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› CENTAURON – Kauen, Longe von Verantwortlich reiten: Ausbildung und Unterricht Das Kauen: Das Kauen ist ein eindeutig vernachlässigtes Kapitel (im wahrsten Sinne des Wortes). Was bewirkt Kauen grundsätzlich? Kauen bewirkt Speichelproduktion. Dieser soll die aufgenommene Nahrung, die beim Kauen zerkleinert, bzw. angebrochen wird, in einen Speisebrei verwandeln, der besser „rutscht“ (geringere Verklumpungsgefahr im Schlund). Im Speichel sind Enzyme, die beim Kauen notwendig sind, um die „angebrochene“ Nahrung bereits anzuverdauen. Rutscht der Speisebrei in den Magen, so ist die Nahrung bereits soweit aufgeschlossen worden, dass die Magensäure direkt an den wertvollen Inhaltsstoffen ansetzen kann, um diese weiter aufzuspalten und für die weitere Verarbeitung über den Darm vorzubereiten. Kauen und Speichelfluss sind gekoppelt. Das Kauen massiert die Ohrspeicheldrüse (direkt hinter den Ganaschen befindlich), die den Speichel produziert, wenn die mächtigen Ganaschen beim Kauen ins Mahlen kommen. Das Stellung geben (in Beizäumung!) stimuliert die Ohrspeicheldrüse, weil durch die Stellung die Ganasche gegen die Ohrspeicheldrüse gestellt wird und Druck auf diese ausübt. Das Pferd kann dem Druck nachgeben, indem es anfängt zu kauen und die Ohrspeicheldrüse zu entlasten oder dem Druck erst einmal standhalten und bei Einsetzen der durch den Druck der Ganasche ausgelösten Speichelproduktion anfangen zu kauen, was wiederum zur Entlastung der Ohrspeicheldrüse führt. Das Gebiss im Maul des Pferdes „täuscht“ Speichelbedarf wie bei der Nahrungsaufnahme vor und der Speichel beginnt entweder dadurch zu fließen oder weil das Pferd auf dem Gebiss kaut. In jedem Fall ist Kauen für den Reiter von Vorteil, weil das Pferdemaul dadurch sensibler, „weicher“ wird. Kauen ist aber nicht gleich Kauen! Das richtige Kauen ist weitestgehend unhörbar und bildet feinen schmalen Schaum ( „Rasierschaum“ ) an beiden Lippenseiten. „Kauen“ ist nicht zu verwechseln mit „Knirschen“ , „Sabbern“ , seitlichem Verschieben des Unterkiefers, spielerischem Klappern mit dem Gebiss oder „Schmatzen“ . Das Kauen ist zum einen Ausdruck der Zufriedenheit und Entspannung, kann aber umgekehrt auch diese bewirken. (Fressen ist für das Pferd positiv besetzt und wenn der Reiter sein Pferd zum Kauen anregt, und dieses reflektorisch mit der Nahrungsaufnahme gekoppelt ist, so wird das Pferd entsprechend der „Eigenkonditionierung“ darauf reagieren!) Kauen kann also hervorgerufen werden durch: · Stellung geben in Beizäumung · Stellung geben Nachgeben im Wechsel (Gebiss bewegt sich im Maul) · Vibrationszügel (die Zügelhand vibriert leicht und lässt das Gebiss im Maul „summen“ ) Siehe Bildbeispiele weiter oben. Longenausbildung… |
› Weltverbesserer von In den letzten Tagen habe ich mich in Gedanken mit jemandem beschäftigt, der die Welt verbessern will. Genauer gesagt will er sogar mehr: Die Welt retten. Diese drei Worte lösen natürlich sofort die Erinnerung an den Song » Nur noch kurz die Welt retten aus, dessen Titel seinerseits auf einem » Internetnutzer zurückgehen soll. Nur noch kurz die Welt retten – in der Netiquette des Usenet findet sich schon die Formulierung » Du mußt die Welt nicht selbst retten. Das zeigt, dass wir Menschen gerne übereifrig sind und die Verantwortung für etwas übernehmen wollen, was für uns ganz objektiv ein paar Nummern zu groß ist und möglicherweise von einem einzelnen Menschen ohnehin nicht bewältigt werden kann. Warum sind wir Menschen so? Ich wüsste nicht, dass man im Tierreich ähnliches Verhalten hätte beobachten können. Man hat zwar inzwischen festgestellt, dass viele Tierarten ganz gezielt Werkzeuge bauen können, auch Lug und Betrug kommt vor, Hinterhältigkeit, böse Absicht, aber niemals eine angeblich uneigennützige Überschätzung der eigenen Möglichkeiten. Anmaßung Ich vermute, dass dieses Bestreben nicht nur etwas mit den profanen Überlebensmechanismen zu tun hat – natürlich müssen wir alle essen und schlafen und brauchen ein Dach über dem Kopf und etwas zum Anziehen, und dann darf man natürlich auch nicht die komplizierten und vielfältigen Mechanismen zum Fortbestand der Art vergessen. Bei den Tieren kann man das sehr schön beobachten: Wo es darum geht, satt zu werden, hört der Spaß auf, und auch bei der Reproduktion geht es zur Sache. Aber das war's dann auch schon. Kein Pferd möchte das Größte der Welt sein, schon gar nicht die Probleme der Welt lösen, wenn es denn überhaupt von den Problemen der Welt Kenntnis hätte. Warum… |
› BCS Von In der Die Skala reicht von 1 bis 9:
Zunächst schaut man sich das Pferd insgesamt an: Die Rippen sollen angedeutet sein, das Kammfett soll circa 4 bis 5, 5 cm betragen, der Schwanzwirbel soll am Schweifansatz schwach mit Fett abgedeckt sein. Dann werden im einzelnen Hals, Schulter (Rippen auf Ellenbogenhöhe), Rippen und Kruppe, Brustwand, Hüfte und Schweifansatz (Linie Sitzbeinhöcker-Schwanzwirbel) beurteilt. Es ergibt sich ein Raster von 6 x 9 = 54 Feldern, die dem Experten vermutlich in Fleisch und Blut übergegangen sind, dem Laien und Anfänger aber sicher einige Schwierigkeiten bereiten werden; ohne Buch in der Hand eines Assistenten wird man die Prüfung nicht absolvieren können. Hier werden auch einige Fachausdrücke benutzt, die glücklicherweise am Rand erläutert werden; beispielsweise ist die Rede von einer komplett sichtbaren Scapula oder einer teilweise sichtbaren Spina. Die Scapula ist das Schulterblatt, die Spina scapulae ("Schultergräte") ist eine kompakte, quer über die dorsale Fläche des Schulterblattes laufende Knochenleiste. Dorsal wiederum weist auf den Rücken hin; hier muss die Wikipedia helfen: Obwohl diese doppelseitige Tabelle schwierig erscheint, handelt es sich doch um ein relativ einfaches Instrument, um verlässliche Aussagen zum Ernährungszustand eines Pferdes zu machen. Die Wikipedia kennt die Methode vor allem für Rinder: Arndt _… |
Tobias Meyer Aluta Willem Greve, NED Ude Professioneller Springreiter Anlage mit Klinik & Deckstation München 2010 In Dresden 2010 Sieger De Watermolen Equine All Round Wout-Jan van der Schans, NED Eurocommerce Seoul |
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