|
» Ausgabe 593
vom 08.08.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Esel, Lamas, Hunde und Schlusswort
Ein Plädoyer für die Wiederbelebung einer jahrtausendealten Tradition
Mit Eseln
Nur selten wird man genügend Esel mit geeigneten Reitern finden, um eine reine Eselquadrille zusammenstellen zu können. Also wird man gemischte Paare reiten lassen, wie es beim Ponyfest in Schönbach (Hessen) beim Publikum gut ankam.
Da liefen Pferde, Maultiere, Riesenesel und Zwergesel in wunderbarer Harmonie. Neben der lockeren Zügelführung ergänzte das liebevolle Herausbringen der Vierbeiner und die farbenfrohe, aber dennoch zum Gesamtbild passende Kleidung der Reiterinnen die gelungene Quadrille, und Publikum und Presse honorierten das mit großer Zustimmung.
Daß nach der Generalprobe ein Zwergesel wegen Lahmheit ausfiel und bei der Premiere ein riesiger irischer Wolfshund mitlief, als hätte er das einstudiert und als sollte das so sein, rief allgemeine Bewunderung hervor.
Bei dieser Quadrille war es von großem Vorteil, daß sich Esel, Mulis, Pferde und Hund bereits kannten, auch wenn sie sonst nicht direkt zusammenlebten. Denn leider gibt es Pferde, die vor Schreck über Anblick und Geruch eines Esels und vor allem seiner Stimme mit heftiger Panik reagieren.
Wenn Sie also von einem solch publikumswirksamen Schaubild träumen wie einer Quadrille mit Pferden und Eseln, müssen Sie äußerst behutsam vorgehen. Die erste Begegnung zwischen Esel und Pferd müssen Sie sorgfältig vorbereiten, und sie darf nicht zu einer Katastrophe geraten. Nicht der Esel ist es, der sich aufregt, sondern das Pferd.
Deshalb sollten Sie Ihr Pferd…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 592
vom 01.08.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Fahrschule und Quadrillen mit Handpferden
Übungen zur Fahrschule und zu Quadrillen, auch mit Führkindern
Übungen zur Fahrschule
Zum Üben auf einem rundum sorgfältig geschlossenen Reitplatz trägt das junge Pferd ein Stallhalfter mit Führzügel; so bleiben ihm beim ungestümen Vorwärtsdrängen schmerzhafte Rucke (durch das Gebiß) im Maul erspart.
Ein Helfer hält das junge Pferd am Führriemen fest, während Sie ihm den Longiergurt anlegen. Diesen anfangs bitte nur leicht anziehen, erst nach einigen Schritten zur Gewöhnung deutlich fester angurten.
Beim Selett (statt Longiergurt) bringt der Schweifriemen Probleme: Manches Jungpferd buckelt oder schlägt aus und will davonlaufen, um den Riemen loszuwerden. Wenn irgend möglich, lösen Sie den Führriemen, lassen das junge Pferd frei herumlaufen und sich buckelnd austoben. Sobald es merkt, daß der Schweifriemen ihm keine Schmerzen verursacht und daß es ihn trotz aller Anstrengung nicht los wird, findet es sich damit ab und Sie können weiter arbeiten.
Bevor nun die Fahrleine korrekt eingeschnallt wird, machen Sie Ihr Pferd damit vertraut: Während der Helfer ihm beruhigend zuredet, schnallen Sie eine Hälfte der Leine im Stallhalfter ein, gehen (abseits evtl. ausschlagender Pferdebeine) hinter das Pferd und streichen damit am Pferdekörper auf und ab. Sicher wird sich das junge Pferd anfangs ängstlich verspannen. Aber bald merkt es, daß ihm nichts Böses widerfährt, dass es gelobt und belohnt wird und duldet die Leine überall am Körper. Wiederholen Sie diese Übung auch an der anderen…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 591
vom 25.07.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Ungarische Post und Fahrschule
Fahren vom Sattel aus, Galoppieren im Stehen
Ungarische Post
Als Ungarische Post wird eine Schaunummer bezeichnet, bei der ein Reiter auf zwei galoppierenden Pferden steht. Das ist ein rasantes Schaubild, das die Zuschauer den Atem anhalten läßt.
Ungarische Post verlangt Geschick und Körperbeherrschung. Balance und schnelles Reaktionsvermögen gehören ebenso dazu wie eine gehörige Portion Mut.
Voraussetzung Pferde:
Erfahrene, gut ausgebildete Kutschpferde sind ideal, weil sie es bereits gelernt haben, auch ohne Schenkel- und Kreuzhilfen Kopf an Kopf zu laufen und auf Stimm- und Leinenhilfen zu reagieren. Aber auch Fahrpferde müssen Sie sorgfältig vorbereiten; denn nicht jedes Pferd duldet ohne Reaktion einen so starken punktuellen Druck auf dem Rücken, wie ihn die beiden Menschenfüße auf kleinster Fläche ausüben.
