|
» Ausgabe 587
vom 27.06.2010 (Bericht)
von Werner Popken | Pferdemusical Luna unter freiem Himmel
Uraufführung nächsten Samstag im Showstall Natalie Meyer
Vor drei Jahren habe ich Ihnen in einer zweiteiligen Serie Natalie Meyer vorgestellt, aber nicht um Sie neidisch zu machen auf jemanden, der viel erfolgreicher ist als Sie, sondern um Ihnen zu zeigen, dass Sie im Grunde dasselbe erreichen können, wenn Sie wollen, entsprechende glückliche Zufälle vorausgesetzt.
Wenn Sie wollen – das ist die entscheidende Einschränkung. Auf glückliche Zufälle haben Sie keinen Einfluss, aber Sie können diese glücklichen Zufälle vielleicht mit etwas Anstrengung etwas weniger unwahrscheinlich machen und vielleicht sogar direkt herbeiführen. Voraussetzung ist immer Ihr Wille.
Glückliche Zufälle alleine bewirken nichts. Beispiel: Sie können mit dem mächtigsten und berühmtesten Menschen dieser oder Ihrer Welt für 30 Sekunden in einem Fahrstuhl zusammen eingeschlossen sein und Ihr Anliegen perfekt vorbringen, weil Sie auf diese einmalige Gelegenheit optimal vorbereitet sind – es wird Ihnen nichts nützen, wenn Ihr Gegenüber sich für Ihre Ausführungen nicht begeistern kann. Das können Sie weder wissen noch beeinflussen.
Ihr persönliches Leben jedoch hängt von Ihnen ab. Sie müssen Ihr Leben Tag für Tag bewältigen, viele Entscheidungen treffen und Vorstellungen für die Zukunft entwickeln. Wenn Sie nicht gerade reich geboren sind oder ein großes Vermögen erworben haben, werden Ihre Träume nicht in den Himmel wachsen können.
Aber das ist auch gar nicht nötig. Die Artikelserie › In vier Jahren an die Spitze und › Von der Equitana zum Musical hat dies ganz klar zum Ausdruck…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Frauen › Lebensgeschichte › Shows |
» Ausgabe 429
vom 17.06.2007 (Bericht)
von Werner Popken | Der Erfolg ist vorprogrammiert
Rabea Schmale macht es mit einem Lächeln
"Ich hasse es, wenn man die Leute dumm hält. Wie oft hört man auf Kursen, daß man auf manche Sachen selber kommen muß? Die Teilnehmer zahlen doch schließlich dafür, daß sie was lernen!" » Rabea Schmale weiß, wovon sie redet, denn bevor sie selber Kurse gab, hat sie an vielen Kursen teilgenommen. Und noch jetzt bildet sie sich regelmäßig weiter.
Noch mehr lernt sie aber von den Pferden und den Teilnehmern ihrer Kurse. Rabea Schmale ist wach und offen und professionell, wenn es um den Unterricht geht. Sie kommt zum Beispiel niemals mit einem vorgefaßten Programm. "Das wäre fatal, denn es sind ja immer ganz unterschiedliche Teilnehmer, jung und alt, mit mehr oder weniger gut ausgebildeten Pferden, mit diesen oder jenen Fragen und Problemen."
Ein typischer Wochenendkurs beginnt am Freitagnachmittag mit der Vorstellung der Teilnehmer im dreißig Minuten-Takt. Rabea Schmale möchte dabei nicht sehen, was Pferd und Reiter können, sondern wo die Schwierigkeiten liegen, woran gearbeitet werden soll, wo Fortschritte erzielt werden müssen. Dabei macht sie sich Notizen, und abends trifft sich die Gruppe beim Italiener. Jeder erzählt ein bißchen über sich, damit man sich kennenlernen kann. Nach dem Essen holt sie dann ihre Notizen hervor und gibt ihre Eindrücke wieder. Dann wird das Programm festgelegt und die Ziele für das Wochenende definiert.
