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Magazin » Ausgabe 451
vom 18.11.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Karl May als Menschenbildner

Die ethischen Werte des Zuchthäuslers


In der letzten Woche habe ich ausgiebig aus dem Roman » Am Rio de la Plata von Wikipedia-Link» Karl May zitiert, den ich in meiner Jugend gelesen hatte, und zwar die Stelle, die mir vor allen anderen im Gedächtnis geblieben war. Die armen Teesammler erscheinen mit armseligen Pferden, die stumpf, verwahrlost und verletzt sind und von ihren Besitzern übel behandelt werden. Diese haben aber für die Mißhandlung dieser armen Kreaturen nicht das geringste Verständnis, obwohl sie durchaus feine Menschen zu sein scheinen.

Demgegenüber hat Karl May bzw. der Held des Romans eine ganz andere Auffassung von Pferden und entsprechend einen ganz anderen Anspruch. Das ihm angebotene Pferd lehnt er deshalb scharf ab und verschafft sich umgehend ein angemesseneres, mit dem er auch ganz anders umzugehen gedenkt.

Das war es, was mich als Jugendlichen beeindruckt und geprägt hat. May hat Mitgefühl mit den Pferden, die so schlecht behandelt werden. Das ist für ihn nicht in Ordnung. Er kreidet es den Landsleuten an, daß sie gar nicht wissen, was Pferde sind und wie man mit ihnen umgehen muß. Mehr noch, dieser Anspruch bezieht sich eigentlich auf die gesamte Schöpfung.

Diese "humanitäre" Haltung hat mit Sicherheit genausoviel Auswirkungen auf unser Befinden und Denken wie seine Darstellung der Indianerproblematik; bekanntlich verdanken wir unser Indianerbild weitgehend Karl May. Deshalb hatte ich erwartet, daß inzwischen sein Werk in Bezug auf diese Frage abgeklopft worden ist, aber das scheint nicht der Fall zu sein.

May präsentiert sich in…

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Magazin » Ausgabe 450
vom 11.11.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Am Rio de la Plata

Bei den Bolamännern


Zwar wollte ich über Karl May schreiben – aber doch nicht so viel! Zwar war mir bewußt, wie stark Karl May mich beeinflußt hat – aber das gedachte ich doch viel kürzer abzuhandeln! In jeder Ausgabe verspreche ich, die Serie in der nächsten Ausgaben zu beenden, stattdessen wuchert es immer mehr aus.

Natürlich habe ich dazu auch viel recherchiert, aber irgendwann sollte es doch genug sein. Ich wollte nur noch die vorhandenen Materialien aufarbeiten. Stattdessen entdecke ich immer wieder Neues und Interessantes, das keineswegs ausgelassen werden darf. Ich bin gespannt, wohin mich diese Reise noch führen wird!

In dieser Woche wollte ich eigentlich wieder einmal Schluß machen, und stattdessen habe ich mich entschlossen, Ihnen einen Teil von Karl May im Original zu präsentieren. Die hier wiedergegebenen Szenen sind mir seit damals, als ich vielleicht 13 oder 14 Jahre alt war, nie wieder aus dem Kopf gegangen. Sie stammen aus dem Roman "Am Rio de la Plata", von dem ich ansonsten nur noch wenig behalten habe.

Glücklicherweise kann man diesen Roman, der in Wikipedia-Link» Uruguay spielt, im Internet finden, nämlich beim » Gutenberg-Projekt. Etwa 50 Texte von » Karl May werden dort angeboten, und eben auch dieser Band: » Am Rio de la Plata. In zweiten Kapitel habe ich die entsprechenden Szenen gefunden: » Bei den Bolamännern. Auf eine Interpretation will ich in dieser Ausgabe verzichten, weil mir die Lektüre so viel Spaß gemacht hat, daß ich Ihnen die Freude daran nicht verderben möchte. Also wünsche ich auch Ihnen viel Spaß!

Die Fotos zu dieser Ausgabe sind dem…

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Magazin » Ausgabe 449
vom 04.11.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Glück und Unglück

Von schwerer Kindheit und kontroversen Diagnosen


Karl May, der ehemalige Sträfling, Sohn armer Weber mit entsetzlicher Kindheit, der sich mit Abenteuerromanen ins Herz seiner Leser geschrieben hat, wird immer berühmter. Nun ist er fast 100 Jahre tot und Tausende von Menschen beschäftigen sich intensiv mit ihm, seiner Geschichte, seinen Ideen und seinen Idealen, mehr denn je, und ein Ende ist nicht abzusehen.

