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Magazin » Ausgabe 439
vom 26.08.2007 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

7. PferdeStark 2007

Gutes Wetter und voller Erfolg


1995 wurde die » PferdeStark von der » IGZ Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. und dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold, das sich jetzt » LWL-Freilichtmuseum Detmold nennt, weil der » Landschaftsverband Westfalen-Lippe der Träger des Museums ist, ins Leben gerufen. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung zum siebten Mal statt. Man hat sich inzwischen daran gewöhnt, daß die Leute in Massen zu dieser Schau strömen. Die Verkehrsleitung ist professionell und gelassen; wenn die Parkplätze voll sind, werden eben die Straßenränder zugeparkt. Wer sich auskennt, umfährt die Detmolder Innenstadt, weil durch den starken Andrang der Verkehr sehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im Schnitt besuchen 16.000 Menschen die PferdeStark, die traditionell an einem Samstag und Sonntag Ende August stattfindet. Das Programm spiegelt die doppelte Trägerschaft wider: Die IGZ stellt die Verwendung der Zugpferde heraus, wie es ihrem Auftrag entspricht, und ist für die Wettbewerbe verantwortlich: Pflügen, Holzrücken, Zugleistung, Schaupflügen, Fahrwettbewerbe einspännig, zweispännig und vierspännig.

Der Rest geht wohl eher auf das Konto LWL und hat starken Showcharakter. Da geht es in der Regel nicht um das Ziehen, sondern um das Reiten, und auf welcher Art von Pferden geritten wird, ist auch nicht so wichtig. Hauptsache Show. Während sich die Veranstaltungen der IGZ eher an die Insider und Fachleute wendet, scheint man sich ansonsten eher an ein allgemeines Publikum zu wenden, das von Pferden und speziell Zugpferden wenig bis gar keine Ahnung hat. Der LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch formuliert im…

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Magazin » Ausgabe 382
vom 23.07.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Ein gutes Zuchtpferd

Wie man sich seinen Tinker vorstellt


Für "Seinen" Menschen, geht ein Tinker durchs Feuer, für jemanden der sich nur dafür hält, geht er nicht einen halben Meter weit.
» IRISH TINKER – RASSESTANDARD

Mit den Wikipedia-Link» Tinkern ist es merkwürdig. In Deutschland versteht man darunter gescheckte Kaltblüter mit viel Behang, und in den anderen Ländern dieser Welt soll man angeblichen mit diesem Begriff "Tinker" nichts anfangen können.

Glaubt man Rassebeschreibungen im deutschen Internet, so sind sie in Irland auch unter dem Namen Backys bekannt, worüber sich die Schweizer Züchterin Caroline Neuenschwander, die seit vielen Jahren in Irland Tinkern züchtet, allerdings sehr wundert, hat sie diesen Begriff doch noch nie gehört. Vermutlich hat irgend jemand diese Weisheit einmal von sich gegeben und alle anderen schreiben davon ab.

In Amerika ist dieser Name ebenfalls unbekannt; statt dessen vermarktet man diese Pferde unter dem Begriff "Gypsy", also Zigeuner, und auch das findet man im Internet allenthalben bestätigt: Die Tinker sind zwar unzweifelhaft die Pferde der irischen Traveller, also der fahrenden Leute, die aber angeblich unter anderem auch Zigeuner sein sollen. Die deutsche Wikipedia weist jedoch ebenso wie die amerikanische ausdrücklich darauf hin, daß es sich bei dieser Menschengruppe um ein Volk handelt, welches sich selbst Wikipedia-Link» Pavee nennt und nichts mit den Zigeunern zu tun hat. Desto absurder, daß deren Pferde ausgerechnet nach einer anderen Volksgruppen benannt werden sollen.

