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Hauptartikel   Magazin Magazin, Ausgabe 652, erschienen am 25.09.2011

Magazin  Ausgabe 652

Gewicht Richtung Schwerpunkt
Oberkörperhebel: treibende Hilfe

Foto: Autorenhinweise m_red  » Nick Mott
Abschnitt Abschnitte Hauptartikel:
  1. Abschnitt  CENTAURON - Hebeltechnik
  2. Abschnitt  Gewichtshilfen
  3. Abschnitt  Übung
  4. Abschnitt  Ausgleich
  5. Abschnitt  Oberkörperhebel
  6. Abschnitt  Druckbelastung
  7. Abschnitt  Quellen / Verweise
  Inhaltsverzeichnis  Inhaltsverzeichnis
Teil Teil 1, Ausgabe Magazin 648:
Hauptartikel  CENTAURON

Teil Teil 2, Ausgabe Magazin 649:
Hauptartikel  CENTAURON – Gleichgewicht

Teil Teil 3, Ausgabe Magazin 650:
Hauptartikel  CENTAURON – Schwerpunkt und Hankenbeugung

Teil Teil 4, Ausgabe Magazin 651:
Hauptartikel  CENTAURON – Brückenkonstruktion

Teil Teil 5
CENTAURON - Hebeltechnik

Teil Teil 6, Ausgabe Magazin 653:
Hauptartikel  CENTAURON – Fussfolge

Teil Teil 7, Ausgabe Magazin 654:
Hauptartikel  CENTAURON – Hilfengebung

Teil Teil 8, Ausgabe Magazin 655:
Hauptartikel  CENTAURON – Diagonale Hilfengebung

Teil Teil 9, Ausgabe Magazin 656:
Hauptartikel  CENTAURON – Stellung, Zügel, Becken

Teil Teil 10, Ausgabe Magazin 657:
Hauptartikel  CENTAURON – Bewegung beginnt im Kopf

Teil Teil 11, Ausgabe Magazin 658:
Hauptartikel  CENTAURON – Kauen, Longe

Teil Teil 12, Ausgabe Magazin 659:
Hauptartikel  CENTAURON – Losgelassener Gleichgewichtssitz

Teil Teil 13, Ausgabe Magazin 660:
Hauptartikel  CENTAURON – Hilfen

Teil Teil 14, Ausgabe Magazin 661:
Hauptartikel  CENTAURON – Sturz

Teil Teil 15, Ausgabe Magazin 662:
Hauptartikel  CENTAURON – Übungen zu Pferde

Teil Teil 16, Ausgabe Magazin 663:
Hauptartikel  CENTAURON – Reiten als offenes System

Teil Teil 17, Ausgabe Magazin 664:
Hauptartikel  CENTAURON – Lösung

Teil Teil 18, Ausgabe Magazin 665:
Hauptartikel  CENTAURON – Rahmenrichtlinien

Teil Teil 19, Ausgabe Magazin 666:
Hauptartikel  CENTAURON – Mitteltrab, Starker Trab

Teil Teil 20, Ausgabe Magazin 667:
Hauptartikel  CENTAURON – Versammelter Galopp

Teil Teil 21, Ausgabe Magazin 668:
Hauptartikel  CENTAURON – Mittelgalopp, Starker Galopp

Teil Teil 22, Ausgabe Magazin 669:
Hauptartikel  CENTAURON – Zusammenspiel der Hilfen

Teil Teil 23, Ausgabe Magazin 670:
Hauptartikel  CENTAURON – Eskalationsleiter

Teil Teil 24, Ausgabe Magazin 671:
Hauptartikel  CENTAURON – Einreiten, Halten

Teil Teil 25, Ausgabe Magazin 672:
Hauptartikel  CENTAURON – Traversale, Kontergalopp

Teil Teil 26, Ausgabe Magazin 673:
Hauptartikel  CENTAURON – Kontergalopp

Teil Teil 27, Ausgabe Magazin 674:
Hauptartikel  CENTAURON – Schaukel, Volte

Teil Teil 28, Ausgabe Magazin 675:
Hauptartikel  CENTAURON – Fliegender Wechsel

Teil Teil 29, Ausgabe Magazin 676:
Hauptartikel  CENTAURON – Ein-Hand-Reiten

Teil Teil 30, Ausgabe Magazin 677:
Hauptartikel  CENTAURON – Lernen: Adaption + Adoption

