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Thema Arabisches Vollblut

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Magazin » Ausgabe 277
vom 18.07.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Der Tellerrand

Vom Pferdemädchen zum eigenen Ausbildungszentrum


In der letzten Woche habe ich über Tatiana Peter vom Vollblutarabergestüt Al Thawi geschrieben und mich mit "Reiten aus der Körpermitte" und anderen Systemen beschäftigt, weil Tatiana Peter ein umfangreiches Kursprogramm rund um diese Methoden anbietet (» Al Thawi, » Centered Riding).

Tatiana Peter ist selbst hochgradig qualifiziert und arbeitet mit ähnlich qualifizierten Lehrkräften zusammen, die von den jeweils zuständigen Ausbildungsinstitutionen zertifiziert sind. Sie kann fast ein Dutzend Qualifikationen vorweisen. Das wunderte mich. Warum hat sie so viele Ausbildungen durchlaufen? Wie viele Titel will sie noch sammeln?

Einige Hinweise haben wir bereits erhalten. Tatiana Peter ist wirtschaftlich erfolgreich und führt das unter anderem darauf zurück, daß sie mit zertifizierten Kräften arbeitet. Eine Zertifizierung bedeutet Sicherheit sowohl für die Lehrkraft als auch für den Kursteilnehmer. Der Kursteilnehmer kann sich darauf verlassen, daß die Lehrkraft entsprechend den Richtlinien ausgebildet ist und durch Prüfungen den Nachweis über die Aneignung der entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten erbracht hat.

Die Lehrkraft kann den Abschluß einsetzen, um Vertrauen bei den Kursteilnehmern aufzubauen. Außerdem braucht sie nicht zu befürchten, daß jemand die Qualifikation anzweifelt, da sie von der Ursprungsorganisation selbst ausgestellt worden ist. Diese wiederum sollte ein natürliches Interesse daran haben, die Anforderungen so zu definieren, daß die Kursteilnehmer zufriedengestellt werden können. Mit…

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Magazin » Ausgabe 276
vom 11.07.2004 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Centered Riding als Methode

Das Problem an der Wurzel packen


Seit 13 Jahren arbeitet Tatiana Peter professionell mit Pferden. Sie lebt auch davon, und zwar so gut, daß sie sich ein Vollblutarabergestüt "als Hobby" leisten kann, wie sie mit zwinkerndem Auge zu verstehen gibt: "Die Zucht bringt nichts ein."

In dieser langen Zeit hat sie natürlich viel erlebt und viel gelernt. Seit vier Jahren arbeitet sie selbständig und hat diesen Schritt nie bereut. Ihr Betrieb bei Melle, östlich von Osnabrück, am Südrand des Wiehengebirges, nennt sich "Al Thawi, Ausbildungszentrum und Vollblutarabergestüt".

Das Ausbildungszentrum steht mit Recht an erster Stelle. Die (noch nicht einmal vollständige) Liste der Dienstleistungsangebote auf dem Briefbogen ist ebenso beeindruckend wie die der Ausbildungen der Gestütsleiterin ("zwei Standbeine reichen nicht aus"):

  • Centered Riding
  • Feldenkrais
  • TTeam
  • Huforthopädie
  • Seminare
  • Beritt
  • Korrektur
  • Rehabilitation
  • Therapie
  • Jungpferdeausbildung
  • Centered Riding Instructor ® Level III
  • Feldenkraispädagogin
  • 12 Jahre TTEAM-Erfahrung
  • Hufpflegeausbildung (BESW)
  • Fortbildung Fachagrarwirt Hufpflege
  • Diplompferdeheilpraktiker (KI)
  • Diplomtierheilpraktiker (IK)
  • Betreuer im Reitsport (FN)
  • Berittführer (FN)
  • Pferdewirtschaftsmeister
Centered Riding, Feldenkrais – muß man das kennen? Was ist das überhaupt? Braucht das der Pferdemensch? "Wenn der Reiter schief ist, wie kann das Pferd dann gerade laufen?" Das…

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Magazin » Ausgabe 198
vom 12.01.2003 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Araberzucht heute

Von der besonderen Faszination der Wüstenpferde



Im Mai/Juni letzten Jahres habe ich eine Reihe über die Araber gebracht; der Anlaß war die jährliche Gestütsschau am 1. Mai beim Vollblut-Araber Gestüt Ismer im südlichen Niedersachsen (» Vollblutaraber in Niedersachsen, » Die große Gestütsschau).

Es schloß sich ein ausführliches Rasseporträt in drei Teilen an, das den Umfang der bisherigen Rasseporträts deutlich sprengte (» Trinker der Lüfte, » Paschas und Mamelucken, » Noble Lady of the Horses).

Das dürfte für die edelste Pferderasse durchaus angemessen sein: zwar sind die Araber den Quarter Horses zahlenmäßig weit unterlegen, dafür haben sie aber fast alle Pferderassen dieser Welt züchterisch beeinflußt. Die Araber gelten aber nicht nur als die edelste Rasse, sondern auch als die älteste, und sie werden immer noch rein gezüchtet. Von der Geschichte dieser Zucht handelte die Reihe.