Der korrekte Name Pavee findet…

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Magazin » Ausgabe 381
vom 16.07.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Pavees, Tinker, Zigeuner

Besondere Menschen, besondere Pferde, besondere Probleme


In der letzten Woche habe ich eine Parallelen zwischen den Tinkern und den Appaloosas gezogen und mich gefragt, wie sich die Beziehung zwischen den ursprünglichen Züchtern der Rasse, den irischen Tinker, Pavee oder Travellers, und deren Pferden, die auch unter den Namen Irish Cobs, Gypsy Vanners und anderen gehandelt werden, in Zukunft gestalten wird, und welche Rolle die Pferde dabei spielen werden. Mehrere Möglichkeiten schienen mir denkbar. So weit ich sehen kann, kommen die Pferde in der öffentlichen Diskussion aber überhaupt nicht vor.

Möglicherweise täuscht dieses Bild jedoch. Es gibt eine ganze Reihe von Verbänden und Aktionsgruppen, die sich um diese Menschen kümmern, und diese nutzen das Internet ziemlich intensiv (» Pavee Point Home Page, » Irish Traveller Movement (ITM)?, » Traveller Visibility Group), aber vielleicht sind das gerade nicht diejenigen, die sich um die Pferde kümmern, und jene treiben sich wiederum nicht im Internet herum. Vielleicht ist also das Bild, das das Internet in dieser Hinsicht entwirft, verfälscht. Caroline Neuenschwander vom » Gestüt Cillbarra hat jedenfalls persönlichen Kontakt zu diesen Leuten und sollte es besser wissen. Was kann sie uns erzählen?

Die neugierde der travellers bezueglich pferde zeigte sich mir oft schon deutlich bei vielen fahrten mit haenger und piebalds drin, die durch die heckklappe zu sehen sind: oftmals werde ich auf der strecke von einem van der travellers mit hupen und lichtsignal ueberholt und ausgebremst. Beim ersten mal fiel mir dabei fast das herz in die hose, weil ich natuerlich dachte, ich verliere ein rad oder oel oder womoeglich ein pferd.....

Weit gefehlt: sie wollten nur mal schnell schauen, was ich im haenger habe!!! Eventuell zu vekaufen???? Ein schwaetzchen und news ausgetauscht und weiter – man sieht sich ja nachher an der fair oder die tage.....


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Magazin » Ausgabe 380
vom 09.07.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Marketing auf Kosten der Zigeuner

Von Pferden, Geschäften und Regulierungen


Haben Sie sich einmal mit Pferdezucht beschäftigt? Ich meine damit nicht die Tatsache, daß Pferde sich fortpflanzen – das liegt ja auf der Hand. Alles Leben auf diesem Planeten pflanzt sich fort. In Regelfall braucht man dazu ja kein Zuchtprogramm – die Vermehrung geschieht ohne jede Regulierung durch menschliche Autoritäten – nicht einmal bei uns selbst.

Oder haben Sie schon einmal von einem Zuchtprogramm für Menschen gehört? Wäre doch interessant, oder? Wer würde die Regeln aufstellen? Wären Sie persönlich eintragungsfähig? Kämen Sie ins Hauptbuch oder ins Vorbuch? Oder würden Sie zum Ausschuß gehören, der ins Schlachthaus wandert? Dürften Sie sich fortpflanzen? Wenn ja, mit wem? Und wie oft? Und zu welchen Konditionen? Wie teuer würden Sie gehandelt?

Wie würde man Ihren persönlichen Wert feststellen? Anhand Ihrer Haarfarbe oder Ihrer Haarlänge? Oder wäre die Form Ihrer Nase wichtig? Oder Ihre Leistungen im Stabhochsprung? Würde man Sie mehr schätzen, wenn Sie mehrere Sprachen beherrschten oder müßten Sie in den Naturwissenschaften beschlagen sein? Würde man überprüfen, wie gut sich Ihre Nachkommen vermarkten lassen? Würden diese Ergebnisse in Ihre persönliche Wertschätzung mit einfließen?

Eines wäre klar: Sie wären eine Sache und Eigentum Ihres Züchters. Zuchtprogramm für Menschen? Unmöglich, sagen Sie? So unmöglich ist das gar nicht. Der Wikipedia-Link» Ariernachweis kann mit dem Pedigree durchaus verglichen werden. Freilich konnte man die Arier nicht handeln, aber dafür hat man die anderen…

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Magazin » Ausgabe 379
vom 02.07.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Gypsy Horses, Tinker oder was?