Aber auch Reitpferde, die nie vor einer Kutsche liefen, können durchaus für die Ungarische Post geeignet sein. Empfehlenswert sind zwei möglichst gleich große Pferde mit weicher, gleichmäßiger Galoppade. Eine hohe Knieaktion kann ebenso hinderlich sein wie kurze, steife und stampfende Bewegungen, die der Steher über seine Beine und seinen Rücken ausbalancieren muß. Die Pferde müssen sehr verträglich sein und dürfen auch bei ständiger Körperberührung nicht gegeneinander ausschlagen, beißen oder sich ansteigen. Sie sollten scheufrei sein auch bei lautem, klatschendem Publikum, gute Nerven haben und nicht allzu stürmisch laufen.
Wenn das Größenverhältnis…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 590
vom 18.07.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Mit mehreren Handpferde reiten, Aktionstraber ausbilden
Haftungsfragen, Voraussetzungen, Ausrüstung, Übungen, Tipps
Reiten mit mehreren Handpferden
Auf dem Weg zur Koppel hat man oft keine Lust, mehrere Male zu laufen, bis alle Pferde umgetrieben sind. Da setzt sich mancher Pferdebesitzer auf eines seiner Pferde und nimmt mehrere als Handpferde mit. Geübte sah ich schon mit bis zu fünf Handpferden auf dem Weg zur nächsten Koppel.
Das große Problem dabei bleibt die Haftungsfrage: Denn im Straßenverkehr darf der Mensch zwei Pferde an der Hand oder vom Sattel aus führen, diese allerdings nur auf der rechten, also vom Verkehr abgewendeten Seite.
Dabei muß man wissen, daß auch alle Feldwege öffentliche Wege sind. Deshalb darf man zum Weideumtrieb mehrere Handpferde nur dann zusammen führen, wenn man keine öffentlichen Wege passieren muß, also nur auf eigenem oder gepachtetem Grund.
Schon um der Sicherheit willen sollte man nur auf eingezäuntem Gelände mit mehreren Handpferden reiten; denn wenn durch eigenes oder fremdes Verschulden eines oder mehrere Pferde frei kommen und einen Unfall verursachen, beginnt der Ärger mit den Versicherungen.
Aber das Reiten mit mehreren Handpferden ist ein Schaubild der Extraklasse, bei Veranstaltern sehr begehrt und vom Publikum vielbeachtet.
Voraussetzung Pferde:
Alle Altersklassen können als Handpferd mitlaufen. Bei Fohlen müssen Sie aber darauf achten, daß sie nicht überfordert werden (Tempo, Dauer der jeweiligen Übung und Härte des Untergrundes). Bei mehreren…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 589
vom 11.07.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Schaunummern mit Feuer und Wasser
Extreme Übungen, nützlich auch für den Alltag
Einüben:
Für die ersten Übungsstunden empfiehlt sich ein fest eingezäunter Platz: Reithalle und Außen-oder Springplatz mit rutschfestem Boden. Die Sprünge brauchen nicht hoch zu sein und sollten sehr massiv aussehen, damit die Pferde sie leichter taxieren können und auch als Sprung ernst nehmen.
Auffallend große, stabile Fänge verhindern, daß die Pferde am Hindernis vorbei laufen. Dann sollten Sie noch ein oder zwei Helfer bitten, herabfallende Stangen wieder aufzulegen und wenn nötig das Handpferd mit einer extra langen Gerte anzutreiben.
Springen Sie bei den ersten Übungen aus dem Trab, einem Tempo, bei dem Sie beide Pferde besser regulieren können als im Galopp. Machen Sie Ihr Handpferd schon weit vor dem Hindernis mit einem leichten Gertentouch aufmerksam, damit es sich auf Sie und Ihre Kommandos konzentriert. Denn beide Pferde müssen gleichmäßig Kopf an Kopf laufen, damit sie bei dem auffordernden "Hoppp" auch gleichzeitig abspringen können.
Warnung: Der Helfer mit Gerte muß einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Hinterbeinen beachten. |
|
Sollte das Handpferd noch nie über ein Hindernis gesprungen sein, weil es z.B. noch jung und ungeritten ist, nimmt es ein Helfer an die Hand. Dabei packt er den (extralangen) Führriemen (mit Knoten am Ende) mit der rechten Hand etwa 5o cm vom Joungsterkopf und hält mit seiner linken Hand das Ende in losen Schlingen in der Hand.
