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Magazin » Ausgabe 374
vom 28.05.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Vom Pferd zum Frieden

Empfehlung des Pferdeverstands für Friedensaktivisten


In der letzten Woche habe ich angekündigt, daß ich zunächst den Brief von Marjorie Smith an ihren Bruder vorstellen will, bevor ich zur Friedensarbeit komme. Ich habe es mir anders überlegt. Ich fange mit der Friedensarbeit an, und zwar mit der Übersetzung des Aufsatzes, der Parallelen zwischen Pferdearbeit und Friedensarbeit zieht:



Auf meiner anderen Internet-Seite (» Barefoot for Soundness, Barfuß zur Gesundheit) zeige ich, wie ein Huf funktioniert, als Organ des Körpers, damit Pferdebesitzer fundierte Entscheidungen über die Hufpflege ihrer Pferde treffen können.

Auf dieser (» Peacemakers: People who make peace, Friedensstifter: Leute, die Frieden stiften) erkläre ich, wie Frieden als gesellschaftlicher Mechanismus funktioniert, damit die Bürger fundierte Entscheidungen über ihre Welt treffen können.

Pferdebesitzer wissen normalerweise nicht viel über die Funktionsweise der Hufe. Wir überlassen diesen Teil der Pferdepflege den Profis – von denen viele nicht viel mehr über die Anatomie des Hufes wissen als wir; statt dessen lehrt man sie, wie man mit Eisen umgeht und wie man einen Huf formt, damit das Hufeisen darauf hält. Gute Informationen über Hufe sind einfach kaum zu haben. Die meisten Pferde werden wegen "unheilbarer Lahmheit" lange vor dem Ende ihrer zu erwartenden Lebenszeit von 30 oder 40 Jahren getötet, und mindestens die Hälfte aller Pferde bewegen sich ständig an der Grenze zur Lahmheit.

Sobald wir herausfinden, wie ein Huf wirklich funktioniert, ziehen wir vollkommen andere Schlüsse über…

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Magazin » Ausgabe 373
vom 21.05.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Yahoos und Houyhnhnms

Pferde als Argument der Politik


In den vergangenen beiden Wochen habe ich einen Aufsatz von Marjorie Smith vorgestellt, der ihre Sichtweise von Pferden und von der Zusammenarbeit zwischen Pferd und Mensch erläutert (» Getting Along with Horses). Aus diesem Aufsatz wurde klar, daß Marjorie Smith wenig Beziehung zum traditionellen Pferdesport hat. Sie ist als Propagandistin für die Barhuf-Bewegung bekannt geworden (» Barefoot for Soundness), und die Barhuf-Anhänger plädieren im Regelfall außerdem für eine pferdegerechte Haltung.

Mit der pferdegerechten Haltung ist es aber nicht getan – der pferdegerechte Umgang gehört dazu. Und hier trifft sich diese Bewegung mit einer anderen, die am einfachsten durch den plakativen Begriff des Pferdeflüsterers beleuchtet wird. Der Begriff Wikipedia-Link» Pferdeflüsterer wurde durch ein Buch bekanntgemacht, dessen Verfilmung diesen Begriff um die Welt getragen hat, so daß er auch Menschen bekannt ist, die gar keine Beziehung zu Pferden haben (Wikipedia-Link» Der Pferdeflüsterer).

So hat der Begriff sich etabliert. Die Vorstellungen, die das Buch und der Film in die Welt gesetzt haben, sind im Grunde falsch und schrecklich und haben mit der Sache eigentlich nichts zu tun. Die meisten Pferdefreunde haben sich vermutlich weder Buch noch Film zugemutet, und die anderen sind keine Pferdefreunde – insofern ist der angerichtete Schaden vermutlich eher gering. Der eigentlich mit dem Begriff intendierte Sachverhalt ist aber im Prinzip recht gut verstanden. Deshalb verwende ich diesen Begriff gern und bin davon überzeugt, daß ich mich damit gut verständlich machen kann.