Von eigenartigen Menschen und ihren Pferden


Caroline Neuenschwander züchtet Pferde in Irland. Wie jeder Züchter legt sie Wert darauf, daß "Zucht" eine Verbesserung der Rasse zum Ziel haben muß und nicht lediglich Vermehrung bedeuten darf. Sie wollte ihren "Traum vom Züchten" unbedingt verwirklichen – aber aus dem PDF-Datei» Pegasus Artikel 3/2005 ging hervor, daß sie einen Clydesdale-Hengst besitzt, der mit Tinker-Stuten gepaart wird, und ihre Shire-Stuten werden von einem Tinker-Hengst gedeckt.

Deshalb meine provozierende Frage, ob sie nicht einfach nur Mixe züchte, und ob diese auch irgendwo eingetragen werden. Dieser Frage ist sie ein wenig ausgewichen, wie Sie vielleicht in der letzten Ausgabe bemerkt haben. Und das zu Recht, weil die Antwort vermutlich doch etwas zu lang und zu kompliziert ausgefallen wäre.

Es fängt schon damit an, daß die Pferderassen, wie wir sie heute kennen, bis auf wenige Ausnahmen ausgesprochene Mixe sind. Im Laufe der Jahrhunderte sind nämlich alle möglichen Rassen mehr oder weniger planvoll durcheinandergewürfelt worden; und diese gezielte Einbringung fremden Genmaterials gehört heute zum Standardrepertoire der systematisch betriebenen Pferdezucht. Meistens nennt man die Vermischung unterschiedlicher Rassen "Veredelung".

Die Kreuzung von Individuen verschiedener Rassen ist also nicht per se ein Kennzeichen für unkontrollierten Vermehrung, sondern könnte im Gegenteil als Merkmal planvollen züchterischen Vorgehens gewertet werden, wenn nämlich die züchterischen Vision eine solche Anpaarung sinnvoll erscheinen läßt und nicht die sich…

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Magazin » Ausgabe 378
vom 25.06.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

so oder so mit pferden arbeiten

... hat sich durch die umstaende ergeben


Die Schweizerin Caroline Neuenschwander, die ich in der letzten Woche vorgestellt habe, ist mehr oder weniger zufällig in die Show- und Fashionszene hineingeraten. Sie empfand diese Zeit als sehr interessant, meint aber, daß die Aufgaben dort eher von jungen Leuten wahrgenommen werden sollten. Deshalb stellte sich ihr irgendwann die Frage, wann sie ihr Leben auf andere Füße stellen wollte.

Nun betreibt sie seit sieben Jahren Pferdezucht in Irland. Ihr » Gestüt Cillbarra hat inzwischen international einen guten Ruf. Sie hat Kunden in den USA, in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, und natürlich in Irland selbst.

Auch an die Pferdezucht ist sie eigentlich eher zufällig geraten. Natürlich reitet sie seit frühester Jugend und es war auch keine Frage, daß sie züchten wollte, aber das sollte ursprünglich doch nur Hobby sein. Zusammen mit ihrem damaligen Mann wollte sie ein Hotel aufmachen. Aber dann kam alles ganz anders. Wie das Leben so spielt. Meistens ist es ja kein Zuckerschlecken, eher das Gegenteil. Die Wucht der Schicksalsschläge, mit der diese Frau zu kämpfen hatte, ist aber doch ziemlich ungewöhnlich. Wie bin ich auf diese interessante Person gestoßen?

Caroline Neuenschwander ist ist ein Name, der auffällt, besonders, wenn sich dahinter eine Züchterin irischer Pferde verbirgt. Der Name klingt so gar nicht irisch. Dahinter, so mutmaßte ich, muß sich doch eine ungewöhnliche Geschichte verbergen! Im letzten Jahr hatte ich schon versucht, über die Homepage » Gestüt Cillbarra etwas über diese Existenz und…

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Magazin » Ausgabe 377
vom 18.06.2006 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Caroline in Irland

Ein zweites Leben mit Pferden


Es war einmal eine erfolgreiche Schweizerin. Die war im Show- und Fashion-Business tätig. Wow! Und hatte immer irgendwelche Pferde im Schlepptau. Je größer desto besser. Also Shire. Was denn sonst? So ist das manchmal. Erinnern Sie sich noch an den schmächtigen Ingenieur, der unbedingt schwere Kaltblüter haben mußte, je schwerer desto besser? Und schließlich zwei gewaltige Bretonen-Hengste anschaffte? Auch so einer, der seine Leidenschaft lebt.

