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› CENTAURON – Hebeltechnik von Verantwortlich reiten: Beizäumung, Gewichtshilfe, Diagonale Hilfengebung, Gewichtsweichen, Geraderichten, Natürliche Schiefe Hebeltechnik: (Fortsetzung) Der Druckaufbau über die Hilfengebung sollte generell mit Hintertürchen (= Ventilfunktion in die gewünschte Richtung) versehen sein! Druck erzeugt Gegendruck, deswegen müssen die Druckintervalle außerdem so kurz sein, dass das Pferd keine Zeit hat oder sich überhaupt bemüßigt sieht, Gegendruck aufzubauen. Beispiel Nachtreiben: Touchieren mit der Gerte auf die Kruppe muss ein sofortiges Vorgehen der Zügel zur Folge haben, damit der erzeugte Druck nicht gegen die Hand wandert und das Pferd sich in sich zurückzieht, was in letzter Konsequenz Steigen, Buckeln, oder sogar Rückwärtsrichten zur Folge haben kann. In der daraus resultierenden Beizäumung Heranführen der Stirnlinie kurz vor die Senkrechte. Warum nicht senkrecht oder gar hinter die Senkrechte? Weil die Hebellinie nicht eigentlich die Stirnlinie ist, sondern die Linie Maulwinkel-Genickansatz. Der optimale Hebelansatz liegt bei 90° und würde bei entsprechender Überzäumung überschritten, wodurch zwei Effekte aufträten:
entsteht ein Hebelansatz gegen die Halslinie, welche auf diese Weise vorwärts-aufwärts oder vorwärts-abwärts geführt werden kann, je nach Zügelmass und Handhaltung.… |
› Physik von Lesen Sie eigentlich die laufende Serie, die Reitlehre Im Vorwort betont er, dass nach seinem Dafürhalten ein Reiter sehr viel wissen muss; dieses Wissen hat er sich mühsam angeeignet, und er hofft, dass der Leser sich diese Mühe ebenfalls macht. Ich finde, wir müssen den Autor sehr dankbar sein, dass er sich die Mühe gemacht hat, sein Wissen an uns weiterzugeben. Er ist dabei vielleicht ein bisschen rau und ungeduldig, aber ich begreife seinen Ton vor dem Hintergrund seines Engagements. Er leidet praktisch mit den Pferden, die unter uns Menschen, den Reitern, zu leiden haben. So versteht er sich selbst als „Anwalt für das Pferd wider reiterliches Unvermögen“ , sein Wahlspruch lautet: „In dubio pro equo!“ , im Zweifel für das Pferd. Er verlangt vom Reiter aber nicht nur Wissen, sondern auch Einsicht, und er scheut nicht davor zurück, den Reiter mit Physik zu traktieren. Endlich, möchte ich sagen, endlich arbeitet jemand die physikalischen Grundlagen heraus. Alleine seine Ausführungen über den Schenkeldruck in der heutigen Ausgabe sind absolut köstlich (im Abschnitt Spaß Kein Wunder auch, dass dieser Mann sich mit seinen Ausführungen keine Freunde macht. Wer will schon etwas lernen? Wer will schon an sich arbeiten? Spaß haben wollen wir doch, oder? Jeder weiß doch schon alles, und zwar besser als alle anderen – lernen will keiner. Und an sich arbeiten möchte auch niemand, das ist nur unbequem und anstrengend! Schon im… |
› Tipps für eine erfolgreiche Pferdebeobachtung und -beurteilung Teil 38 Von Widersetzlichkeiten beim Satteln und Reiten in Kombination mit Muskelverkrampfungen deuten oft auf gesundheitliche Probleme bzw. Schmerzen des Pferdes hin, die organisch bedingt sein können, wie ich es in meinem letzten Tipp beschrieben habe, sie können ihren Ursprung aber auch direkt (schlechter Sitz, falsche bzw. zu harte Hilfengebung) bzw. indirekt (unpassende reiterliche Ausrüstung) beim Reiter haben. Die häufigste Ursache stellt dabei der Sattel dar, welcher leider nur äußerst selten vernünftig ausgewählt und angepasst wird. Meist spielen Kostengründe eine Rolle, wenn einem billigeren Exemplar mit schlechten Qualitätskriterien (schlampig gebauter Sattelbaum, asymmetrischer Sattelaufbau, hartes, in die Schulter und die Nieren drückendes Leder) der Vorzug gegeben wird, oftmals ist es jedoch auch schlichter Unwissenheit zu ‘verdanken’, dass die Verkaufspolitik skrupelloser Sattelhersteller siegt, welche mit üppigen Verzierungen über andere Mängel ihrer Produkte hinwegzutäuschen versuchen. Bisweilen beruht die falsche Sattelauswahl allerdings schlicht und einfach bloß auf der Ignoranz mancher Reiter, die das eigene Wohlbefinden über das ihrer Pferde stellen und deshalb ihr Hauptaugenmerk nur auf die Verarbeitung der Sitzfläche oder auch andere rein optische Gegebenheiten lenken, während sie z.B. der Unterseite des Sattels keinerlei Aufmerksamkeit schenken und oft sogar dem Größenverhältnis von Sattel und Pferd nicht ausreichend Beachtung zuteil werden lassen, sodass es letztendlich mitunter zu starken, gesundheitsschädlichen Gewichtsbelastungen in der empfindlichen Nierenregion kommen kann. Abgesehen von den daraus resultierbaren Nierenschäden kommt es bei einem schlecht sitzenden Sattel aufgrund der erlittenen Schmerzen verständlicherweise zu heftigen Muskelverspannungen, die wiederum bei anhaltender Belastung den Schmerz und damit auch die Abwehrmaßnahmen des Pferdes verstärken. So gehen Satteldruck und Sattelzwang Hand in Hand und können eine Reihe anderer Beschwerden mit sich bringen, die nur zu leicht mit organisch bedingten Nierenerkrankungen oder auch Kreuzschlag verwechselt werden können, wenn man das Verhalten des Tieres nur beim Reiten betrachtet. Allgemeine Arbeitsunlust bei gleichzeitiger Unruhe und verkürzte, steife Bewegungen der Hinterhand sowie verdickte bzw. _… |
Philippe Le Jeune, BEL Boyante de Muze Einzel-Weltmeister 2010 Belgische Warmblut-Stute Reiter geboren 1960 Pferde geboren 2001 München 2010 DKB-Riders Tour Großer Preis von München Die Besten treten an Starke Konkurrenz Internationaler Wettbewerb |
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