Teil Teil 31, Ausgabe Magazin 678:
Hauptartikel  CENTAURON – Reiter + Pferd

Teil Teil 32, Ausgabe Magazin 679:
Hauptartikel  CENTAURON – Black-box

Teil Teil 33, Ausgabe Magazin 680:
Hauptartikel  CENTAURON – Emergenz

Teil Teil 34, Ausgabe Magazin 681:
Hauptartikel  CENTAURON – Intervalltraining

Teil Teil 35, Ausgabe Magazin 682:
Hauptartikel  CENTAURON – Mentales Training

Teil Teil 36, Ausgabe Magazin 683:
Hauptartikel  CENTAURON – Schenkeleinsatz

Teil Teil 37, Ausgabe Magazin 684:
Hauptartikel  CENTAURON – Mentale Fraktale

Teil Teil 38, Ausgabe Magazin 685:
Hauptartikel  CENTAURON – Cavaletti

Teil Teil 39, Ausgabe Magazin 686:
Hauptartikel  CENTAURON – Tierschutz
http://www.equivox.de/Hauptartikel

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Die Ohrspeicheldrüse (hier rot markiert) ist sehr druckempfindlich.
CENTAURON – Hebeltechnik

Verantwortlich reiten: Beizäumung, Gewichtshilfe, Diagonale Hilfengebung, Gewichtsweichen, Geraderichten, Natürliche Schiefe

Zu den Themen
Thema  Ausbildung  Persönlichkeitsentwicklung  Reitunterricht



von Autorenhinweise m_red  » Nick Mott


Hebeltechnik: (Fortsetzung)

Der Druckaufbau über die Hilfengebung sollte generell mit Hintertürchen (= Ventilfunktion in die gewünschte Richtung) versehen sein!
Druck erzeugt Gegendruck, deswegen müssen die Druckintervalle außerdem so kurz sein, dass das Pferd keine Zeit hat oder sich überhaupt bemüßigt sieht, Gegendruck aufzubauen.

Beispiel Nachtreiben:
Touchieren mit der Gerte auf die Kruppe muss ein sofortiges Vorgehen der Zügel zur Folge haben, damit der erzeugte Druck nicht gegen die Hand wandert und das Pferd sich in sich zurückzieht, was in letzter Konsequenz Steigen, Buckeln, oder sogar Rückwärtsrichten zur Folge haben kann.

In der daraus resultierenden

Beizäumung

Heranführen der Stirnlinie kurz vor die Senkrechte.
Warum nicht senkrecht oder gar hinter die Senkrechte?
Weil die Hebellinie nicht eigentlich die Stirnlinie ist, sondern die Linie Maulwinkel-Genickansatz.
Der optimale Hebelansatz liegt bei 90° und würde bei entsprechender Überzäumung überschritten, wodurch zwei Effekte aufträten:
  • Vergrösserung des Winkels zwischen der Linie Maulspalte-Genickansatz und der Zügellinie über die maximalen 90° hinaus und damit einer Schwächung der Hebelkraft und
  • Ein Überschreiten des Maulspalte-Genickansatz-Hebels im Verhältnis zur Halslinie zum spitzen Winkel, was eine Schwächung des langen Nackenbandes als „Kranausleger“ für den Hals zur Folge hat, also die aufrichtende Funktion des Halsauslegers für die Dornfortsätze im Rückenwirbelsäulenbereich zur Brückenkonstruktion vermindert oder sogar zunichte macht!

entsteht ein Hebelansatz gegen die Halslinie, welche auf diese Weise vorwärts-aufwärts oder vorwärts-abwärts geführt werden kann, je nach Zügelmass und Handhaltung.

In beiden Fällen führt dies zur Streckung des langen Nackenbandes und somit zur Aufrichtung der Dornfortsätze im Rückenwirbelsäulenbereich, der eigentlichen „Brückenkonstruktion“ .
Es gibt je nach Skelettstruktur und Muskelbeschaffenheit für jedes Pferd und jeden Ausbildungsstand unterschiedlich optimale Halshaltungen, um die Brückenkonstruktion maximal zu begünstigen.

