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Magazin » Ausgabe 159
vom 13.04.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Spanisches Erbe - bunt gemixt

Bilden Mustangs eine Rasse?


Amerika - hier haben sich die Pferde entwickelt, hier sind sie ausgestorben, hierher sind sie zurückgekehrt, und hier sind sie verwildert.

Wie kam das, wie hat sich das entwickelt, was ist dabei herausgekommen, wie sieht die Situation heute aus?

Die verwilderten amerikanischen Pferde werden Mustangs genannt. Das Wort stammt aus dem Spanischen, nämlich von "mesteño", was "verirrt", "herrenlos" bedeutet, oder "mestengo", "verirrtes Tier". Irgendwann haben die ersten dieser Pferde also jemandem gehört, vermutlich den Spaniern.

Und tatsächlich sollen die Spanier laut The International Museum of the Horse bei einer Niederlage 1680 Tausende von Pferden hinterlassen haben. Welche Niederlage das war, erklärt das Museum leider nicht.

Die Pueblo Indianer waren nach dieser Quelle bereits in der Lage, mit Pferden umzugehen und zu reiten, sollen sich aber die Mühe, diese Pferde einzufangen, nicht gemacht haben, da es einfacher war, spanische Siedler zu überfallen und die Pferde zu stehlen. Merkwürdig. Hat das etwas mit der Niederlage zu tun?

Nach dieser Quelle sollen die Spanier die besten Berber aus Marokko, Sorraias aus Portugal und Andalusier aus Spanien mitgebracht haben. Hm. Grübel.

Das nimmt mich Wunder. Die Sorraias sind doch erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckt, beschrieben und bestimmt worden (siehe Rasseportrait Sorraia). Reichlich viele Fragen. Hoffentlich finde ich auch einige Antworten.…

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Magazin » Ausgabe 158
vom 06.04.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Aus und nach Amerika

Pferde und Indianer


Die wilden Pferde Amerikas sind nicht eigentlich wild, sondern verwildert. Sie stammen von europäischen Pferden ab, die die Eroberung des Kontinents erst ermöglicht haben. Gewissermaßen sind die Pferde wieder nach Hause zurückgekehrt.

Denn ursprünglich haben sich die Pferde auf dem amerikanischen Kontinent entwickelt. Über die Beringstraße sind sie dann nach Sibirien, Asien, Europa und Afrika gekommen. Diese Entwicklungsgeschichte ist sehr gut nachvollziehbar, ein Paradebeispiel der Darwinschen Entwicklungslehre.

So haben sich die heutigen Pferdeartigen aus Tieren entwickelt, die nur so groß wie ein Hund waren und auch wie die Hunde liefen, nämlich auf mehreren Zehen. Das ist allerdings schon sehr lange her, etwa 55 Millionen Jahre.

Das Urpferd hat sich dann vor etwa 40 Millionen Jahren zum Mesohippus weiterentwickelt, wobei der Rücken weniger gekrümmt, die Schnauze weniger hundeartig war, die Beine etwas länger, der Nacken ebenfalls, die Zehen bereits auf drei reduziert.

Immer noch ging dieses Tier auf den Ballen wie ein Hund. Nach weiteren zehn Millionen Jahren (das geht jetzt sehr schnell) heißt das Tier Miohippus und ist wieder ein Stück gewachsen (selbstverständlich ist alles viel komplizierter). Die Zähne entwickeln sich schon in eine Richtung, die für die heutigen Pferde typisch ist.

Wieder zehn Millionen Jahre weiter ist der Meryhippus etwa hundert Zentimeter groß. Da sieht es schon fast wie ein Pferd aus. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sich der Kopf stark verändert hat. Vor etwa zehn Millionen Jahren taucht…

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