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Magazin  Ausgabe 664
Notfall-Ratgeber PFERD
In Zusammenarbeit mit Dr. med. vet. Karl Josef Boening

von Heüveldop, Sabine

Einband: gebunden, Seitenzahl: 160, Abbildungen: 146 Farbbilder & 21 Zeichnungen, Format: 170mm x 240mm

Stuttgart, November 2005

Müller Rüschlikon

ISBN 978-3-275-01535-1

EUR (D) 19, 90

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Rezension Rezension von

1
Autorenhinweise m_red  » Werner Popken

erschienen im Magazin Magazin
Magazin » Ausgabe 664
vom 18.12.2011
Rezensionen  Rezension

Der Verlag sagt über das Buch:

Notsituationen, ob im Stall oder unterwegs, erfordern rasche und vor allem richtige Hilfsmaßnahmen. Denn eine sinnvolle Erstversorgung verbessert die Heilungschancen und kann mitunter Leben retten. Dieser Ratgeber gibt übersichtlich und nach Körperregionen gegliedert wichtige Informationen zu häufigen Notfällen, Symptomen und entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen. Anhand anschaulicher Fotosequenzen und detaillierter Anleitungen lassen sich das Anlegen von Verbänden, das Versorgen von Wunden und Verletzungen sowie das Verabreichen von Medikamenten üben. Durch die Zusammenarbeit mit Dr. med. vet. Boening der Tierärztlichen Klinik für Pferde in Telgte ist dieser praxisnahe Ratgeber entstanden.

Informationen zu Sabine Heüveldop:

Sabine Heüveldop arbeitet als freie Bild- und Textjournalistin und hat sich u. a. auf Themen zur Pferdegesundheit spezialisiert. Sie veröffentlicht regelmäßig in verschiedenen Pferde-Fachzeitschriften. Die begeisterte Reiterin und Pferdebesitzerin lebt mit ihrer Familie im westfälischen Dülmen.


Pressestimmen

Eigentlich bräuchte man dieses Buch im Doppelpack: Eins zu Hause im Bücherschrank und eins im Stall.“ (Reiter Revue International, Juli 2008)

"Wirklich empfehlenswert für Pferdehalter, die verantwortungsbewusst im Umgang mit ihren Pferden handeln." (Tierärztliche Praxis, 06/2006)

"eine sehr wertvolle Lektüre" (Die Pferderegion, Februar 2007)


Rückentext

Gewusst wie: Richtiges Handeln im Notfall


Dieses Buch informiert über den Umgang mit den häufigsten Notfällen von »A« die Allergie des »Z« wie Zerrungen. Übersichtlich gegliedert findet der Leser Informationen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur fachgerechten Versorgung von Wunden, zum Anlegen von Verbänden und zum Verabreichen von Medikamenten. Außerdem geht die Autorin auf die Betreuung verletzter und erkrankter Pferde ein und zeigt Maßnahmen zu Unfallvermeidung auf.

Dieser aktuelle Ratgeber hilft:
  • Notfälle richtig einzuschätzen
  • Krankheitssymptomen frühzeitig zu erkennen
  • im Notfall gelassen und sinnvoll zu handeln
  • bis zum Eintreffen des Tierarztes geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen anzuwenden
  • mit der richtigen Erstversorgung für einen optimalen Heilungsverlauf zu sorgen
  • eine Stall- und Turnierapotheke anzulegen
Wir gut informiert ist, kann in Ausnahmesituationen besonnen reagieren, die geeigneten Maßnahmen ergreifen und damit die Heilungschancen seines Pferdes deutlich verbessern.
Durch die Zusammenarbeit mit dem renommierten Fachtierarzt gefährdet Dr. Karl Josef Boening von der tierärztlichen Klinik in Telgte ist ein umfassender, praxisnahe Ratgeber entstanden.

Sabine Heüveldop ist als freie Journalistin, Buchautorin und Fotografien für Buch- und Zeitschriftenverlage tätig. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Themen rund um die Pferdegesundheit. Im Müller Rüschlikon Verlag erschienen von ihr bereits die Titel »Atemwege«, »Alte Pferde« und »Homöopathie«.


Verlag

» Müller Rüschlikon » www.sabine-heueveldop.de




Kolumnen Rezension

Ein Notfall – wann tritt der schon mal ein? Aber wenn er eingetreten ist, dann wünscht man sich, man hätte sich darauf vorbereitet. Wenn Sie sich vorbereiten wollen, ist dies das richtige Buch.

Es geht natürlich um Gesundheitsprobleme, und deshalb muss man eine Menge über Veterinärmedizin lernen, weil ja im Notfall kein Tierarzt zur Stelle ist und man selbst die Lage beurteilen muss. So heißt der erste Teil „Grundlagen der Anatomie und Physiologie“ . Sie werden vermutlich mehr lernen, als Sie lernen wollten.