Über den lateralen Halshebel (durch seitliches Abstellen aus dem Schulteransatz) wird dabei zusätzlich die Längswirbelsäule vom Widerrist an bis zu den Schweifwirbeln beeinflusst.
Jedes Schwanken, seitliche Hereinführen des Halses hat eine Schlängelbewegung über den gesamten Rücken zur Folge bis zu Auswirkungen auf das Bewegungsverhalten der Hinterhand!

Wird zum Beispiel „geriegelt“ , dann führt die daraus resultierende Schlängelbewegung zu einem Schwanken der gesamten Hinterhand.
Ein Schwanken bedeutet für das Pferd, das es seitliche Stützarbeit leisten muss, um sein Gleichgewicht abzusichern, wobei jede seitliche Stützaktion zu Lasten des Vorwärts gehen muss!
Der laterale Halshebel hat dann eine sinnvolle Funktion, wenn es darum geht, über die seitliche Abstellung des Halses die Abstellung der Hinterhand zu korrigieren.

Gewichtshilfen  oben 



Die Ohrspeicheldrüse (hier rot markiert) ist sehr druckempfindlich. Daher wird durch das Stellunggeben darauf vermehrt Druck ausgeübt, dem das Pferd durch Nachgeben ausweicht!

Kommt mir ein Pferd auf dem Zirkel z.B. zu weit mit der Hinterhand traversartig herein und ignoriert es weisende Gewichtshilfen ebenso, wie die die Flanken touchierende Gerte, dann bleibt als ultima ratio die Möglichkeit, über vermehrtes Abstellen des Halses durch den inneren Zügel die Hinterhand wieder in die korrekte Spurposition zu hebeln.
Voraussetzung für die Effizienz des Manövers ist allerdings, dass der äußere Zügel gegen hält und nicht nur der Hals zur Seite gebogen wird, denn dann hat er keinerlei Hebelfunktion, außer der destabilisierenden für die Hinterhand.

Der Oberschenkelhebel des Pferdes in der Hankenbeugung ist ein Spannhebel.
Er führt in der Verkleinerung zum spitzen Hankenwinkel zur maximalen Anspannung der Hinterhandmuskulatur, die naturgemäß bestrebt ist, diese wieder zu entspannen, was wiederum nur möglich ist in Form des energischen Abfußens.

Gelingt es dem Reiter daher den Spannhebel des Oberschenkels von Tritt zu Tritt, von Sprung zu Sprung zu aktivieren, so hat er immer ausreichend Spannungsenergie für jedwede Leistungsanforderung zur Verfügung.

Übung  oben 



Für die Erstellung der Biegung unerlässlich ist der Oberkörperhebel des Reiter. Das Pferd hat eine breite Basis sagittal (ein Pferd von vorn nach hinten zu schieben, wenn es keine Lust hat, ist ein aussichtsloses Unterfangen!), aber es hat nur eine sehr schmale laterale Basis, die nicht breiter ist als die des Menschen!
Wer hier die Probe aufs Exempel macht, seitlich an sein Pferd herantritt und gegen den Schwerpunkt schiebt, wird sehen, dass es relativ leicht ist, das Pferd aus dem Gleichgewicht zu schubsen, so dass dieses sich genötigt sieht, sich in einem seiltichen Ausgleichstritt wieder zu fangen.

Dieses „seitliche Schubsen“ kann auch von oben aus der Reiterposition erfolgen.
In dem Moment, wo der Reiter sein Gewicht seitlich verlagert, gibt es zwei Effektmöglichkeiten für das Pferd:

Gewichtshilfe:
  • Weisend
  • Weichend

Eine leichte Verlagerung entspricht etwa einem verrutschten Kind auf den Schultern eines Erwachsenen. Dieser wird versuchen, das Kind wieder zurecht zu rücken, indem er unter anderem sich auch unter den Schwerpunkt des Kindes begibt.
Der Erwachsene folgt also der Gewichtsverlagerungslinie.
Das Pferd beim Reiter ebenso.

Wird das Verrutschen des Kindes über ein erträgliches Mass hinaus fortgesetzt (Kind hängt quasi seitlich runter), dann wird der Erwachsene das Kind erst mal absetzen müssen, unter anderem, indem er von der Gewichtsverlagerungslinie wegtritt.
Das Pferd versucht dies auch, bekommt damit aber den Reiter (hoffentlich!) nicht runter oder zurechtgesetzt, aber es weicht seitlich aus.

