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Magazin » Ausgabe 153
vom 02.03.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Aus den Bergen kommen wir

Vielfalt der kaukasischen Rassen


Das Rasseportrait der vergangenen Woche hatte seinen Titel übernommen von einem Aufsatz von Leoni Schuschel. Darin schildert sie, dass sie das Fohlen Ilay um seiner selbst willen kaufte und die Rasse Kabardiner, der er laut Papieren zugehörte, ihr vollständig unbekannt war.

Sie machte sich dann schlau und wunderte sich, dass ihr Fohlen offenbar grösser werden wollte, als der Zuchtstandard dies zuliess. Wie konnte das sein? Genau dieser merkwürdige Umstand veranlasste die Besitzerin, sich genauer zu informieren.

Leoni Schuschel hatte Glück: der Züchter von Ilays Mutter stellte ihr ein Stutbuch zur Verfügung, in dem sie nach grossen Kabardiner Hengsten suchte. Der grösste hatte ein Stockmass von 1,69 m und stellte sich - welch ein Zufall - als Grossvater von Ilay heraus.

Ilay war gar kein Kabardiner, jedenfalls nicht, wie er im Buche steht. Neben reinrassigen Kabardinern gibt es nämlich noch Mischlinge, man hatte (wie fast überall) Vollblut hinein gezüchtet, und Ilay war demnach ein Anglo-Kabardiner, dessen Massen er eben auch entsprach. "Über die Größe der Pferde erfuhren wir, daß es bei einem Anglo-Kabardiner bzw. Anglo-Karatschaever sehr von Vorteil ist sehr groß zu sein. Ein Zuchtziel in Russland ist die Vergrößerung der Rasse."

Diese Abstammung war nicht erkennbar, weil die russischen Papiere den Vollblut-Anteil nicht vermerken und die deutschen Papiere sich auf die russischen Papiere…

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Magazin » Ausgabe 152
vom 23.02.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Hilfe, welche Rasse?

Die Pferde aus dem Kaukasus


In den letzten Wochen haben wir mehrere begeisterte Geschichten über die Kabardiner gebracht (Ich und Kabardiner, Pferdehaltung mit Hindernissen, Eine Herde wächst).

Tobias Knoll im Süden und Leoni Schuschel im Norden arbeiten seit Jahren mit sehr viel Engagement daran, diese Rasse bei uns bekannter zu machen.

Mit viel Erfolg: beide haben sehr ausführliche und gut gelungene Internetpräsenzen erstellt, die ständig weiterentwickelt werden (kabardiner.de, unsere-kabardiner.de). Viele der großen Pferdemagazine haben aufgrund dieser intensiven Öffentlichkeitsarbeit bereits ausführliche Berichte gebracht.

Der Beitrag vor zwei Wochen war von Sonja Schümann quasi im Namen von Leoni Schuschel geschrieben worden, und Sonja (deren Namen ich durch einen Hörfehler verballhornt habe) hat in ihrem Leserbrief angemerkt, daß es sich bei den Pferden eigentlich nicht um Kabardiner handelt, sondern um Karatschaever.

Oh je! Die Sache ist offenbar kompliziert! Und tatsächlich findet sich auf der Seite unsere-Kabardiner.de ein Aufsatz mit der Überschrift: Hilfe, zu welcher Rasse gehört mein…

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Magazin » Ausgabe 150
vom 09.02.2002 (Bericht)

von Autorenhinweise Sonja Schümann

Eine Herde wächst

Von der Freizeitreiterei zur Zucht


Aufgrund meiner freien Zeit habe ich mir erlaubt, eine Fortsetzung von Pferdehaltung mit Hindernissen... zu schreiben. Bis Februar 2001 basieren die Ereignisse auf den Schilderungen von Leoni und Cornelia, danach habe ich das meiste miterlebt.

Den Schreibstil wollte ich beibehalten, also ist dieser Bericht eher aus der Sicht von Leoni zu sehen, aber doch so, wie ich es erlebt habe.

Es ist bestimmt nicht vollständig, aber immerhin schon mal ein Anfang. Die genauen jährlichen Untersuchungen und Hufschmiedtermine habe ich außen vor gelassen, aber keine Sorge, sie erfolgten so, wie es sich gehört.

Der Sommer auf der großen Weide war für unsere Pferde sehr schön. Die Stuten bekamen jeden morgen ihre Antibabypillen und Ilay war neidisch auf diese Leckerlis. Aber er kam nicht zu kurz.

Es war sehr schön, mit anzusehen, wie frei sich meine Herde fühlte und wie sie sich entwickelten. Die Hierarchie war eindeutig, Epona unumstritten die Leitstute. Natürlich arbeiteten wir auch mit den Pferden.

Das Äpfelsammeln machte ich jeden Tag, dazu rollte ich eine große Tonne über die Wiese, die dann mit dem Auto transportiert und zuhause wieder ausgekippt wurde. Sehr mühselig.

Mein Mann hatte ein Einsehen und baute für die Tonne einen kleinen Handwagen, der die Sache etwas erleichterte. Einer zog den Wagen, der andere sammelte. Manchmal machte ich es aber auch alleine.