Als ich diese Serie begann, konnte ich mir nicht vorstellen, so viel über Karl May zu schreiben, mich so viel mit ihm zu beschäftigen. Tatsächlich aber geht es mir wie seinen Lesern, Fans und Forschern: Je mehr ich mich mit ihm beschäftige, desto interessanter und faszinierender wird er. Nun ist es im Zeitalter des Internet sehr einfach, an bedeutendes Material über ihn heranzukommen. Sowohl die » Karl-May-Gesellschaft e.V. als auch die » Karl-May-Stiftung bieten eine solche Fülle an Einsichten, daß ich kapitulieren muß. So viel Zeit kann ich gar nicht investieren, so viel Material kann ich auch gar nicht für Sie verarbeiten.

Meine Leser, Sie also, sind ja doch vermutlich in erster Linie Pferdefreunde und nicht Karl-May-Anhänger. Daß Karl May von Pferden eigentlich nichts verstanden hat, hat uns Barbara Siebert mit ihrer Arbeit » Pferde, Reiten und die Reitkunst im Werk von Karl May unschwer nachweisen können. Freilich geht es möglicherweise um mehrere Arten von Wahrheit und Einsicht. Jeder kann ja nur so weit blicken, wie seine Anlagen und seine Erfahrungen ihm erlauben. Was weiß beispielsweise ein Dressurreiter über die Art, wie die Steppenvölker reiten, was…

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Magazin » Ausgabe 446
vom 14.10.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Superman-Phantasien

(Über-)Lebenshilfe für Jedermann


Nun gut, Karl May war also ein Aufschneider und hatte insbesondere von Pferden nicht die blasseste Ahnung. Wie konnte er damit durchkommen? Und wieso fasziniert er bis heute unverändert ein Millionenpublikum, und zwar nicht nur jugendliche Träumer, sondern gebildete, erwachsene Menschen – oder vielleicht genauer: Männer? Wie Wikipedia-Link» Silkirtis Nichols oder » Carl-Heinz Dömken, dessen Buch booklooker-Link» Ich duze alle Pferde der Anlaß zu dieser Serie war.

Dabei sind seine Übertreibungen schon wirklich stark; selbst wenn man nicht reiten kann, muß man sich doch fragen, ob die folgende Beschreibung treffend sein kann:

Er [Winnetou] kam gleich einem Halbgotte dahergesaust. Stolz und aufrecht, wie angewachsen, saß er auf dem fliegenden Rappen, den beschlagenen Kolben der Silberbüchse auf das Knie gestemmt.

Karl May: Gesammelte Reiseerzählungen Bd. XX: Satan und Ischariot I. Freiburg 1897, S. 254f.; Reprint Bamberg 1983, nach: » Barbara Siebert: »Ich saß so ruhig im Sattel wie auf einem Stuhl«

Vermutlich stellt sich der Leser diese Frage gar nicht. Er läßt sich berauschen und träumt. Der Mechanismus, der letzten Endes zur Wikipedia-Link» Hochstapelei führt, ist nämlich leicht zu durchschauen. Wenn es einem richtig dreckig geht und man absolut machtlos ist, was kann man da tun? Man pflegt sein beschädigtes Ego und träumt. Man träumt sich groß und unversehrt, strahlend und unbesiegbar, und heilt damit erfolgreich seine schrecklichen Wunden – wenigstens vorübergehend. Der Großschriftsteller Wikipedia-Link» Arno Schmidt, der sich durchaus sein Leben lang verkannt fühlen durfte, pflegte das "Längere Gedankenspiel" ausdrücklich und erklärte es für die bessere…

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Magazin » Ausgabe 445
vom 07.10.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Hochstapler unter sich

(Chief) Buffalo Child Long Lance – wer?


Der Indianer Wikipedia-Link» Silkirtis Nichols alias » Buffalo Child Long Lance, den ich am Ende der EquiVoX-Link» Ausgabe 441 mit den Worten von Carl-Heinz Dömken aus seinem Buch booklooker-Link» Ich duze alle Pferde als "Pferdeflüsterer" vorgestellt habe, ist heute mit über achtzig Jahren noch rüstig und aktiv (» Indianertänze im Einkaufszentrum, noch Ende September in Breslau und Lodz unterwegs: » Termine 2007) und war, neben Carl-Heinz Dömken, mit genau achtzig Jahren im Jahr 2003 einer der prominentesten Ehrengäste zur Feier » 90 Jahre Karl-May-Verlag.

