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Magazin » Ausgabe 230
vom 24.08.2003 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Zucht und Leistung

Gestütspolitik in einem deutschen Bundesland



In der letzten Woche berichtete ich über das Haupt- und Landgestüt Marbach (» Deutschlands ältestes Staatsgestüt), nachdem ich in der vorletzten Woche einen Besuch beim Fohlenhof Güterstein geschildert hatte, der dem baden-württembergischen Betrieb angegliedert ist (» Fohlenaufzucht bei den Profis). Dabei entwickelte sich die Diskussion in Richtung Zuchtziele.

Im Anschluß an die große Krise der Pferdezucht Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts, als man befürchten mußte, daß die Pferde als Haus- bzw. Arbeitstiere zumindest in der westlichen Welt verschwinden würden, einigten sich alle westdeutschen Länder unter Federführung der FN auf ein gemeinsames Zuchtziel: das Deutsche Sportpferd oder auch das Deutsche Warmblut oder das Deutsche Reitpferd.

Ganz so einheitlich ist es dann aber doch nicht geworden. Die natürliche Konkurrenz der Regionen sorgte dafür, daß jeder möglichst seine eigenen Interessen wahren wollte. So sind insbesondere die Rassen, die damals "gut aufgestellt" waren, nach wie vor präsent, als Begriff, als Markenname, als Wertprädikat, als Garant für wirtschaftlichen Erfolg: Hannoveraner, Holsteiner, Oldenburger, Westfalen, Trakehner.

Die anderen Länder versuchten, schnellstmöglich den Anschluß an die führende norddeutsche Pferdezucht zu erreichen (siehe auch Rasseporträt Hessen: » Dillenburger Ramsnasen als Ahnen). Das wurde unter anderem dadurch erreicht, daß man das dort erfolgreiche Zuchtmaterial übernahm. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Auch Baden-Württemberg setzte auf dieses Konzept.

Ein aktuelles Beispiel:…

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Magazin » Ausgabe 229
vom 17.08.2003 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Deutschlands ältestes Staatsgestüt

Das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt Marbach



Marbach – dieses Wort besaß für mich immer einen besonderen Klang. Heute, am Dienstag, habe ich das Haupt- und Landgestüt Marbach besucht, und langsam entwickele ich einen Begriff von der ganz eigenen Welt, die sich hinter diesem Begriff verbirgt.

Am letzten Samstag habe ich mich über den Gestütshof Güterstein bereits dem Thema angenähert (» Fohlenaufzucht bei den Profis). Heute


  • bin ich über einen Teil des Geländes in Marbach gelaufen,
  • habe mir von der Sekretärin des Gestütsleiters Material geben lassen,
  • ein Gespräch mit dem stellvertretenden Gestütsleiter, Landwirtschaftsdirektor Dr. Thomas Raue, geführt,
  • einen Blick in einige Ställe getan,
  • das Gestütsmuseum in der Klosterkirche auf dem Gelände des Gestütshofs Offenhausen besucht und
  • auf dem Gelände des Fohlenhofs Hau Junghengste fotografiert.

Nachdem ich das Material gesichtet habe, erkenne ich, daß ich noch so gut wie nichts weiß. Nein, das stimmt nicht: Ich weiß schon ziemlich viel über Marbach – es gibt aber noch sehr viel mehr, was ich gerne wissen möchte. Aber bereits jetzt fällt es mir schwer, eine geeignete Auswahl zu treffen, um Ihnen, liebe Leserinnen, lieber Leser, einen informativen, unterhaltsamen und verdaulichen Artikel zu liefern. Vermutlich werde ich den Stoff auf mehrere Artikel verteilen müssen. Denn die Einsichten, die ich bisher gewonnen habe, finde ich so aufregend und interessant, daß ich Ihnen gerne davon berichten möchte.

Als Aufmacher-Foto auf der Hauptseite habe ich die…

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