Sie brach ab mit der Geschichte der Lady Anne Blunt, die 1917 gestorben war. Ihre Tochter Judith, Lady Wentworth, änderte die Zuchtpolitik, mit der sie sich nicht nur Freunde machte. Die starb 1957; das Gestüt wurde 1971 aufgelöst, die alten Blutlinien, die von Lady Anne gepflegt worden waren, sollen heute nur noch etwa 1000 Tiere umfassen.

Damit endete die Serie etwas düster – was gar nicht der Situation der Araberzucht in der Welt heutzutage entspricht. Ich wollte aus diesem Grunde die Serie um mindestens einen Beitrag fortsetzen, aber immer kam etwas dazwischen. Heute ist es soweit. Wie steht es um die Araber in der Welt?

Das Internet ist vielleicht nicht das Maß aller Dinge, gibt aber sehr schnell einen…

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Magazin » Ausgabe 168
vom 15.06.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Noble Lady of the Horses

Englischer Hochadel verliert sich im Orient


In der letzten Woche haben wir von Mehmed Ali gehört, dem es gelungen ist, die Macht der furchtbaren Mamelucken zu brechen, indem er selbst ein furchtbares Verbrechen beging.

Sein Enkel Abbas Pascha war auch nicht gerade ein Menschenfreund, wie wir hörten, und ist daran zugrunde gegangen, aber er liebte die arabischen Pferde über alles. Angeblich.

Ich habe nämlich noch einmal nachgelesen in dem vorzüglichen Buch Das Arabische Pferd und weitere Einzelheiten herausgefunden.

Wir hatten gehört, daß Mehmed (= Mohammed) Ali durch seinen Sohn Ibrahim Pascha Saudi Arabien überfallen hat, und bei dieser Gelegenheit wurde das Gestüt der Saudis einkassiert. Zwar starben die meisten Pferde, bevor sie Ägypten erreichten, aber den anderen ging es auch nicht besonders gut.

Laut Aussage des französischen Tierarztes Monsieur Hamont, der als Gestütsleiter angestellt war, standen 1842 auf Mohammed Alis Gestüt 32 Hengste und 450 Stuten. Obwohl er an den verbesserungswürdigen Zuständen schier verzweifelte, blieb er 14 Jahre und erzielte einige Erfolge.

Hamont besuchte auch das Gestüt Ibrahim Paschas in Kasserling nahe des Nils bei Kairo. Die meisten der 400 Pferde dort kamen aus dem Nedschd oder waren aus Acre geholt worden. Aber auch hier war die Stallunterbringung schlecht, nur wenig besser als in Shoubra. Die Abfohlraten waren niedrig, die Stuten standen an ihren Futtertrögen angebunden und hatten wenig oder gar keine Bewegung. (


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Magazin » Ausgabe 167
vom 08.06.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Paschas und Mamelucken

Hintergründe einer Leidenschaft


Das arabische Pferd, das als reinste Rassezüchtung der Welt gilt und heute auf der ganzen Welt Liebhaber hat, war im Begriff, in seinem Heimatland, der arabischen Halbinsel, auszusterben.

Die moderne Waffentechnik ließ den Einsatz der Pferde in traditionellen Überfällen und Beutezügen zu einer Katastrophe für Reiter und Pferde werden.

Da traten Ausländer auf den Plan, deren Engagement bis heute legendär geblieben ist. Zum Beispiel ein gewisser Abbas Pascha in Ägypten. Abbas, Pascha, Ägypten, hm, das muss man sich mal richtig auf der Zunge zergehen lassen. Klingt der Name nicht reichlich orientalisch und märchenhaft?

Tatsächlich ist Abbas Pascha gebürtig aus Albanien und sein Hintergrund ganz handfest. Wie kommt der Mann nach Ägypten? Was macht der da? Wieso kann der sich so für das arabische Pferd engagieren?

Man muss diese Fragen nicht stellen, die Antworten nicht wissen, vor allen Dingen, wenn man sich nur für Pferde interessiert. Aber eigentlich wäre es zu schade, hier nicht die ganze Geschichte zu erzählen, denn nur so wird sie verständlich.

Wo aber anfangen? Ägypten ist ein Land mit einer Kultur von mindestens 6000 Jahren. Damit wir die Zusammenhänge wirklich verstehen können, schrauben wir uns zurück um etwa tausend Jahre, weil da in gewisser Weise die Geschichte beginnt.…

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Magazin » Ausgabe 165
vom 25.05.2002 (Rasseportrait)

von Autorenhinweise Werner Popken

Trinker der Lüfte

Zucht und Geschichte des Arabischen Pferdes


Trinker der Lüfte – einer der überaus poetischen Titel für das reingezogene Arabische Pferd.

In den letzten beiden Ausgaben habe ich vom Vollblutarabergestüt Ismer berichtet. Für dieses Wochenende habe ich mir ein Rasseporträt für die Vollblutaraber vorgenommen. Anfangs war ich reichlich verwirrt, aber langsam verstehe ich ein bisschen, worum es hier geht. In Ströhen wird polnisch gezüchtet, soviel habe ich mitbekommen.