Ein Highlight war sicherlich gegen Ende des Programmteils die Aufführung von „Nicki“ Silkirtis Nichols (Indianername: Buffalo Child Long Lance), der sieben Jahre lang Leiter des Bamberger Karl-May-Museums war. Der „Karl-May-Botschafter“ begeisterte in seiner Vorführung indianischer Tänze (teilweise mit Begleiterin Susan Dreaming Star) durch seine ungebrochene Vitalität (er ist vor kurzem 80 Jahre alt geworden!) und das Vermitteln indianischer Bräuche aus ’erster Hand’: „Dank Karl May haben die Deutschen mehr Sympathie für meine Kultur als die Menschen in meiner Heimat. Ich wünschte, es gäbe auch einen Karl May in Amerika.

» 90 Jahre Karl-May-Verlag

Selbstverständlich ist Buffalo Child Long Lance auch mit » Pierre Brice befreundet, der seinerseits ein Phänomen in der deutschen Kulturgeschichte darstellt:

Von 1962 bis 1968 spielte Brice in insgesamt elf Karl-May-Filmen, sieben davon an der Seite des


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Magazin » Ausgabe 444
vom 30.09.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Karl May als Pferdeflüsterer

Superman-Phantasien im Sattel


Konnte Wikipedia-Link» Karl May überhaupt reiten, fragte ich am Ende der Ausgabe 441, oder sind seine Ausführungen zu diesem Thema ebenso der Phantasie entsprungen wie der Rest seines Werkes? Die Reitkünste seiner Helden müssen ja mindestens so gut, nein: besser, viel besser! gewesen sein wie die von Fred Rai, der den Bösewicht in seinen Karl-May-Festspielen darstellt. Am bekanntesten sind seine Superhelden Wikipedia-Link» Old Shatterhand und Wikipedia-Link» Kara Ben Nemsi, von denen er ja zumindest zeitweise behauptet hatte, daß sie lediglich Decknamen seiner selbst seien, alle geschilderten Abenteuer entsprächen der Wahrheit und seien selbst erlebt.

Gerade in Bezug auf die Reitkünste ließe sich doch leicht überprüfen, ob es sich hier um die Wahrheit oder um Phantastereien handelt. Hatte dennoch niemand entsprechende Untersuchungen angestellt? Meine diesbezügliche Anfrage an die » Karl-May-Gesellschaft e.V. erbrachte immerhin einen Hinweis. Im » Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 2003 war der Auszug einer Magisterarbeit veröffentlicht worden, deren Titel "Pferde, Reiten und die Reitkunst im Werk von Karl May" Aufklärung erhoffen ließ.

Ich konnte die Autorin Barbara Siebert ausfindig machen, aber sie war leider nicht bereit, ihre Originalarbeit zur Verfügung zu stellen; am liebsten hätte sie sie umgearbeitet, fand dazu aber keine Zeit. Deshalb beziehe ich mich in diesem Artikel auf den im Jahrbuch veröffentlichten Auszug, der in Bezug auf unsere Fragestellung allerdings schon die vollständige Aufklärung leistet. Vorab eines der zur Beweisführung angeführten Originalzitate aus Karl Mays Werken (alle…

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Magazin » Ausgabe 441
vom 09.09.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Die Sehnsucht nach Pferden

Karl May und die Wundertiere


Carl-Heinz Dömken, der die Pferde duzt, ist in der letzten Woche als glühender Araber-Verehrer und Karl May-Fan vorgestellt worden. Dieser hat ihn mit dem Pferde-Virus angesteckt. Damit ist Dömken sicher nicht allein – wer hat sich nicht von den Pferden Karl Mays begeistern lassen? Wer hat Wikipedia-Link» Karl May (1842-1912) nicht gelesen? Wer kennt keinen der Filme, keines der Hörspiele nach Karl May, wer hat noch nie von den Karl-May-Festspielen gehört, die allenthalben aufgeführt werden?