In den USA gibt es eine…

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Magazin » Ausgabe 372
vom 14.05.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Leichtigkeit

Wie man mit Pferden umgehen sollte


In der letzten Woche habe ich angekündigt, mich mit den Gedanken zur Friedensarbeit der Pferdefrau Marjorie Smith beschäftigen zu wollen. Und um diese Gedanken und den Zusammenhang mit der Pferdearbeit besser verstehen zu können, habe ich zunächst den ersten Teil eines längeren Aufsatzes vorgetragen, in dem sie ihre Vorstellung von der Arbeit mit Pferden entwickelt.

Ausgehend von zwei wesentlichen Einsichten – das Pferd reagiert erstens auf die Zurücknahme von Druck und sucht zweitens ein verläßliches Leittier – kam sie auf ziemlich direktem Wege zur Leichtigkeit des Reitens. An dieser Stelle setze ich mit meiner freien Übersetzung fort (» Getting Along with Horses):

Leichtigkeit: Zwei Stile der Kommunikation

Ein ranghöheres Pferd veranlaßt ein anderes zu einer bestimmten Handlung, indem es zunehmend stärkere Signale aussendet bzw. Druck ausübt. Wenn z. B. Carlos an Felix signalisiert: "Verschwinde von meinem Frühstück", könnten die Aggressionen so aussehen:

  1. Carlos legt seine Ohren an. Wenn Felix nicht reagiert,
  2. schlägt Carlos mit dem Kopf nach Felix. Wenn Felix nicht reagiert,
  3. dreht sich Carlos mit dem Hinterteil zu Felix. Wenn Felix nicht reagiert,
  4. schlägt Carlos nach Felix aus.
In der Praxis wird Carlos die Stufen 2, 3 und 4 nur selten anwenden müssen, weil Felix diese Stufenleiter kennt und sich sofort bewegen wird, sobald Maßnahme 1 angewandt wird. Das ist ein Weg, zur Leichtigkeit zu kommen. Wir setzen nach und nach immer stärkere Signale ein, bis wir eine…

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Magazin » Ausgabe 371
vom 07.05.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Friedensarbeit

Wie Pferde uns helfen, bessere Menschen zu werden


Liebe Leser, in den letzten Wochen habe ich mehrfach zu hören bekommen, daß die Serie über die Hufpflege interessant und wertvoll ist. Das freut mich natürlich. Ich war selbst überrascht, wie ergiebig dieses Thema ist, und habe soeben wieder aufregende Neuigkeiten entdeckt, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

So habe ich den Hauptartikel in Ausgabe 369 mit der rhetorischen Frage ausklingen lassen: "Oder können Sie sich vorstellen, daß die FEI in den nächsten zehn Jahren den Zwang zum Hufeisen fallenlassen würde?" Mit anderen Worten: Ich habe unterstellt, daß es einen solchen Zwang gibt. Gar nicht wahr! Es gibt inzwischen viele Spitzensportler, die vom Barhuf überzeugt sind, weil ihre Pferde ohne Eisen leistungsfähiger sind.

Aber darüber will ich in einer späteren Ausgabe berichten. In dieser Woche werde ich Neuland betreten. Ich möchte Ihnen die Gedanken einer bemerkenswerte Frau vorstellen, die weit über den Horizont eines Pferdefreundes hinauszugehen scheinen.

Innerhalb ihrer Pferdeseite hat sie nämlich Ideen zur Friedensarbeit entwickelt, die sie mit ihren Pferdeerfahrungen verbindet; möglicherweise sind diese sogar daraus entstanden. Mittlerweile hat sie diesen Ansatz weiterentwickelt und unter einer neuen Internet-Adresse veröffentlicht. Aber auch dort erläutert sie ihre politischen Ansichten unter Bezugnahme auf Pferde, selbst auf die Gefahr hin, daß ihr Publikum überhaupt keine Erfahrungen mit Pferden hat und die Gedankengänge deshalb nicht ganz nachvollziehen kann. Diese Vorstellungen sind…

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 371 vom 20.05.2012
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