Leider durfte ich die Misttonnen nicht in meinem PKW transportieren, da ich diesen hauptsächlich geschäftlich…

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Magazin » Ausgabe 149
vom 02.02.2002 (Bericht)

von Autorenhinweise Leoni Schuschel

Pferdehaltung mit Hindernissen

So fing alles an


Pferde und Reiten, das war schon immer ein Kindheitstraum von mir.

Irgendwann habe ich mir dann gedacht, wenn du jetzt nicht endlich Reiten lernst, dann fängst du nie damit an.

Gesagt getan. Mir war zu dieser Zeit noch nicht bewußt, auf was ich mich da eigentlich einlassen würde. Ich informierte mich, so gut es ging, über die Reiterhöfe in unserer Gegend. Schließlich entschied ich mich dann für einen Westernreithof.

Soft und free, die sanfte Partnerschaft zwischen Reiter und Pferd, das war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich meldete mich also zur ersten Reitstunde an und war anfangs auch hellauf begeistert.

Die ersten Probleme traten auf, als ich für den Reitunterricht ständig das Schulpferd wechseln mußte. Für mich als Anfängerin war es sehr schwierig, mich gleichzeitig auf meine Reitkünste und dann noch auf die Macken eines mir unbekannten Pferdes zu konzentrieren.

Darauf angesprochen schlug mir meine Reitlehrerin vor, daß ich Nachmittags doch noch einmal vorbeikommen solle, damit sie mir Pferde zeigen könne, die zum Verkauf stünden. Also fuhr ich Nachmittags noch einmal hin.

Ich war schon sehr zeitig dort, so daß ich noch ein wenig alleine auf dem Hof herumlaufen konnte. Bei meinem Streifzug durchquerte ich auch die Sattelgasse. Da der Reitunterricht bald anfing, standen hier mehrere Pferde, die gerade geputzt oder aufgesattelt wurden.

Zwischen dem ganzen Durcheinander von Pferden und Reitern fiel mir ein kleines, wildes, schwarzes Fohlen auf. Es bemühte sich redlich, die Sattelpads und…

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Magazin » Ausgabe 147
vom 19.01.2002 (Bericht)

von Autorenhinweise Tobias Knoll

Ich und Kabardiner

Warum eigentlich?


Tja, so werde ich mittlerweile oft gefragt, und eigentlich ist das eine sehr gute Frage - wenn man bedenkt, dass ich im Februar 1997 niemals an derartiges gedacht hätte, aber so kommt es manchmal doch plötzlicher und ganz anders als man denkt ...

Also, ich bin 1972 geboren und habe mich schon ca. 1988 für meine heutige Frau Karin entschieden.

Karin ist, seit sie ungefähr 8 Jahre alt war und endlich schnell genug war, um für ein paar Stunden von zu Hause ausreißen zu können, immer auf Pferdehöfen gewesen, um dort auszumisten und vielleicht auch mal reiten zu dürfen – eines dieser netten Mädchen, von denen jeder Hofbesitzer heute träumt, die viel arbeiten und kaum was dafür kriegen.

Wir lernten uns dann in der 10. Klasse Gymnasium kennen, und fortan fuhr ich auch auf Pferdehöfe und lernte sowohl ausmisten, als auch "reiten" – will heißen, ich saß zum ersten Mal auf einem richtigen Pferd.

Dieses Pferd hieß Prinz, hatte mindestens 170cm Stockmaß, und es gibt sogar ein Foto von diesem ersten Reitversuch – ob ich das aber jemals veröffentliche, weiß ich noch nicht. Karin hatte dann sogar ihr erstes eigenes Pferd, eine 30-jährige Dülmenerstute names Nelli, die leider schon 2 Jahre später am Cushing-Syndrom starb.

Wir begannen beide mit dem Studium (ich Elektrotechnik, Karin nach der Chemielaborantenlehre dann Chemie) an der Uni Erlangen und Karin kam weniger zum Reiten.

Sie hatte zwar ein Pflegepferd, aber das Wahre war das nicht. Dann fanden wir einen Hof, auf dem Pferde verliehen wurden und wo auch ich mit…

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Magazin » Ausgabe 94
vom 13.01.2001 (Bericht)

von Autorenhinweise Kathrin und Eva Astl

"Unsere" Ponys!

Glück im Burgenland


Wir heißen Kathrin und Eva und sind fünfzehnjährige Zwillingsschwestern aus Österreich, genauer gesagt aus dem Burgenland. Wir haben uns schon ziemlich früh mit dem Pferdevirus infiziert, nämlich im zarten Alter von vier Jahren.

Da machten wir in einem Feriendorf Bekanntschaft mit zwei Shetlandponys. Dort durften die Eltern ihre Kinder auf den lammfrommen, aber auch sehr gefräßigen Ponys herumführen.

Wir suchten uns den Rappschecken Max und die Schimmelstute Sissy als "Reitpferde" aus und fühlten uns auf den dicken Pferdchen natürlich wie im siebten Himmel. Von da an lagen wir unseren Eltern ständig in den Ohren, uns "richtigen" Reitunterricht zu erlauben.

Natürlich wollten wir auch selbst ein Pony haben, und es gab da ein kleines graues Shettyfohlen, das wir fast bekommen hätten. Im letzten Augenblick lehnte der Besitzer dann doch noch ab, worüber wir im Nachhinein froh sind. Schließlich kannte sich damals noch niemand aus unserer Familie mit Pferden aus, wir auch nicht.

Die…

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