"Ich muß die Leute doch da abholen, wo sie sind, damit ich sie ein Stück weit begleiten kann. Deshalb werden die Trainingsziele individuell erarbeitet. Ich mache…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Ausbildung › Frauen › Showreiten |
» Ausgabe 422
vom 29.04.2007 (Bericht)
von Werner Popken | Von der Equitana zum Musical
Über die Bedingungen für den großen Erfolg
In der vergangenen Woche habe ich Ihnen gewissermaßen die Vorgeschichte für die großen Triumphe von » Natalie Meyer und ihrer Ponystute Betty geschildert. Ausgehend von ihren angelesenen Erkenntnissen über Herdeninstinkt und Pferdeverhalten hatte sich Natalie 1999 aufgemacht, aus einem verdorbenen Jungpony einen Freizeitpartner zu entwickeln, an dem sie ihre Freude haben könnte. Mehr schwebte ihr gar nicht vor.
Da zunächst an Reiten nicht zu denken war, arbeitete sie mit Betty vom Boden aus. Ein entscheidender Anstoß war eine Vorführung von Nathalie Penquitt auf der Pferd & JAGD in Hannover, der zur Beschäftigung mit Zirkuslektionen führte. Betty faßte Vertrauen zu Ihrer neuen Besitzerin und lernte leicht. Ein Teil der Hoffnungen erfüllte sich damit sehr schnell: Nathalie hatte ihre Freude an Betty, und zwar immer mehr, je mehr sie sich mit ihr beschäftigte.
Bald stieg sie auch in den Sattel und setzte von dort ihre Übungen fort. Sie ritt mit Halsring, ohne Trense, ohne Sattel, und empfand "unglaublich viel Freude. Betty war erstklassig." Und damit ergab sich für Natalie eine völlig neue Perspektive. Wenn man ein so wunderbares Pony hat, sich mit ihm so gut versteht und so wunderbare Dinge mit ihm machen kann, möchte man das vielleicht auch einem größeren Publikum zeigen.
Ich habe die Frage gestellt, ob Sie und ich mit unseren Pferden oder Ponies eine ähnliche Karriere machen könnten wie Natalie Meyer und Betty. Bis hierher scheint mir die Entwicklung der beiden nicht besonders ungewöhnlich zu sein.…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Frauen › Lebensgeschichte › Shows |
» Ausgabe 421
vom 22.04.2007 (Bericht)
von Werner Popken | In vier Jahren an die Spitze
Glückliche Zufälle, harte Arbeit und Konsequenz
Kennen Sie Natalie Meyer? Den Shooting-Star der Show-Szene? 1999 hat Natalie Meyer ihr erstes Pferd Betty gekauft, ein Pony unbekannter Herkunft, und vier Jahre später ist mit Betty nicht nur auf der Equitana aufgetreten, sondern hat dort sogar den ersten Preis im EQUITANA-Show-Cup 2003 gewonnen – eine Sensation! Wie macht man das? Könnten Sie das auch? Und wie ging es dann weiter? Was macht sie heute?
Aus ihrer Internetpräsenz » Natalie Meyer wußte ich, daß sie Kurse gibt, Reitunterricht und Zirkuslektionen, Auftritte bei Veranstaltungen jeglicher Art hat, und zwar alleine oder mit ihrem Team, mit Betty oder anderen Pferden, und nicht zuletzt war sie bei den Pferdemusicals Equi-Magic ”Antonias Traum” und » Cavabellia mit Betty als Star engagiert. Eine atemberaubende Karriere – der kurze Sprung vom Hobby zum Profi? "Nein, ich lebe nicht davon", beschied sie meine Frage und lud mich ein, sie zu besuchen.
Gestern habe ich Natalie Meyer in Silixen bei » Rinteln an der » Weser besucht. Die Gegend ist ziemlich ablegen. Silixen ist heute ein Ortsteil von » Extertal, einer künstlichen Gemeinde, die 1969 anläßlich der Gebietsreform als Zusammenschluß von 13 Gemeinden gegründet wurde.
Die Exter ist ein gut 25 Kilometer langer linker Zufluss der Weser, der bei der Ortschaft Alverdissen auf einer Höhe von etwa 300 Metern über NN entspringt und östlich der Altstadt von Rinteln auf einer Höhe von nur noch 54 Metern über NN in die Weser mündet. Sie gab der 1969 neu gegründeten Gemeinde Extertal ihren Namen, die hauptsächlich ihr Einzugsgebiet umfasst.