Das erste Kapitel in diesem ersten Teil heißt: „Was ist normal?“ Atmung, Temperatur, Puls – kontrollieren, ermitteln, messen. Beurteilung der Schleimhäute, kapilläre Füllungszeit (KFZ), Flüssigkeitshaushalt überprüfen und Verdauungsapparat kontrollieren heißen die weiteren Abschnitte.

Haben Sie schon einmal von der KFZ gehört? Ich hätte es für ein Kraftfahrzeug gehalten.

Die Anatomie des Auges, die Funktion der Haut, der Aufbau der Haut, der Magen-Darm-Trakt, die Wirbelsäule, der Huf, die Atemwege, der Blutkreislauf – damit haben wir die Grundlagen hinter uns. Selbstverständlich sind die Erläuterungen durch Tabellen und Illustrationen ergänzt, damit man sich ein Bild machen kann.

Der zweite Teil heißt „Allgemeine Notfallversorgung“ . Hier geht es also zur Sache. Zunächst wird diskutiert, wie man die Situation beurteilt, was ein Notfall ist, was man dann zu tun hat, bis hin zur rechtlichen Situation: Helfen müssen oder helfen dürfen? Anschließend geht es um die Erste-Hilfe-Ausrüstung, wobei hier schon deutlich wird, wes Geistes Kind die Autorin ist. Naturheilkunde, Homöopathie und Bachblüten. Kann ja nicht schaden. Wer daran glaubt, wird sich gut fühlen, wenn er sich da schlau macht. Dr. Ina Gösmeier steuert einen Abschnitt über Akupressur bei, womit die Chinesen ins Spiel kommen.

Dann aber wird es ernst: Es geht um die Versorgung von Wunden, hier Wundmanagement genannt. Natürlich muss man wieder erst einmal beurteilen lernen, welche Art von Wunde vorliegt und wie man damit umzugehen hat. Schließlich werden Schritt für Schritt unterschiedliche Verbände diskutiert – das ist etwas, was der Laie sicher bewältigen kann. Schließlich geht es noch um Verletzungen am Kopf und um stumpfe Verletzungen, also solche, wo kein Blut fließt, jedenfalls nicht außerhalb des Körpers.

Im dritten Teil geht es um „Häufige Notfälle und Erste-Hilfe-Maßnahmen“ . Allgemeine Notfälle wie Austrocknung, Hitzschlag, Schock, Wundstarrkrampf, Vergiftungen, schließlich Erkrankungen und Verletzungen des Auges und Notfälle im Bereich der Nüstern, Verletzungen im Maul und am Gebiss, Erkrankungen und Verletzungen von Hals und Rumpf, Verletzungen der Gliedmaßen, Hautprobleme, Komplikationen rund um die Geburt.

Den Abschluss bildet der Serviceteil, bestehend aus einem Glossar, nützlichen Adressen, weiterführender Lektüre, benutzter Literatur, Stichwortregister, einem Formular für wichtige persönliche Adressen und einem Vorher schon gezeigten Schemafoto mit dem Exterieur des Pferdes, diesmal ohne nähere Erläuterungen, nur mit Bezeichnungen, so dass man auch in der Lage ist, genau zu beschreiben, an welcher Stelle des Körpers das Problem zu suchen ist. Denn es geht hier ja nur um den Notfall; der Tierarzt muss in den meisten Fällen zusätzlich zu Rate gezogen werden, und es kann nicht schaden, wenn man ihn schon am Telefon korrekt informieren kann.

Empfindliche Gemüter sollten sich auf schockierende Fotos gefasst machen – schließlich geht es um Notfälle, und da kann schon allerhand passieren, was nicht so angenehm aussieht und was man auch nie sehen möchte. Ein solches Buch wird aber nur dann seinen Zweck erfüllen, wenn man es auch studiert; erst im Notfall das Buch zur Hand zu nehmen, wird wenig sinnvoll sein, weil man dann sicher nicht die Ruhe hat, sich sorgfältig einzulesen und vorzubereiten. Es ist also sowohl von der Thematik als auch vom Anspruch her keine leichte und angenehme Lektüre. Wer sich dazu entschließt, weiß, warum er es tut: Aus Verantwortungsbewusstsein. Dieses Verantwortungsbewusstsein möchte man jedem Pferdebesitzer wünschen.

Es reicht sicher auch nicht, ein Exemplar im Reitstall in der Nähe der Notfallapotheke zu deponieren. Es reicht auch nicht, wenn einer im Reitstall über die notwendigen Kenntnisse verfügt. Im Zweifel wird dieser genauso wenig erreichbar sein wie der Tierarzt. Man muss sich dem unangenehmen Thema schon selbst und rechtzeitig stellen: Ein Notfall kann jederzeit eintreten. Besser ist es, wenn man vorbereitet ist.

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 664 vom 20.05.2012
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