Und es werden immer mehr, selbst ein ausgesprochener Pferdefreund und Pferdekenner wie » Fred Rai begeistert seit 2005 das süddeutsche Publikum mit » Karl-May-Festspielen (heute, am 9. September 2007, die letzte Aufführung dieser Saison). Für Fred Rai als Verfechter der gebißlosen Reitweise und Vegetarier ist es gewissermaßen tragisch, daß er persönlich den Bösewicht markieren muß, aber aufgrund seines Typs kommt eine andere Rolle einfach nicht in Frage. Dafür begeistert ihn die humanitäre Haltung Karl Mays:

Die Philosophie

Es war das große Herzensanliegen des Poeten Karl May, die Menschen mit seinen Werken auf dem Pfad der Kunst hinzuführen zum wahren Menschsein.

Legendäre Helden, wie Winnetou und Old Firehand, Symbole für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung, sollen den Leser zum Nachdenken animieren und ihm die Wichtigkeit der Hilfsbereitschaft und der Nächstenliebe zeigen.

Gerade in unserem hektischen Atomzeitalter ist dieser Wunsch des deutschen Märchenerzählers – wie Karl May sich selbst stets bezeichnete – von größerer Bedeutung als jemals zuvor. Zu gewaltig sind die heutigen Vernichtungsmöglichkeiten geworden, vor denen man sich nicht schützen kann. Nur mit dem Nächsten als Bruder gibt es eine Zukunft.

Die Süddeutschen Karl May-Festspiele haben es sich zur Aufgabe gemacht, in ihren Inszenierungen genau diese Anliegen von Karl May dem Publikum näher zu bringen. Die eindrucksvolle Mischung aus Spannung, Humor und temporeicher Action entführt den Zuschauer in eine exotische Welt der Phantasie – hin zu den Ursehnsüchten der Menschheit.

Es sind aber auch die indianischen Friedensbotschaften – die spirituellen Weisheiten der Schamanen – die unsere Seele beflügeln. Lassen wir gerade jetzt im Zivilisationszeitalter, mit all seinen gefährlichen Irrwegen, unseren Geist an den Weisheiten der Indianer wachsen – getreu den Worten eines großen Häuptlings:

Behandle alle Menschen, als wären sie Deine Brüder und Schwestern.

» Die Philosophie


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Magazin » Ausgabe 440
vom 02.09.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Mit Pferden auf Du und Du

Über die Seelenverwandtschaft


Seit langem liegt ein älteres Buch in meiner Schublade: booklooker-Link» Dömken, Carl-Heinz: Ich duze alle Pferde. Ein Pferdebuch.. Es ist knapp 25 Jahre alt und natürlich längst vergriffen, wird aber immer noch zu anständigen Preisen gehandelt. Wenn ich die Schublade aufzog, schaute es mich an. Ich weiß nicht mehr, aus welchem Grunde ich es antiquarisch erworben habe. Aber jetzt nehme ich es mir einfach vor und schaue, wo es mich hinführt.

Der Autor ist leidenschaftlicher Züchter des arabischen Pferdes und engagierter Karl May-Fan. Im Klappentext beklagt er, daß trotz jahrtausendelanger Zusammenarbeit zwischen Mensch und Pferd noch vieles im Dunkeln läge: "sein genauer Weg zu uns und seine Seele".

Das Pferd ist bei vielen – auch bei denen, die täglich mit ihm zu tun hatten oder haben – ein "unbekanntes Wesen" geblieben.

Als Herdentier, dem das Unterordnen im Blut liegt, gab es dem herrischen Wesen Mensch nie große Probleme auf: es fügt sich. Warum sollte man also fügame Geschöpfe ergründen? Es genügte, wenn sie dienten.

a.a.O.

Diese Frage beschäftigt mich ebenfalls: Warum dienen uns die Pferde? Die Erklärung von » Carl-Heinz Dömken kann mich nicht befriedigen. Es gibt genug Herdentiere, denen das Unterordnen im Blut liegt, die sich aber dennoch nicht domestizieren lassen, etwa die nächsten Verwandten, die Wikipedia-Link» Przewalski-Pferde. In dieser Hinsicht können wir also von Dömken keine Aufklärung erwarten. Dennoch erweist sich "Ich duze alle Pferde" als hochinteressante Lektüre. Es ist kein systematisches Buch, sondern…

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Magazin » Ausgabe 426
vom 27.05.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Sammeln, bewahren, präsentieren

Die Aufgaben eines Museums zum Thema Pferd


Wikipedia-Link» Verden ist mit etwa 27.000 Einwohnern noch heute eine recht kleine Stadt. Wie brachte es Verden zum » Deutschen Pferdemuseum?