» Exter |
| …
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Frauen › Lebensgeschichte › Shows |
» Ausgabe 382
vom 23.07.2006 (Bericht)
von Werner Popken | Ein gutes Zuchtpferd
Wie man sich seinen Tinker vorstellt
Für "Seinen" Menschen, geht ein Tinker durchs Feuer, für jemanden der sich nur dafür hält, geht er nicht einen halben Meter weit.
» IRISH TINKER – RASSESTANDARD |
|
Mit den » Tinkern ist es merkwürdig. In Deutschland versteht man darunter gescheckte Kaltblüter mit viel Behang, und in den anderen Ländern dieser Welt soll man angeblichen mit diesem Begriff "Tinker" nichts anfangen können.
Glaubt man Rassebeschreibungen im deutschen Internet, so sind sie in Irland auch unter dem Namen Backys bekannt, worüber sich die Schweizer Züchterin Caroline Neuenschwander, die seit vielen Jahren in Irland Tinkern züchtet, allerdings sehr wundert, hat sie diesen Begriff doch noch nie gehört. Vermutlich hat irgend jemand diese Weisheit einmal von sich gegeben und alle anderen schreiben davon ab.
In Amerika ist dieser Name ebenfalls unbekannt; statt dessen vermarktet man diese Pferde unter dem Begriff "Gypsy", also Zigeuner, und auch das findet man im Internet allenthalben bestätigt: Die Tinker sind zwar unzweifelhaft die Pferde der irischen Traveller, also der fahrenden Leute, die aber angeblich unter anderem auch Zigeuner sein sollen. Die deutsche Wikipedia weist jedoch ebenso wie die amerikanische ausdrücklich darauf hin, daß es sich bei dieser Menschengruppe um ein Volk handelt, welches sich selbst » Pavee nennt und nichts mit den Zigeunern zu tun hat. Desto absurder, daß deren Pferde ausgerechnet nach einer anderen Volksgruppen benannt werden sollen.
Der korrekte Name Pavee findet…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |
» Ausgabe 381
vom 16.07.2006 (Bericht)
von Werner Popken | Pavees, Tinker, Zigeuner
Besondere Menschen, besondere Pferde, besondere Probleme
In der letzten Woche habe ich eine Parallelen zwischen den Tinkern und den Appaloosas gezogen und mich gefragt, wie sich die Beziehung zwischen den ursprünglichen Züchtern der Rasse, den irischen Tinker, Pavee oder Travellers, und deren Pferden, die auch unter den Namen Irish Cobs, Gypsy Vanners und anderen gehandelt werden, in Zukunft gestalten wird, und welche Rolle die Pferde dabei spielen werden. Mehrere Möglichkeiten schienen mir denkbar. So weit ich sehen kann, kommen die Pferde in der öffentlichen Diskussion aber überhaupt nicht vor.
Möglicherweise täuscht dieses Bild jedoch. Es gibt eine ganze Reihe von Verbänden und Aktionsgruppen, die sich um diese Menschen kümmern, und diese nutzen das Internet ziemlich intensiv (» Pavee Point Home Page, » Irish Traveller Movement (ITM)?, » Traveller Visibility Group), aber vielleicht sind das gerade nicht diejenigen, die sich um die Pferde kümmern, und jene treiben sich wiederum nicht im Internet herum. Vielleicht ist also das Bild, das das Internet in dieser Hinsicht entwirft, verfälscht. Caroline Neuenschwander vom » Gestüt Cillbarra hat jedenfalls persönlichen Kontakt zu diesen Leuten und sollte es besser wissen. Was kann sie uns erzählen?
Die neugierde der travellers bezueglich pferde zeigte sich mir oft schon deutlich bei vielen fahrten mit haenger und piebalds drin, die durch die heckklappe zu sehen sind: oftmals werde ich auf der strecke von einem van der travellers mit hupen und lichtsignal ueberholt und ausgebremst. Beim ersten mal fiel mir dabei fast das herz in die hose, weil ich natuerlich dachte, ich verliere ein rad oder oel oder womoeglich ein pferd.....
