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› Reiten und Fahren Über den Fortschritt in geschichtlichen Dimensionen von Wann genau der Mensch das Pferd zähmte und zum Haustier machte, wissen wir nicht und werden wir vermutlich auch nie wissen können. Fest steht jedenfalls, daß der Mensch als Reiter und Fahrer uns bei seiner ersten geschichtlichen Überlieferung genauso perfekt und auf der Höhe der Kunst entgegentritt wie bei seinen ersten künstlerischen Äußerungen in der Höhlenmalereien der Steinzeit. Je mehr Vorzeitkunst bekannt wird und je mehr man sich damit beschäftigt, desto größer die Verblüffung über die technischen und ästhetischen Leistungen, die im Grunde bis heute unübertroffen sind. Es kann insbesondere keine Rede davon sein, daß die steinzeitlichen Künstler in irgendeiner Weise primitiv gewesen wären. Und genauso müssen wir den ägyptischen Pharao und den assyrischen König als begnadete Reiter und Fahrer anerkennen, deren technische Vollendung überrascht. Auch auf diesem Gebiet stellt sich wieder die Frage, ob in all den Hunderten von Jahren, die seither vergangen sind, irgendwelche Fortschritte erzielt wurden. Denn man muß berücksichtigen, daß man damals weder Sattel noch Steigbügel kannte, die bekanntlich das Reiten wesentlich vereinfacht haben, und trotzdem konnten die Herrscher und ihre Gefolgschaft auf die Jagd gehen und mit Pfeil und Bogen und Lanze ihre Künste üben, die für die kriegerischen Auseinandersetzungen dringend gebraucht wurden. Vermutlich gibt es seit der Blütezeit der indianischen Reitervölker keinen Reiter mehr, der so gut reiten kann wie Assurbanipal ( Dabei war Kassais Ansatz auch schon eine Rückbesinnung auf reiterliche Künste, die die östlichen Reitervölker so eindeutig unter Beweis gestellt hatten, daß das gesamte Abendland vor ihnen zitterte. Wenn die so gut reiten und schießen konnten, dann müßte es doch möglich sein, diese Fähigkeiten auch heute noch zu erwerben. Aus dieser Überlegung heraus hat Kassai eine Bewegung und einen Sport erschaffen, die vermutlich genauso viel mit den Vorbildern zu tun haben wie der moderne Fahrsport mit den antiken Streitwagen. Reiten und Fahren dienten dem Krieg, und wenn sich die Reiter und Fahrer nicht im Krieg befanden, übten sie dafür. Im Krieg geht es darum, selbst zu überleben und die anderen umzubringen. Wer die überlegene Waffen hat, ist bei beiden Aufgaben im Vorteil. Streitwagen… |
› Ist der Mensch gut? von
Das sagt ein Amerikaner, der eine Kleinanzeigenseite im Internet betreibt – nicht irgendeine, sondern die größte. Er könnte viel Geld machen, wenn er wollte, aber er will nicht. Kennen Sie den Wahlspruch von Google? "Don't be evil!" – "Sei nicht böse!" In München haben sich der letzten Woche prominente Größen aus der Internet-Welt getroffen, um über die Frage zu diskutieren, wie man gut sein kann. Angesichts der Kriege, Kriminalität und alltäglichen Schlechtigkeit der Menschen muß man sich fragen, ob diese Leute nicht unter Realitätsverlust leiden. Mehrheiten Vermutlich nicht, denn sie behaupten ja nicht, daß alle Menschen gut seien, und vermutlich würden sie auch nicht behaupten, daß die Menschen, die gut sind, immer gut sind. Wenn man über gut und böse redet, meint man das Gewissen, und das Gewissen kann sich nur regen, wenn die Grenze von gut und böse überschritten wurde. Dann weiß der Mensch, wo die Grenze ist. Wären die meisten Menschen nicht gut, könnte die Welt vermutlich nicht existieren. In