Es kommt schon einmal vor, daß ein Ortsunkundiger den Namen der norddeutschen Kreisstadt mit „PF“ statt mit „V“ schreibt. So eng ist die Verbindung Verdens zum Pferd nun doch nicht.
» Historisches Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports Verden (Aller)

Bis in die frühe Eisenzeit lassen sich im Weichbild der Stadt Spuren menschlicher Siedlung nachweisen. Ferdi in Saxonia, unter dieser Bezeichnung wird Verden in einer Urkunde Karls des Großen zum erstenmal in etwa heutiger Namensform erwähnt. Der Name weist auf Furt oder Fähre hin.
Wikipedia-Link» Verden

Am Giebel eines alten Verdener Bürgerhauses befand sich bis Anfang der siebziger Jahre eine Gedenkplatte mit dem Spruch "Gaudemus equis". Seine Bedeutung: Freude am Pferd. 1815 wurde die Gedenkplatte mit dem für Verden noch heute bedeutenden Leitspruch hergestellt. Schon viel früher wurde dem Sinn des Spruches von den Verdener Pferdezüchtern und den in Verden stationierten Reiterregimenten Rechnung getragen. Verden ist seit 1648 Garnisionstadt, in der überwiegend stolze Reiterregimente stationiert waren. Die Gedenkplatte befindet sich heute im Deutschen Pferdemuseum.

Seit 1735, als das Landgestüt Celle gegründet wurde, kann aus den Gestütsbüchern die hohe Qualität des Pferdezuchtgebietes Verden nachgewiesen werden. In alten Büchern wird das


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Magazin » Ausgabe 425
vom 20.05.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Deutsches Pferdemuseum

Ein Ritt durch die Geschichte des Pferdes


"Halten Sie sich fest... Wir laden Sie ein zu einem Ritt durch die Geschichte des Pferdes" – so lautet der Slogan des » Deutschen Pferdemuseums mit Sitz in Verden. Ich weiß nicht mehr, wann ich zum erstenmal von diesem Museum gehört habe, aber es ist Jahre her. Und erst vor einigen Jahren wurde ein zweites Pferdemuseum in Münster gegründet, das » Hippomaxx. Weder von dem einen noch von dem anderen hatte ich einen Begriff. Worum geht es bei diesen Museen?

Also machte ich mich zunächst auf nach Wikipedia-Link» Verden. Verden wo? Nun, Verden ist ein ganz großer Ort im Pferdeland, fast so groß wie Aachen. Schon zwischen den Kriegen, als die Bewegung der deutschen Reit- und Fahrvereine gegründet wurde, kam Verden gleich hinter Berlin und Aachen. Verden wird als Reiterstadt bezeichnet – hier finden Pferdeauktionen, Turniere, Pferderennen und Ausstellungen statt, hier sitzt der mächtigste Verband der deutschen Warmblutzüchter, der » Verband hannoverscher Warmblutzüchter e. V..

Und hier, in dieser Reiterstadt, befindet sich das Deutsche Pferdemuseum, dessen Name schon signalisiert, daß dieses Museum das zentrale Museum zu diesem Thema in unserem Land ist. Das Hippomaxx nennt sich denn auch "Westfälisches Pferdemuseum" und hat einen ganz anderen Auftrag, der sich schon aus dem Namen ergibt, wie mir Gisela Fühle, Museumsleiterin seit 1989, erläuterte. Aus der räumlichen Nähe schloß ich eine inhaltliche Nähe zu den Hannoveranern und zu der Region. Das war grundfalsch. Das Pferdemuseum ist dem Thema "Pferd" verpflichtet und sonst nichts und…

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 425 vom 20.05.2012
Hauptartikel  Deutsches PferdemuseumPferdemesse  Messe: DiacontEditorial  Editorial: Glück und ZufriedenheitRezension  Rezension: Das große Cadmos Lexikon…Tip  Tip: Fohlenkrankheiten XXII
Poster  Poster: Westfalenhallen DO '07Pferdemesse  Messe: OlewoLeserbriefe  LeserbriefeAngebot_der_Woche  Angebot der WochePferdemesse  Messe: Platz-Max
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