Weit gefehlt: sie wollten nur mal schnell schauen, was ich im haenger habe!!! Eventuell zu vekaufen???? Ein schwaetzchen und news ausgetauscht und weiter – man sieht sich ja nachher an der fair oder die tage..... |
| …
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |
» Ausgabe 380
vom 09.07.2006 (Bericht)
von Werner Popken | Marketing auf Kosten der Zigeuner
Von Pferden, Geschäften und Regulierungen
Haben Sie sich einmal mit Pferdezucht beschäftigt? Ich meine damit nicht die Tatsache, daß Pferde sich fortpflanzen – das liegt ja auf der Hand. Alles Leben auf diesem Planeten pflanzt sich fort. In Regelfall braucht man dazu ja kein Zuchtprogramm – die Vermehrung geschieht ohne jede Regulierung durch menschliche Autoritäten – nicht einmal bei uns selbst.
Oder haben Sie schon einmal von einem Zuchtprogramm für Menschen gehört? Wäre doch interessant, oder? Wer würde die Regeln aufstellen? Wären Sie persönlich eintragungsfähig? Kämen Sie ins Hauptbuch oder ins Vorbuch? Oder würden Sie zum Ausschuß gehören, der ins Schlachthaus wandert? Dürften Sie sich fortpflanzen? Wenn ja, mit wem? Und wie oft? Und zu welchen Konditionen? Wie teuer würden Sie gehandelt?
Wie würde man Ihren persönlichen Wert feststellen? Anhand Ihrer Haarfarbe oder Ihrer Haarlänge? Oder wäre die Form Ihrer Nase wichtig? Oder Ihre Leistungen im Stabhochsprung? Würde man Sie mehr schätzen, wenn Sie mehrere Sprachen beherrschten oder müßten Sie in den Naturwissenschaften beschlagen sein? Würde man überprüfen, wie gut sich Ihre Nachkommen vermarkten lassen? Würden diese Ergebnisse in Ihre persönliche Wertschätzung mit einfließen?
Eines wäre klar: Sie wären eine Sache und Eigentum Ihres Züchters. Zuchtprogramm für Menschen? Unmöglich, sagen Sie? So unmöglich ist das gar nicht. Der » Ariernachweis kann mit dem Pedigree durchaus verglichen werden. Freilich konnte man die Arier nicht handeln, aber dafür hat man die anderen…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |
» Ausgabe 379
vom 02.07.2006 (Bericht)
von Werner Popken | Gypsy Horses, Tinker oder was?
Von eigenartigen Menschen und ihren Pferden
Caroline Neuenschwander züchtet Pferde in Irland. Wie jeder Züchter legt sie Wert darauf, daß "Zucht" eine Verbesserung der Rasse zum Ziel haben muß und nicht lediglich Vermehrung bedeuten darf. Sie wollte ihren "Traum vom Züchten" unbedingt verwirklichen – aber aus dem » Pegasus Artikel 3/2005 ging hervor, daß sie einen Clydesdale-Hengst besitzt, der mit Tinker-Stuten gepaart wird, und ihre Shire-Stuten werden von einem Tinker-Hengst gedeckt.
Deshalb meine provozierende Frage, ob sie nicht einfach nur Mixe züchte, und ob diese auch irgendwo eingetragen werden. Dieser Frage ist sie ein wenig ausgewichen, wie Sie vielleicht in der letzten Ausgabe bemerkt haben. Und das zu Recht, weil die Antwort vermutlich doch etwas zu lang und zu kompliziert ausgefallen wäre.
Es fängt schon damit an, daß die Pferderassen, wie wir sie heute kennen, bis auf wenige Ausnahmen ausgesprochene Mixe sind. Im Laufe der Jahrhunderte sind nämlich alle möglichen Rassen mehr oder weniger planvoll durcheinandergewürfelt worden; und diese gezielte Einbringung fremden Genmaterials gehört heute zum Standardrepertoire der systematisch betriebenen Pferdezucht. Meistens nennt man die Vermischung unterschiedlicher Rassen "Veredelung".