kürzester Zeit wäre alles zerstört. Da die Welt sich aber schon ziemlich lange ziemlich stabil entwickelt, von gelegentlichen Rückschlägen abgesehen, die aber den Gang der Dinge insgesamt nicht gefährden können, darf man auf diese Mehrheiten wohl vertrauen. Fortschritt Zwar gibt es immer wieder große Anstrengungen, Böses ins Werk zu setzen, aber es gibt ebenso große, nein viel größere Anstrengungen, Gutes zu tun. Insgesamt darf man vermutlich von Fortschritt reden. Wenn wir uns nämlich vorstellen, zu einer beliebigen anderen Zeit in einer beliebigen anderen Gesellschaft leben zu können, wird uns vermutlich klar, daß wir in keiner anderen Zeit leben wollen als in der heutigen. Ich halte es für k… |
› Erkennung und Behandlung von Fohlenkrankheiten Teil 12 Von Vorige Woche habe ich damit begonnen, über Atemwegserkrankungen beim Fohlen und deren häufigste Ursachen zu sprechen, nun möchte ich auf die einzelnen Krankheitsbilder etwas näher eingehen und Ihnen auch gleich einige alternative Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Allerdings möchte ich nochmals betonen, dass man Erkrankungen der Lunge und auch der oberen Luftwege keineswegs auf die leichte Schulter nehmen und darum immer einen erfahrenen Pferdetierarzt oder Tierheilpraktiker zu Rate ziehen sollte. Gerade bei dieser Art von Krankheiten kann die Homöopathie oft ganz erstaunliche Heilerfolge erzielen, doch da es eine für den Laien unüberschaubare Fülle von atemwegsaktiven Arzneien gibt, ist das Einholen eines fachmännischen Rates unbedingt zu empfehlen. Die gebräuchlichsten Mittel – welche auch in jeder guten Stallapotheke vorrätig sein sollten – werde ich aber im Rahmen dieser Artikelreihe noch genauer vorstellen. Auslöser der meisten akuten Erkrankungen sind Virusinfektionen, die durch verschiedenste Erreger hervorgerufen werden können, doch dabei in der Mehrzahl der Fälle eine sehr ähnliche Symptomatik aufweisen. Plötzlich auftretendes und oft sehr heftiges Fieber, Appetitmangel und Mattigkeit, sowie angestrengte Atmung mit Hustenattacken und Nasenausfluss, welcher in der Regel zu Beginn dünnflüssig und durchsichtig, also wässrig ist, und erst im weiteren Verlauf der Erkrankung milchig und zähflüssig wird. Da es gegen Viren keine direkte Bekämpfungsmöglichkeit gibt, arbeitet hier auch die Schulmedizin nur symptomatisch, also mit fiebersenkenden und entzündungshemmenden Arzneien. Der Einsatz von Antibiotika macht erst dann Sinn, wenn als zusätzliche Komplikation oder im Anschluss an eine Virusinfektion eine bakterielle Besiedlung des geschwächten Organismus stattgefunden hat. Erkennbar ist eine solche bakterielle Infektion vor allem am gelblichen, eitrigen Nasenausfluss, der nun meist dickschleimig und zäh bis käsig-bröckelig ist. Auch der Husten verstärkt sich oft und der Auswurf zeigt ein ähnliches Erscheinungsbild wie der Nasenausfluss, während der virös bedingte Husten eher trocken ist. Durch die starke Sekretbildung ist oft auch schon mit freiem Ohr (ohne Stethoskop) ein deutliches Schleimrasseln im Kehlkopf- oder oberen Bronchienbereich zu vernehmen. Bei sehr ausgeprägtem bakteriellem Ansturm _… |
Assyrische Reliefs Palast von Sennacherib Prozession Gott mit uns, Tod dem Feind! Bergiges Gelände Für Reiter, nicht für Streitwagen Ab in die Gefangenschaft Mit Reitern gegen Fußvolk Stolze Rösser Königsgefährt, Schwimmblasen Truppenbesichtigung Belagerung der Stadt am Fluß |
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