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von Heüveldop, Sabine Einband: gebunden, Seitenzahl: 160, Abbildungen: 146 Farbbilder & 21 Zeichnungen, Format: 170mm x 240mmStuttgart, November 2005 Müller Rüschlikon ISBN 978-3-275-01535-1 EUR (D) 19, 90 ![]() erschienen im vom 18.12.2011 |
Der Verlag sagt über das Buch:
Ein Notfall – wann tritt der schon mal ein? Aber wenn er eingetreten ist, dann wünscht man sich, man hätte sich darauf vorbereitet. Wenn Sie sich vorbereiten wollen, ist dies das richtige Buch. Es geht natürlich um Gesundheitsprobleme, und deshalb muss man eine Menge über Veterinärmedizin lernen, weil ja im Notfall kein Tierarzt zur Stelle ist und man selbst die Lage beurteilen muss. So heißt der erste Teil „Grundlagen der Anatomie und Physiologie“ . Sie werden vermutlich mehr lernen, als Sie lernen wollten. Das erste Kapitel in diesem ersten Teil heißt: „Was ist normal?“ Atmung, Temperatur, Puls – kontrollieren, ermitteln, messen. Beurteilung der Schleimhäute, kapilläre Füllungszeit (KFZ), Flüssigkeitshaushalt überprüfen und Verdauungsapparat kontrollieren heißen die weiteren Abschnitte. Haben Sie schon einmal von der KFZ gehört? Ich hätte es für ein Kraftfahrzeug gehalten. Die Anatomie des Auges, die Funktion der Haut, der Aufbau der Haut, der Magen-Darm-Trakt, die Wirbelsäule, der Huf, die Atemwege, der Blutkreislauf – damit haben wir die Grundlagen hinter uns. Selbstverständlich sind die Erläuterungen durch Tabellen und Illustrationen ergänzt, damit man sich ein Bild machen kann. Der zweite Teil heißt „Allgemeine Notfallversorgung“ . Hier geht es also zur Sache. Zunächst wird diskutiert, wie man die Situation beurteilt, was ein Notfall ist, was man dann zu tun hat, bis hin zur rechtlichen Situation: Helfen müssen oder helfen dürfen? Anschließend geht es um die Erste-Hilfe-Ausrüstung, wobei hier schon deutlich wird, wes Geistes Kind die Autorin ist. Naturheilkunde, Homöopathie und Bachblüten. Kann ja nicht schaden. Wer daran glaubt, wird sich gut fühlen, wenn er sich da schlau macht. Dr. Ina Gösmeier steuert einen Abschnitt über Akupressur bei, womit die Chinesen ins Spiel kommen. Dann aber wird es ernst: Es geht um die Versorgung von Wunden, hier Wundmanagement genannt. Natürlich muss man wieder erst einmal beurteilen lernen, welche Art von Wunde vorliegt und wie man damit umzugehen hat. Schließlich werden Schritt für Schritt unterschiedliche Verbände diskutiert – das ist etwas, was der Laie sicher bewältigen kann. Schließlich geht es noch um Verletzungen am Kopf und um stumpfe Verletzungen, also solche, wo kein Blut fließt, jedenfalls nicht außerhalb des Körpers. Im dritten Teil geht es um „Häufige Notfälle und Erste-Hilfe-Maßnahmen“ . Allgemeine Notfälle wie Austrocknung, Hitzschlag, Schock, Wundstarrkrampf, Vergiftungen, schließlich Erkrankungen und Verletzungen des Auges und Notfälle im Bereich der Nüstern, Verletzungen im Maul und am Gebiss, Erkrankungen und Verletzungen von Hals und Rumpf, Verletzungen der Gliedmaßen, Hautprobleme, Komplikationen rund um die Geburt. Den Abschluss bildet der Serviceteil, bestehend aus einem Glossar, nützlichen Adressen, weiterführender Lektüre, benutzter Literatur, Stichwortregister, einem Formular für wichtige persönliche Adressen und einem Vorher schon gezeigten Schemafoto mit dem Exterieur des Pferdes, diesmal ohne nähere Erläuterungen, nur mit Bezeichnungen, so dass man auch in der Lage ist, genau zu beschreiben, an welcher Stelle des Körpers das Problem zu suchen ist. Denn es geht hier ja nur um den Notfall; der Tierarzt muss in den meisten Fällen zusätzlich zu Rate gezogen werden, und es kann nicht schaden, wenn man ihn schon am Telefon korrekt informieren kann. Empfindliche Gemüter sollten sich auf schockierende Fotos gefasst machen – schließlich geht es um Notfälle, und da kann schon allerhand passieren, was nicht so angenehm aussieht und was man auch nie sehen möchte. Ein solches Buch wird aber nur dann seinen Zweck erfüllen, wenn man es auch studiert; erst im Notfall das Buch zur Hand zu nehmen, wird wenig sinnvoll sein, weil man dann sicher nicht die Ruhe hat, sich sorgfältig einzulesen und vorzubereiten. Es ist also sowohl von der Thematik als auch vom Anspruch her keine leichte und angenehme Lektüre. Wer sich dazu entschließt, weiß, warum er es tut: Aus Verantwortungsbewusstsein. Dieses Verantwortungsbewusstsein möchte man jedem Pferdebesitzer wünschen. Es reicht sicher auch nicht, ein Exemplar im Reitstall in der Nähe der Notfallapotheke zu deponieren. Es reicht auch nicht, wenn einer im Reitstall über die notwendigen Kenntnisse verfügt. Im Zweifel wird dieser genauso wenig erreichbar sein wie der Tierarzt. Man muss sich dem unangenehmen Thema schon selbst und rechtzeitig stellen: Ein Notfall kann jederzeit eintreten. Besser ist es, wenn man vorbereitet ist. |