Die Buchbesprechung dreht sich um die sogenannte "Ägyptische" Richtung. Und das ist schon so kompliziert, dass ich mich zunächst darauf konzentrieren will.

Hardy Oelke skizziert in seinem Buch Das Vermächtnis des Columbus auf Seite 23 die vier verschiedenen Urwildpferdeformen, von denen unsere Hauspferde abstammen. Das sind

  • I. Pony-Form
    II. Urkaltblüter
    III. Urwarmblüter
    IV. Uraraber

Auf Seite 21 zeigt Hardy Oelke das Mongolische Wildpferd, auch Przewalski-Pferd genannt (was Oelke für inkorrekt hält), oder auch Takhi (siehe Rasseporträt). Dort behauptet Oelke: "Zoologisch gesehen ist jedes heute lebende Pferd ein Przewalski-Pferd". Wir wissen inzwischen, dass das nicht stimmt.

Interessant in unserem Zusammenhang ist aber, dass eine der vier Urformen als Araber bezeichnet wird. Die Araber werden in der Skizze von Oelke deutlich durch den erhobenen Schweif und Kopf sowie durch zierliche, …

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Magazin » Ausgabe 164
vom 18.05.2002 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Die große Gestütsschau

Familienunterhaltung und Marketing


Als ich mich zum Festplatz begab, war die Tribüne schon voll. Vor der Reithalle warteten Pferde in Außenboxen auf ihren Auftritt. Ich versuchte mich zu orientieren und einen vernünftigen Platz zum Fotografieren zu finden.

Da sprach mich jemand an. Wenn ich Hilfe brauchen würde, er stünde jederzeit zur Verfügung. Nanu? Ich fragte zurück, ob er zum Gestüt gehöre. Nein. Er sei ein Freund des Hauses.

Nun wollte ich wissen, ob er Pferde halte, und so erzählte er mir seine Geschichte. Herr Drosos ist Grieche und Wahl-Hamburger. Er war mit seiner Familie hier. Es sei schon immer sein Wunsch gewesen, einmal einen Araber zu besitzen.

Und vor zwölf Jahren sei ein Artikel in der Hamburger Zeitung erschienenen anlässlich der HansePferd über das Gestüt Ismer. Den habe seine Frau gelesen und gemeint, man solle doch mal da hingehen.

Das habe man gemacht. Da habe ihn dann ein Angestellter des Gestüts etwas unqualifiziert angesprochen, er aber habe trotzdem die Prospekte mitgenommen. Kurz darauf hätten sie einen Ausflug gemacht, um sich das Gestüt anzusehen. Und da habe er gleich sein erstes Pferd gekauft. Die Anmut und Bezogenheit dieser Pferde sei überwältigend.

Wieviel er denn jetzt besitze? Das schien er nicht so genau zu wissen. Er fragte seinen Sohn, überlegte kurz, und meinte, so 5 müssten es schon sein, und dann kämen noch einige Viertel-Beteiligungen dazu.

Donnerwetter! Die Pferde stehen nicht in Hamburg, sondern im Gestüt. "Mit Pferden kann man nicht reich werden. Wenn man Geld hat, kann man mit Pferden…

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Magazin » Ausgabe 163
vom 11.05.2002 (Bericht)

von Autorenhinweise Werner Popken

Vollblutaraber in Niedersachsen

Ein Bauernhof verwandelt sich


Schon längere Zeit wollte ich mich mit den Arabern beschäftigen. Es fehlte die Gelegenheit.

Am 30. April kamen die Araber auf mich zu, genauer gesagt der Freundeskreis Arabisches Pferd in Westfalen Lippe e.V., mit einer Pressemitteilung über die Webpräsenz.

Ich schaute mich ein wenig um und erfuhr von einer Initiative, die mich interessierte. Araber-Freunde hatten sich zusammengetan, um ihre Freizeit interessanter zu gestalten, und bereits mehrere Veranstaltungen durchgeführt, z. B. Distanzritte.

So kam ich mit Gesche Gräfin von der Schulenburg ins Gespräch. Wir plauderten ein bisschen über die Situation der Araberzucht, über die schwierige Situation auf dem Markt, über die logischen und unerfreulichen Konsequenzen, und dabei erwähnte ich meine Absicht, etwas über die Araber zu schreiben.

Ich erinnerte mich vage, in Preußisch Ströhen einmal einen Tierpark und ein Arabergestüt besucht zu haben, als die Kinder noch klein waren. Am 1. Mai hatte ich Zeit, da wollte ich auf gut Glück hinfahren. Frau von der Schulenburg wusste sofort, wovon ich sprach, und sie wusste auch, dass dort am 1. Mai eine besondere Veranstaltung angesagt war. Ich war also auf einer heißen Spur.

Über das Internet erfuhr ich mehr. Ich wollte also zum Vollblutarabergestüt Ismer fahren beziehungsweise zum Naturtierpark…

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