Merke:
Schwerkraft ist umsonst, dauerhaft und unbegrenzt.
Die Gewichtshilfe, aktiv wie passiv, ist daher die erste Wahl.
Kein Pferd kann sich auf Dauer gegen Gewichtseinwirkung verwahren, da dazu aktive Muskelarbeit im Rücken nötig ist und Muskulatur früher oder später ermüdet.
Die Zeit arbeitet in dieser Hinsicht immer für den Reiter.

Übung:

Um eine ausdifferenzierte Gewichtshilfengebung zu erlangen kann man folgendes üben:

Es gibt Halbkugel-Gelkissen, auf diesen lässt sich hervorragend der Beckeneinsatz simulieren.
Dazu schnallt man sich einen Gürtel mit zwei Laserpointern um.
In etwa 2-3m Entfernung vor sich an einer Fläche (Wand, Tafel, Fenster, Türe etc.) eine Schablone mit Linien unterschiedlicher Farbe.
Die Schablone muss auf den „Null-Punkt“ geeicht sein, wo die Laserpointer in Neutralposition des Beckens hinzeigen.
Jede Linie mit eigener Farbe steht für eine bestimmte Gewichtshilfe, etwa:
  • Angaloppieren
  • Gewichtsweichen
  • Verwahrend gegensitzen
  • Wechselseitiges Einschwingen im Trab (vor-zurück)
  • Wechselseitiges Einschwingen im Trab (seitlich)
  • Einseitig vermehrtes Einschwingen im Galopp (Rechts + Links)
  • Beckenrotation für Biegungserstellung, -erhalt
  • Rollbewegung auf den „Sitzbeinkufen
  • Achter“ -Rotationsbewegung des Beckens (Kombination aus Kippen + Rollen)

Selbstverständlich lassen sich alle drei Grundübungen (Gewicht, Gerte, Zügel) kombinieren!

Ausgleich  oben 



Wenn das Pferd durch muskuläre Gegenreaktion, sprich Anheben der Rückenmuskeln, versucht auszugleichen, so kann es dies bei permanent aufrecht erhaltener Gewichtsverlagerung durch den Reiter nur wenige Minuten durchhalten, bevor die Muskulatur ermüdet und das Pferd die Stützmuskulatur zur Erholung abspannen, fallen lassen muss.

In diesem Augenblick wird das Pferd quasi in den Rippen „einknicken“ und so die Hinterhand vermehrt nach innen führen und respektive den Hals ebenfalls nach innen wenden, da eine isolierte oder gar gegenläufige Haltung des Halses ergonomisch unsinnig ist und so von sich aus Stellung anbieten, wobei der Reiter dann nur noch ergänzend und verfeinernd seine Zügelführung ins Spiel bringen muss, um den gewünschten Stellungsgrad zu erheben!

Im weiteren ist der Oberkörperhebel aber auch für das Vorwärts einzusetzen.
Durch leichte pendelnde Rücknahme des Oberkörpers entsteht ein Hebel gegen den Schwerpunkt des Pferdes, wobei der Hebelansatzpunkt auf des Reiterknies zu finden ist, weswegen ein kurzfristiger Knieschluss hierzu unerlässlich ist.
Bei wiederholtem Einsatz mit Unterstützung von Stimme und gegebenenfalls der Gerte, zeigt die Erfahrung, dass die Pferde sehr schnell begreifen, worum es geht und dies auch bereitwillig annehmen!