Die meisten von uns haben irgendwelche Leidenschaften und leben diese so gut es geht, aber meistens nur nebenher. Es bleibt ein Hobby, das finanziert werden muß. Unsere Schweizerin aber wollte züchten. Und als sie 40 war, machte sie ernst. Sie fing ein neues Leben an.

Davon träumen viele. Und die meisten schrecken davor zurück. Die Risiken sind einfach zu groß. Da bleibt man doch lieber beim Alten. Denn schon im Berufsleben ändert sich alles ständig und man muß sich anpassen und verändern und aufpassen, daß man nicht zum alten Eisen gehört. Was könnte da alles passieren, wenn man einen Neuanfang wagte?

Caroline Neuenschwander hat diesen Neuanfang im Jahre 1999 gewagt. Ihr wurde es zur eng in ihrem alten Leben, in der Wikipedia-Link» Schweiz, in Wikipedia-Link» England, in Wikipedia-Link» Deutschland, hochindustrialisierten Ländern, die ihrem Züchtertraum keinen Raum gaben. Pferde brauchen Platz, Wiesen ohne Ende – so sollte es jedenfalls sein.

Und in Wikipedia-Link» Irland ist Platz. Irland ist etwa 10% kleiner als die Schweiz, aber Irlands Fläche ist, anders als die der Schweiz, überwiegend nutzbar. Und es leben…

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Magazin » Ausgabe 303
vom 16.01.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Eberhard Holin

Ein Elend ohne Ende?

Das Kupieren bei Kaltblut-Pferden – Kupieren heute


Ähnlich wie in der Hunde-Szene (Dobermänner, Boxer etc.) finden sich auch heute immer noch unter den Liebhabern von Kaltblut-Rassen Befürworter des Kupierens. Diese sehen sich als die wahren Wächter des ursprünglichen Rasse-Typs.

Der Mensch definiert und kreiert ein Assemble von Kriterien und Eigenschaften und versucht unter massiver Gewaltanwendung dieses "Kunstwerk" durchzusetzen. Diese vermeintlichen "Tierfreunde" definieren sich als die eigentlichen Bewahrer eines alten Kulturgutes, das in die neue Zeit hinüber gerettet werden muss. Ethische Bedenken gegen ihr barbarisches Vorgehen werden skrupellos vom Tisch gewischt.

Hilfsweise ist auch immer noch die Rede davon, dass lange Schweife beim Holzrücken im Wald und beim Fahren Menschen und Tiere gefährden könnten.

In jeder Turnier-Saison gehen beim Großpferde-Vierspänner-Fahren in Deutschland und in den benachbarten Ländern zahlreiche Gespanne in die Prüfungen. Beim Marathon – manchmal auch beim Kegelfahren tragen vielleicht 20% der Pferde ihre Schweife hoch gebunden. In allen Ländern ziehen täglich Warmblut-Pferde ein- und mehrspännig kleinere und größere Kutschen.

Wann hat es jemals im Fahrerlager aus Sicherheitsgründen eine Diskussion über das Kupieren von Warmblütern gegeben?

Der eigentliche Grund
In Wirklichkeit geht es darum, dem potienziellen Käufer ein Pferd zu präsentieren, dessen mächtige muskulöse Spalt-Kruppe durch eine kupierte Schweifrübe noch stärker in Szene gesetzt wird.

