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Magazin  Ausgabe 668
Pferde gesund und vital durch Heilkräuter

von Kreiselmeier, Kaja

Einband: gebunden, Seitenzahl: 160, Abbildungen: 186 Farbbilder, Format: 170mm x 240mm

Stuttgart, Juli 2008

Müller Rüschlikon

ISBN 978-3-275-01664-8

EUR (D) 19, 95

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Rezension Rezension von

1
Autorenhinweise m_red  » Werner Popken

erschienen im Magazin Magazin
Magazin » Ausgabe 668
vom 15.01.2012
Rezensionen  Rezension

Der Verlag sagt über das Buch:

Die Kräuterheilkunde für Pferde hat eine lange Tradition. In Vergessenheit geraten, ist diese sanfte, aber äußerst wirksame Behandlungsmethode wieder im Trend. Kaja Kreiselmeier informiert in dieser Neuerscheinung nicht nur über die verschiedenen Heilkräuter, sondern gibt konkrete Hilfe bei bestimmten Krankheiten und Symptomen. Wer sein krankes Pferd stabilisieren und durch Heilkräuter unterstützen möchte, findet hier alle praktischen Informationen zu Einsatz und Wirkung der Kräuter und Heilpflanzen.

Informationen zu Kaja Kreiselmeier:

Kaja Kreiselmeier hat eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin absolviert und ist außerdem als Tierheilpraktikerin tätig. Eins ihrer Spezialgebiete ist die Kräuterheilkunde. Sie betreibt eine eigene Praxis im Rhein-Main-Gebiet.


Rückentext

Die Kräuterheilkunde für Pferde hat eine lange Tradition. Zeitweilig nahezu in Vergessenheit geraten, ist diese sanfte, aber äußerst wirksame Behandlungsmethode heute wieder auf dem Vormarsch.

Ob Augenentzündung, Husten, Sommerekzem oder Durchfall, in diesem Ratgeber findet man für beziehungsweise gegen alles das richtige Kraut. Besonders praktisch sind die zahlreichen Vorschläge für passende Kräutermischungen und Kräuterkuren sowie typische Anwendungsbeispiele.

Wer sein krankes Pferd stabilisieren und seine Heilung durch Kräuter unterstützen will, der findet hier ebenso wie der Reiter, der sein gesundes Pferd vital und leistungsfähig halten möchte, alle praktischen Informationen zu Einsatz und Wirkung der Kräuter und Heilpflanzen.

- Einführung in die Kräuterheilkunde – was, wann, wogegen
- Heilkräuter im Überblick – von Andorn bis Zaubernuss
- Krankheits- und Symptomverzeichnis – von Allergie bis Zerrung
- Giftpflanzen im Überblick – von Adonisröschen bis Zaunrübe


Verlag

» Müller Rüschlikon




Kolumnen Rezension

Von Heilkräutern verstehe ich gar nichts. Das Buch aber macht einen sehr ordentlichen Eindruck auf mich.

Zunächst wird eine Einführung in die Kräuterheilkunde geboten, dann werden Heilöle diskutiert, gefolgt von einer systematischen alphabetischen Auflistung von Heilkräutern und Heilölen. Ein Krankheits- und Symptomverzeichnis gibt Hinweise, welche Mittel zum Einsatz kommen können, gefolgt von Rezepten, Tipps und Kuren, etwa für alte Pferde, für die Atemwege, fürs Immunsystem, gefolgt von einem Anhang über Giftpflanzen und Fertigpräparate.

Die Autorin bietet an, über ihre Internetseite weitere Hilfestellungen zu geben; diese ist allerdings nicht mehr aktiv. Möglicherweise ist sie noch über die angegebene E-Mail-Adresse zu erreichen, ansonsten kann man es vielleicht über » Google+ versuchen. Zwar bin ich selbst auch angemeldet, habe aber noch keine Erfahrungen Google+ gesammelt und kann als alter Hase beim besten Willen nicht erkennen, wie man über Google+ Kontakt aufnehmen kann, außer eventuell jemanden in seinen Kreis zu nehmen. Nicht wirklich gut.

Die » Rezensionen bei Amazon fand ich sehr interessant; wer schon alle Bücher über Kräuter für Pferde hat und dieses Buch gut findet, sollte wohl wissen, worüber er spricht. Wenig nützlich finde ich die Einordnung unter Alternativmedizin oder Naturheilkunde; es ist fast alles Natur, was Mensch und Tier zu sich nehmen, selbst Wikipedia-Link» Acetylsalicylsäure ist ein Stoff, der in der Natur zu finden ist und bereits von den alten Griechen zur Heilung eingesetzt wurde. Die Industrie arbeitet mit Hochdruck daran, Tiere, Pflanzen und Mineralien nach Wirkstoffen abzusuchen, die in irgendeiner Weise hilfreich sind und vermarktet werden können.

Umgekehrt kann man jede Menge giftiger Stoffe in der Natur finden, weshalb ich die Vermarktung mit dem Hinweis auf Natürlichkeit etwas misslich finde, aber anscheinend funktioniert es, genauso wie die Berufung auf Alternatives, als sei damit schon etwas ausgesagt. Insbesondere wenn Tier oder Mensch unter chronischen Beschwerden leiden und der Tierarzt nicht wirklich helfen kann (von Zuckerkügelchen ganz zu schweigen), wäre vielleicht ein Versuch zur Selbsthilfe nicht schlecht. Ich denke da beispielsweise an Frau Dr. Meyer, die sehr lebhaft über ihre eigenen Versuche berichtet hat, nachdem sie von ihrer Mutter zusammengestaucht worden war, die sie nicht habe studieren lassen, um dann das alte Pferd sich selbst überlassen. Und siehe da, sie fand eine Mischung, die dem Tier half, und ihr Ehemann machte daraus ein Produkt (Kolumne: EquiVoX-Link Die große Überraschung).

Dieses Produkt wiederum habe ich meiner Tochter empfohlen, deren Pferd jahrelang unter Husten litt, und kein Tierarzt und kein Tierheilpraktiker konnte helfen, Wunderglaube an Zuckerkügelchen hin oder her. Dieses Produkt hat tatsächlich geholfen, war aber nicht gerade billig. Unter solchen Umständen liegt der Griff nach einem Fachbuch mehr als nahe. Warum sollte man sich nicht selber schlau machen?

Wobei ich natürlich keine Ahnung habe, ob man dadurch wirklich Kosten sparen kann. Denn ich würde es mir nicht gestatten, die Kräuter selber zu sammeln – erstens wäre meine Zeit zu kostbar (die müsste man ja auch berechnen) und zweitens würde ich kein Risiko eingehen wollen, etwaige Giftpflanzen versehentlich mit unterzumischen. Ich habe bereits ein Pferd unter schrecklichen Umständen durch Vergiftung auf der Weide verloren, wobei noch nicht einmal aufgeklärt werden konnte, an welcher Pflanze das Pferd gestorben ist – ein zweites Mal möchte ich so etwas jedenfalls nicht erleben.

Aber man kann sich ja mal schlau machen, wieviel die Fertigpräparate, die man einsetzen würde, kosten würden. Im schlimmsten Fall wüsste man genauer, warum die Wundermischung von Dr. Meyer wirklich hilft. Die Fertigpräparate kann man laut Anhang in der Apotheke, im Internet oder beim Tierarzt erwerben. Wer also grundsätzlich Lust hat, sich selbst mit diesem Thema zu beschäftigen, sollte sich dieses Buch besorgen, solange es lieferbar ist.

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 668 vom 20.05.2012
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