Warum ist dies so?
Der Oberkörperhebel setzt einen natürlichen Impuls gegen den Schwerpunkt.
Bei positivem Feedback ist das Pferd daher auch gerne bereit sich darauf einzulassen.
Ganz anders als der Schenkeldruck:
Der Schenkeldruck bewirkt für sich nichts.
Wo er drückt ist kein Nervenzentrum oder auch nur ein druckempfindliches Sensorium.
Die Hälfte der jungen Pferde sind Schenkelflüchter, die andere Hälfte Schenkelsteher.
Kein Pferd wird von Beginn an den Schenkel als natürlichen Impuls verstehen!
Im Gegenteil.
Ganz anders bei dem Einsatz des Gewichts.
Zudem hat die Schenkelarbeit zusätzlich gravierende Nachteile:
  • Schenkeldruck führt zur Arretierung der freien Beweglichkeit des reiterlichen Beckens. Um Druck ausüben zu können, muss der Reiter seine Schenkel schliessen und verhindert damit, dass sein Becken frei in die Rückentätigkeit seines Pferdes einschwingen kann. Jedes Verfestigen des Beckens hat aber zur Folge, dass das Pferd gegen den Gewichtswiderstand des Reiters im Rücken an arbeiten muss. Dies wird es nur begrenzt tun und schließlich lieber die Rückentätigkeit reduzieren, also weniger aktiv aus der Hinterhand heraus antreten. Mit anderen Worten: Der Reiter erzeugt mit dem Schenkeldruck genau das Phänomen, das er damit zu beseitigen sucht!
  • Schenkelklopfen führt zu einer Verhaltenheit des Pferdes, weil Sie wie ich und natürlich auch das Pferd nicht daran denken, wenn uns jemand in die Rippen tritt uns nicht mit Muskelspannung dagegen zu wappnen! Tritt jedoch Rippenspannung auf, so ist dies Anspannen der Stützmuskulatur, mithin eine Verringerung der Biegungsfähigkeit, mithin eine Verringerung der Gleichgewichtsfähigkeit, mithin eine Verringerung des Vorwärts! Auch hier führt der Schenkeleinsatz nicht zur Behebung des Problems, sondern ist Mitverursacher und Verstärker des Problems!
  • Selbst korrektes wechselseitiges Treiben mit dem Schenkel hat Nachteile: die daraus resultierende Pendelbewegung des reiterlichen Beckens führt zu Oberkörperschwankungen und letztlich zu einer vermehrt pendelnden Pferdewirbelsäule und damit zu Ausgleichsbewegungen des Pferdebeckens und letztlich wieder zu seitlich stützenden Hinterhand auf Kosten des ersehnten Vorwärts!
  • Der Sporn als Schenkelverstärker ist demgemäß ebenfalls zum Scheitern verurteilt.
  • Ausnahmen bestätigen die Regel: In Piaffe und Passage kann der Schenkel Metronom-Funktion übernehmen, das heißt er fungiert als Taktgeber der Kadenz!
    Und der Sporn kann eventuell Sinn machen, wenn es darum geht bei Einerwechseln oder Pirouetten die Hinterhand verwahrend zu begrenzen, dies allerdings nur in passiv-gegenhaltender und keineswegs rhythmisch stoßender Anwendung!

Oberkörperhebel  oben 



Der sogenannte Oberkörperhebel bewirkt durch kurzfristiges, akzentuiertes Zurückschwingen des Oberkörpers, dass vermehrt Gewicht über das Becken in Richtung Schwerpunkt des Pferdes übertragen wird. Dieser Impuls kann dem Pferd sehr schnell als treibende Hilfe vermittelt und so konditioniert werden!

Druckbelastung  oben 



Durch den Oberkörperhebel wird vermehrt Druck in Richtung Schwerpunkt des Pferdes ausgeübt. Die gesteigerte Druckbelastung gleicht das Pferd durch vermehrtes Unterstützen mit herangezogener Hinterhand aus.

Aus dem bereits Gesagten geht die Bedeutung der Kontrolle über das Stützbein des Pferdes überdeutlich hervor!

wird fortgesetzt

Quellen / Verweise  oben 

  1. » Centauron Rigge mööt mer künne! 340 Seiten, Juni 2011. €14, 99
  2. Magazin  CENTAURON, Verantwortlich reiten
    EquiVoX-Link Ausgabe 648 · Teil Teil 1
  3. Magazin  CENTAURON – Gleichgewicht, Verantwortlich reiten – physikalische Grundlagen
    EquiVoX-Link Ausgabe 649 · Teil Teil 2
  4. Magazin  CENTAURON – Schwerpunkt und Hankenbeugung, Verantwortlich reiten – Sehnen, Bänder, Gelenke, Relative Aufrichtung, Dehnungshaltung
    EquiVoX-Link Ausgabe 650 · Teil Teil 3
  5. Magazin  CENTAURON – Brückenkonstruktion, Verantwortlich reiten: Biegung, Stützbein – Schwungbein, Hebeltechnik
    EquiVoX-Link Ausgabe 651 · Teil Teil 4


Abbildungen
Autorenhinweise m_red  » Nick Mott


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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 652 vom 20.05.2012
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