Die Kreuzung von Individuen verschiedener Rassen ist also nicht per se ein Kennzeichen für unkontrollierten Vermehrung, sondern könnte im Gegenteil als Merkmal planvollen züchterischen Vorgehens gewertet werden, wenn nämlich die züchterischen Vision eine solche Anpaarung sinnvoll erscheinen läßt und nicht die sich…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |
» Ausgabe 378
vom 25.06.2006 (Bericht)
von Werner Popken | so oder so mit pferden arbeiten
... hat sich durch die umstaende ergeben
Die Schweizerin Caroline Neuenschwander, die ich in der letzten Woche vorgestellt habe, ist mehr oder weniger zufällig in die Show- und Fashionszene hineingeraten. Sie empfand diese Zeit als sehr interessant, meint aber, daß die Aufgaben dort eher von jungen Leuten wahrgenommen werden sollten. Deshalb stellte sich ihr irgendwann die Frage, wann sie ihr Leben auf andere Füße stellen wollte.
Nun betreibt sie seit sieben Jahren Pferdezucht in Irland. Ihr » Gestüt Cillbarra hat inzwischen international einen guten Ruf. Sie hat Kunden in den USA, in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, und natürlich in Irland selbst.
Auch an die Pferdezucht ist sie eigentlich eher zufällig geraten. Natürlich reitet sie seit frühester Jugend und es war auch keine Frage, daß sie züchten wollte, aber das sollte ursprünglich doch nur Hobby sein. Zusammen mit ihrem damaligen Mann wollte sie ein Hotel aufmachen. Aber dann kam alles ganz anders. Wie das Leben so spielt. Meistens ist es ja kein Zuckerschlecken, eher das Gegenteil. Die Wucht der Schicksalsschläge, mit der diese Frau zu kämpfen hatte, ist aber doch ziemlich ungewöhnlich. Wie bin ich auf diese interessante Person gestoßen?
Caroline Neuenschwander ist ist ein Name, der auffällt, besonders, wenn sich dahinter eine Züchterin irischer Pferde verbirgt. Der Name klingt so gar nicht irisch. Dahinter, so mutmaßte ich, muß sich doch eine ungewöhnliche Geschichte verbergen! Im letzten Jahr hatte ich schon versucht, über die Homepage » Gestüt Cillbarra etwas über diese Existenz und…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |
» Ausgabe 377
vom 18.06.2006 (Bericht)
von Werner Popken | Caroline in Irland
Ein zweites Leben mit Pferden
Es war einmal eine erfolgreiche Schweizerin. Die war im Show- und Fashion-Business tätig. Wow! Und hatte immer irgendwelche Pferde im Schlepptau. Je größer desto besser. Also Shire. Was denn sonst? So ist das manchmal. Erinnern Sie sich noch an den schmächtigen Ingenieur, der unbedingt schwere Kaltblüter haben mußte, je schwerer desto besser? Und schließlich zwei gewaltige Bretonen-Hengste anschaffte? Auch so einer, der seine Leidenschaft lebt.
Die meisten von uns haben irgendwelche Leidenschaften und leben diese so gut es geht, aber meistens nur nebenher. Es bleibt ein Hobby, das finanziert werden muß. Unsere Schweizerin aber wollte züchten. Und als sie 40 war, machte sie ernst. Sie fing ein neues Leben an.
Davon träumen viele. Und die meisten schrecken davor zurück. Die Risiken sind einfach zu groß. Da bleibt man doch lieber beim Alten. Denn schon im Berufsleben ändert sich alles ständig und man muß sich anpassen und verändern und aufpassen, daß man nicht zum alten Eisen gehört. Was könnte da alles passieren, wenn man einen Neuanfang wagte?
Caroline Neuenschwander hat diesen Neuanfang im Jahre 1999 gewagt. Ihr wurde es zur eng in ihrem alten Leben, in der » Schweiz, in » England, in » Deutschland, hochindustrialisierten Ländern, die ihrem Züchtertraum keinen Raum gaben. Pferde brauchen Platz, Wiesen ohne Ende – so sollte es jedenfalls sein.
Und in » Irland ist Platz. Irland ist etwa 10% kleiner als die Schweiz, aber Irlands Fläche ist, anders als die der Schweiz, überwiegend nutzbar. Und es leben…
von Werner Popken » mehrZu den Themen
› Auswanderung › Frauen › Kaltblüter › Lebensgeschichte › Zucht |