Der Widerrist tritt wenig hervor, meist weniger als die breite, gespaltene, mächtig bemuskelte, etwas abschüssige Kruppe; der Rücken dazwischen ist gewöhnlich etwa eingebogen, und der unbedeutende, stets kurz abgeschlagene Schwanz tief angesetzt, `eingesteckt`, wodurch das ganze Tier von hinten noch breiter und mächtiger wirkt.
Brehms Tierleben, 3.Bd., Leipzig 1925, S.695


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Magazin » Ausgabe 302
vom 09.01.2005 (Bericht)

von Autorenhinweise Eberhard Holin

Ringreiten – Folklore mit Pferden

Ein kritischer Blick auf alte Gewohnheiten


Zur Geschichte
Wahrscheinlich fanden die ersten Ringreitereien schon im 13. Jahrhundert statt. Die Pferdeknechte erhielten pro Jahr einen freien Tag und ein Pferd von ihren Herrschaften zur Verfügung gestellt, damit sie sich am Ringreiten beteiligen konnten. Ein schriftlicher Hinweis für ein stattgefundenes Ringreiten bezieht sich auf das Jahr 1767, veranstaltet von der Bruderschaft von St. Joris auf dem Gelände der Abtei von Middelburg.

Der seeländische Verein für Ringreiter (» Zeeuwse Ringrijders Vereniging, ZRV) zählt zur Zeit rd. 850 Mitglieder. Er wurde 1950 gegründet, um das Ringreiten als "folkloristisches Kulturgut" zu sichern und eine traditionelle sportliche Betätigung für jüngere Männer und Frauen zu erhalten und zu öffnen. Die Mitglieder des Vereins wohnen in der Hauptsache in den Städten und Dörfern der Halbinsel Walcheren und einige auch in Süd-Beveland. Sie sind z. Zt. in 15 kleineren Vereinen organisiert.

Das Ring-Stechen zu Pferd
Der Reiter galoppiert auf einem ungesattelten Pferd und sticht mit seiner Lanze nach einem Ring, der über der Ringbahn hängt. Die Bahn ist 36 m lang und einen Meter breit. Die Begrenzung der Bahn besteht auf beiden Seiten aus einem Seil, das am oberen Ende an schräg in den Boden gesetzten etwa 100 cm langen weiß gestrichenen und farbig markierten Rundhölzern befestigt ist. Dahinter stehen zum Schutz der Zuschauer längere Absperrgitter.

Der Bahnbelag besteht aus knietiefem Sand, der sich im Verlauf der Durchgänge an…

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Thema  Kaltblüter


Magazin » Ausgabe 241
vom 09.11.2003 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Die PferdeStark 2003

Größer, schwerer, voller: der Erfolg wird fortgesetzt.



Ich will mich nicht mit Superlativen aufhalten: Es ist bekannt, daß die PferdeStark im » Freilichtmuseum Detmold eine phantastische Veranstaltung ist, die von Mal zu Mal besser wird. Alle zwei Jahre findet diese Veranstaltung statt, im Jahr 2003 am 30. und 31. August, nun schon zum fünften Mal.

Die Kaltblut-Freunde organisieren sich europaweit. Und Sie treffen sich europaweit, zum Beispiel in Detmold. Dort traf ich Pit Schlechter aus Luxemburg, der im September 2001 in der Pferdezeitung einen Artikel zum Thema Hippophagie veröffentlicht hatte (» Fleisch von getöteten Pferden).

Das war aber nicht mehr sein Thema. Er beschäftigt sich zur Zeit mit der Gründung einer europäischen Kaltblut-Vereinigung: Europäische Föderation für Zugpferde FECTU. Die Anfangsbuchstaben beziehen sich auf den französischen Namen: » Fédération Européenne du Cheval de Trait. Das Logo benutzt eine Spielwaage. Die Internetpräsenz zeigt im Moment nur die Absichtserklärung; Verbandsarbeit ist zäh.

Die Situation der Kaltblüter entwickelt sich aber ganz eindeutig in eine positive Richtung. Mehr und mehr Pferdefreunde interessieren sich für das Kaltblut und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit diesen freundlichen Pferden. Und da man mit seinen Tieren auch etwas machen muß, versucht man alle Möglichkeiten auszuloten, die Kaltblüter sinnvoll zu beschäftigen.

Selbstverständlich knüpft man an die früheren Einsatzgebiete an. Diese Pferde waren überwiegend in der Landwirtschaft eingesetzt und haben dort Maschinen gezogen. Die eigentliche Mechanisierung…

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 241 vom 20.05.2012
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