Das…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 588
vom 04.07.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Wettbewerbe mit Handpferd
Jede Menge Spaß (auch mit Kindern) mit vielfältigen Übungen
Übungen
Es gibt viele einfache Aufgaben, die ein Reiter mit Handpferd im Trailparcours bewältigen kann. Aus Platzgründen werden hier nur einige wenige vorgestellt, die pfiffige Anforderungen stellen oder besonders knifflig sind, aber keine allzu anspruchsvolle Ausbildung vor allem des Handpferdes voraussetzen. Hier einige Beispiele:
Fliegenvorhang
Wer viel im Gelände unterwegs ist, muß sich – um sein Gesicht zu schützen – häufig unter tiefhängenden Ästen bücken. Diese Situation ist einfach nachzuvollziehen. Verlängern Sie zwei Hindernisständer mit stabilen Latten auf etwa 3 m- 3, 5o m, an deren oberem Ende Sie eine Stange befestigen, an der dünne Seile von ca. 2 m Länge angeknotet sind.
Wichtig: Bei allen Stangen, die von oben auf Reiter und Pferde herabfallen können, müssen Sie extra leichtes Material verwenden. Geeignet sind Bambusstäbe (Gartenbauhandel) oder Kunststoffrohre (Sanitärhandel), die nicht teuer sind, aber beim Herabfallen niemanden ernsthaft verletzen. |
|
Warnung: Damit die Pferde (Halfterschnallen, Sattelteile) nirgends hängenbleiben können, müssen die Seile knotenfrei sein. Fliegenvorhänge von Wohnwagentüren z.B. sind oft aus Perlenschnüren oder aus geknüpften Seilen gefertigt und deshalb für diesen Zweck ungeeignet. |
|
Üben Sie dieses Hindernis zunächst…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 586
vom 20.06.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Wettbewerbe mit dem Handpferd
Spiel und Spaß in der Gruppe
Im Trailparcours
Wesentlich legerer geht es bei Rallyes, Trailwettbewerben oder Suchritten zu, obwohl man auch hier für faire Regeln und gleiche Bedingungen für alle sorgen muß. Diese Veranstaltungen locken immer mehr Reiter, die sich mit viel Freude den kniffligen und abwechslungsreichen Aufgaben auf dem Platz und im Gelände stellen.
Neben den Aufgaben für Einzelreiter oder Reiterpaare werden zunehmend auch Geschicklichkeitsaufgaben für Reiter mit Handpferd angeboten. Diese Aufgaben sind eine große Herausforderung und stellen gleichermaßen einen Test für die Geländesicherheit vor allem in überraschenden, schwierigen Situationen dar.
Es ist sehr empfehlenswert, sich zu Hause in Ruhe auf solche Gefahrensituationen vorzubereiten und im Wettbewerb (Trailparcours) die Kooperation zwischen Ihnen und Ihren Pferden zu testen: Wendungen auf engstem Raum, aus einer Sackgasse herauswinden und wo das nicht möglich ist, beide Pferde eine bestimmte Strecke rückwärts zu richten, bei einem Engpaß das Handpferd vorschicken oder bei zwei Handpferden das eine vor, das andere hinter dem Reitpferd gehen zu lassen.
Das alles sind Übungen, die bei einem Wanderritt Wirklichkeit werden könnten, wenn z.B. die auf der Karte eingezeichneten Wege zugewachsen oder inzwischen so eingezäunt sind, daß nur noch ein schmaler Pfad übrig bleibt oder im schlimmsten Fall der Weg abrupt und ohne richtige Wendemöglichkeit aufhört.
Zunächst soll das Handpferd lernen, nicht nur wie bei den bisherigen Übungen Kopf…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 585
vom 13.06.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Ängstliche Pferde und Durchgänger
Korrektur eines Bucklers und eines Steigers
Ängstliche Pferde und Durchgänger
Pferde, die vor allem und jedem im Gelände scheuen, können den Reiter in gefährliche Situationen bringen. Erfahrungsgemäß sind zwei Pferde im Gelände wesentlich ruhiger als eines alleine. Bitten Sie darum einen erfahrenen Reiter, Ihr Problempferd einige Male als Handpferd mit ins Gelände zu nehmen.
Sobald sich beide Pferde aneinander gewöhnt haben, können Sie sich in den Sattel schwingen und die Zügel aufnehmen. Sicherheit gibt Ihnen der Reiter des anderen Pferdes, der Ihr Pferd am Führriemen festhält. Dann brauchen Sie selbst keine Angst mehr haben, wenn Ihr Pferd zur Seite springen oder gar kehrt machen und nach Hause rennen will; denn der Führstrick verhindert überzogene Reaktionen, und Sie können sich ganz auf Ihren Sitz und Ihre Balance konzentrieren.
