein Teil der » Navajo Reservation, der grössten Indianerreservation in den USA. Auf einem Gebiet von ca. 7 Millionen Hektar (etwa gleich groß wie » Irland/ca.4 Millionen Einwohner), übergreifend von » Arizona nach » Utah und » New Mexiko leben hier etwa 150.000 Navajos.
Die » Navajo Indianer kamen im 15. Jahrhundert aus dem Norden und nahmen das Land, das von » Hopi, » Zuni und » Pueblo Indianern bewohnt war, in ihren Besitz. Die Navajos, ursprünglich ein Nomadenvolk, wurden sesshaft und entwickelten sich schnell zu ausgezeichneten Farmern. Von den Spaniern, die etwa zur gleichen Zeit ins Land gekommen waren, kamen einige Ziegen, Schafe und Pferde in den Besitz der Indianer, die so mit eigenen Züchtungen begannen und bis heute sind die Ziegen- und Schafherden ein fester Bestandteil im Leben der Navajos.
1938 wurde dann das Monument Valley von » Hollywood entdeckt und mit dem berühmten Film "Stagecoach" begann ein neues Zeitalter im Valley. Viele Westernfilme wurden hier gedreht und ein Schauspieler – » John Wayne – betrat dabei die Leinwandszene und wurde ein Weltstar.
Durch die Filme und auch durch die Reklamefotos einer bekannten Zigarettenmarke war das Monument Valley – man bezeichnet es auch als 8. Weltwunder – bald eine Attraktion für Touristen aus aller Welt und es kamen Millionen von Besuchern. Reitställe mit Leihpferden schossen wie Pilze aus dem Boden, bis es den Indianerfamilien, die im Valley wohnten, zuviel wurde und sie sich dagegen wehrten – mit Erfolg. Alle…
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» Ausgabe 217
vom 25.05.2003 (Bericht)
von Werner Popken | Die Künste eines Csikós
Besuch auf einem ungarischen Gestüt
Ich arbeite zur Zeit in einer virtuellen Firma. Alle reden davon, aber keiner tut es. Wir tun es. Was bedeutet das? Jeder arbeitet für sich allein zu Hause, irgendwo auf der Welt, oder genauer: fast jeder. Ich zum Beispiel bin einer der wenigen, die selten zu Hause arbeiten, denn ich fahre zu den Kunden hin. So komme ich viel herum und kann dann manchmal auch kleine Kostbarkeiten für die Pferdezeitung mitbringen - aufmerksamen Lesern erzähle ich damit nichts Neues.
Wenn nun alle Angestellten der Firma in verschiedenen Städten, Ländern und Kontinenten sitzen, kann man nicht jeden Tag ein Schwätzchen an der Kaffeemaschine halten. Mit anderen Worten: Die Kommunikation ist schwieriger. Wie regeln wir das? Wir benutzen E-Mail, IRC, ICQ, Telefon, und das funktioniert in der Regel sehr gut. Manchmal treffen sich einige von uns irgendwo, zum Beispiel auf einer Konferenz oder Messe.
Nun wollen wir aber doch eine richtige Firma sein, und so erlauben wir uns, einmal im Jahr alle Mitarbeiter an einen beliebigen Ort zu verfrachten, um dort ein paar Tage gemeinsam zu arbeiten. In diesem Jahr haben wir uns in Budapest getroffen. Ich wußte nur, daß Budapest die Hauptstadt von Ungarn ist und aus den Städten Pest und Buda zusammengewachsen ist, die durch die Donau getrennt sind.
Als ich von Hamburg aus den Flieger nahm, habe ich angenommen, daß ich die Alpen überqueren müsse. Deshalb war ich sehr erstaunt, daß ich immer nur Flachland unter mir sah. Später habe ich mich natürlich gefragt, wie denn die Donau hätte über die Alpen…
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» Ausgabe 105
vom 31.03.2001 (Bericht)
von Regina Steinkrauss | Pferde in der Puszta
Gruppenreise nach Ungarn
Nun sitzen wir den letzten Tag gemeinsam im Bus: Rückreise nach sechs Tagen Ungarn.
Ein Teil der Truppe wird uns heute abend in Passau verlassen; die Verbleibenden nächtigen dort und fahren morgen in den Norden. Endstation ist Neumünster (Schleswig-Holstein), wo wir am 3.10.2000 mit dem Reisedienst Möller gestartet sind.
Unvermeidbar fragen wir 39 Reisenden und Pferdefreunde uns, wo die Zeit geblieben ist - so viel gesehen, gehört, erlebt.
Am 5.10.00 trafen wir spät abends in Erlau ein, einem 70.000 Einwohner zählendem Städchen mit mittelalterlichem Stadtkern, Burgruine, großem Dom, kleinen Gassen, Barockhäusern. Am nächsten Morgen fuhren wir bei sommerlichen Temperaturen zum staatlichen Lippizaner-Gestüt in Szilvasvarad.…
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» Ausgabe 92
vom 23.12.2000 (Bericht)
von Friedhelm Splett | Unter Gauchos
Impressionen aus Argentinien
Am Mittwoch, dem 19.April 2000, um 03:13 Uhr, erhalte ich eine Mail mit dem Betreff: "Argentina"
Lieber Herr Splett,
ich habe die Geschichte in der Pferdezeitung.com im Internet gelesen. Ich will zunächst gar nichts erzählen, nur eine einfache Frage an Sie richten:
Könnte Sie eine Einladung nach Argentinien reizen?
Mit freundlichen Grüßen (und einem herzlichen Wiehern)
Norbert Balk |
Dazu einige Bildanlagen von einer Stute mit Fohlen und einem kleinen Jungen.
Man kann sich sicherlich meine Reaktion vorstellen. Will mich da jemand auf den Arm nehmen?
Aber die Mail hat einen argentinischen Absender. Also, warum nicht... Ich antworte und bin gespannt, was dahinter steckt.
Ein…
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