Wenn das Reitpferd sich nicht aufregt und der Reiter beiden beruhigend zuredet, lernt auch der notorische Scheuer, sich mutiger den Angst einflößenden Dingen zu nähern. Von Natur aus sind Pferde neugierig; wenn das Führpferd ruhig bleibt und ein ängstliches (weil unsicheres) Pferd mit guten Worten und Leckerchen verwöhnt wird, sobald es sich an das Ungeheuer herantraut, wird es mutiger und selbstsicherer.
Später reiten Sie am besonders langen Führstrick mal hinter dem Reitpferd und nach einigen Ausflügen sogar vornauf. Rasendes Herzklopfen, krampfhaftes Beineklammern und erwartungsvolles Bangen um eine Kehrtwendung, die das Pferd spürt und es noch ängstlicher machen, sind…
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 584
vom 06.06.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Mit Kindern und ängstlichen Reitern
Im Winter, Handpferdereiten zur Korrektur
Wenn es geschneit hat, die Kälte erträglich ist und der Schnee nicht matscht oder pappt, verlockt die weiße Pracht zu herrlichen Geländeritten. Fohlen aller Altersstufen laufen fröhlich als Handpferd neben den Altpferden mit, und geübte Skifahrer lassen sich von den Pferden in rasantem Tempo bergwärts ziehen.
Skijöring nennt sich die Sportart aus dem hohen Norden Europas, die es in vielen Varianten gibt. Eine davon paßt zum Thema dieses Buches und soll deshalb beschrieben werden:
Ein Pferd wird wie zum Reiten üblich gesattelt, das zweite Pferd trägt das Brustblatt eines Fahrgeschirres und statt der dazu gehörenden Zugstränge zwei (je nach Pferdegröße ca. 2, 5o bis 3 m lange) Seile mit Handschlaufen, an denen sich der Skifahrer festhält.
So verteilt sich die Last beim anstrengenden Laufen im tiefen Schnee auf zwei Pferde: Das Reitpferd trägt das Gewicht des Reiters, das Handpferd zieht das Gewicht des Skifahrers.
Zum Vergleich: Beim üblichen Skijöring trägt das Reitpferd den Reiter und zieht noch den Skifahrer hinter sich her. Bei der schwierigen Variante sitzt kein Reiter auf dem Pferd, der es lenken und das Tempo bestimmen könnte. Hier hält der Skifahrer in der einen Hand die beiden Zugseile, mit der anderen die Fahrleinen. Er muß also die Balance halten und gleichzeitig Richtung und Tempo steuern.
Wichtig: Das Handpferd sollte bereits die Doppellonge kennen, damit es nicht nach den Zugseilen ausschlägt, wenn diese gelegentlich an die Hinterbeine pendeln. |
| …
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |
» Ausgabe 583
vom 30.05.2010 (Bericht)
von Marlit Hoffmann | Einreiten des jungen Handpferdes
Wanderritt: mit dem Handpferd unterwegs
Gewöhnen an den Reiter
Auch wenn Ihr Pferd bereits mehrfach einen Sattel trug, sollten Sie sich nun nicht einfach auf seinen Rücken setzen und losreiten. Damit würden Sie Ihr Pferd überfallen. Denn beim ersten Erschrecken, beim angstvollen Buckeln würden Sie an den Zügeln ziehen, krampfhaft die Beine anklammern und ihm beim Herumhopsen in den Rücken plumpsen.
So wird das Pferd nicht an den Reiter und sein Gewicht gewöhnt, sondern es wird verprellt. Alle weiteren Versuche sind nun noch schwieriger, und es dauert lange, bis das einmal erschrockene Pferd wieder Vertrauen zu Ihnen hat. Auch wenn viele junge Pferde das plötzliche Aufsitzen eines Reiters mit Gleichmut hinnehmen, sollten Sie dennoch sehr vorsichtig sein und lieber den sichersten, sanftesten Weg wählen.
Sicher gibt es viele Methoden des ersten Aufsitzens; die nach meiner Erfahrung für Pferd und Reiter sanfteste will ich Ihnen kurz vorstellen:
Ging Ihr junges Pferd bisher als Handpferd mit, soll es auch als Handpferd seinen ersten Reiter tragen. Es fühlt sich in Gesellschaft seines Weide- und Arbeitsgefährten sicher und wird ruhig und gelassen bleiben, wenn auch sein Kamerad sich nicht aufregt. Bitten Sie einen im Handpferdreiten erfahrenen Helfer, den Lehrling vom Reitpferd aus zu führen.
Mein Tipp: Der erste Reiter soll immer der sein, der dem jungen Pferd vertraut ist, es füttert und pflegt, also Sie selbst. Eine fremde, wenn vielleicht besonders leichtgewichtige und reiterlich perfekte Person kann das junge Pferd ängstigen, weil es deren Geruch und Stimme nicht kennt. |
| …
von Marlit Hoffmann » mehrZum Thema
› Handpferdereiten |