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Vorwort: Martin Plewa, Leiter West. Reit- und Fahrschule von Vaude, Mary-GérardSeiten: 192, Format: 24 x 27 cm, Ausstattung: gebunden, Schutzumschlag, Fotos: 275, vierfarbigKehl, 15.03.2005 RvR Agentur & Verlagsgesellschaft mbH ISBN 9783938265017 EUR (D) 8, 49 ![]() erschienen im vom 07.08.2005 |
Der Verlag sagt über das Buch:
Dieses Buch ist ein wunderbares Geschenk. In der letzten Woche habe ich mich gefragt, wer das vorgestellte Buch Bei diesem Buch ist der Geschenkwert ungleich höher, obgleich ein Reiter vielleicht nicht unbedingt nach diesem Buch greifen wird, wenn er nach einem Geschenk sucht. Es ist preiswert, nicht teuer, und bietet sehr viele vorzügliche Fotos von einer Reihe Fotografen vornehmlich französischen Ursprungs, überwiegend vertreten von der Agentur » Optipress. Der Autor ist, so darf man annehmen, ebenfalls Franzose, das Buch ursprünglich in Frankreich erschienen. Erstaunlich! Sonst werden solche Bücher in England produziert und ins Deutsche übersetzt. Nun also einmal ein Buch aus Frankreich. Die Originalausgabe ist vom Regionalrat der Champagne-Ardenne unterstützt worden. Also müssen auch die Ardenner gebührend gewürdigt werden. Die Ardenner sind denn auch in der Liste der "40 wichtigsten Pferderassen" enthalten:
Wie ich in meiner Serie über die Zuchtziele des internationalen Sports dargelegt habe (Ausgaben
Kann man das als Vorwurf gelten lassen? Es kommt immer darauf an, was man von einem Buch erwartet, und was man mit dem Buch bezweckt. Amazon bringt eine wohlwollende Kritik von jemandem, der der "Faszination Pferd" erst durch dieses Buch erlegen ist (» Wunderbare Bilder, einfühlsame Texte). Immerhin hat auch dieser Rezensent erkannt, daß "die Rassen nur im Ausschnitt und damit unvollständig" dargestellt werden. Immerhin vergibt er fünf Sterne. Er hebt hervor, daß letztendlich die Bilder den Reiz des Buches ausmachen; er habe selten so schöne Detail aufnahm und Charakterstudien gesehen. Das zeigt mir erneut, daß sich dieser Rezensent mit Pferden bisher noch nicht intensiv beschäftigt hat. Diese Bilder sind schön, zweifellos, aber nicht schöner als in vielen anderen Büchern auch. Weil ihm die Bilder so gut gefallen, meint er, der Fotograf habe einen "extra Preis" verdient. Wenn es denn ein Fotografenbuch wäre... Das kennen wir nämlich: Bücher von Fotografen, genauso hervorragend aufgemacht, durch eigene oder fremde Texte illustriert. Oder Bücher eines Autors, der viel zu Pferden zu sagen hat, und seine Texte adäquat illustrieren läßt, falls nicht anders möglich, von mehreren Fotografen. Dann ist es aber das Buch des Autors, die Fotos spielen eine nebensächliche Rolle, sind Illustrationen zum Text. Dieses Buch erscheint unter dem Namen des Autors, und ist von einer Vielzahl von Fotografen illustriert, dürfte demnach zur zweiten Sorte gehören. Der Rezensent Thorsten Wiedau, der zur Gruppe der "Top 10 Rezensent" gehört (432 Rezensionen, freier Journalist, rezensiert aus Leidenschaft gern), hebt die einfühlsamen Texte der Autorin hervor. (Meines Erachtens muß es sich um einen männlichen Autor handeln.)
Ich fürchte, der Reiterfreund, dem wir dieses Buch schenken, wird diese Texte anders beurteilen. Sie sind vielleicht poetisch, sie mögen etwas über den Autor verraten, aber wen interessiert das? Die Texte sind ganz offensichtlich nicht eigenständig in dem Sinne, daß die Texte alleine das Buch ausmachen und durch die Fotos illustriert werden müßten. Eher ist es andersherum: Die Bilder stehen für sich, die Texte sind gelegentlich eingestreut, damit der Leser auch etwas zu lesen hat, aber eigentlich sind die Texte entbehrlich. Sie geben höchstens demjenigen etwas, der, wie der zitierte freie Journalist, mit Pferden nichts zu tun hat. So ist dieses Buch also weder ein Fotografenbuch noch das Buch eines Pferdemannes, das besonders schön und opulent illustriert ist. Das Buch ist ein Verlegerbuch. Es ist geboren aus der Idee, daß man so etwas gut verkaufen kann. Und zwar nicht unbedingt an die Leute, die etwas von der Sache verstehen, sondern an Leute, die romantisch davon träumen. Der Verleger hat also eine Idee, aber, obwohl es das auch gibt, im Regelfall ist der Verleger kein Autor und kein Fotograf. Aber davon gibt es ja genug, nicht wahr? Also stellt man schöne Fotos zusammen und beauftragt jemanden, dazu etwas zu schreiben, auf daß ein schönes Buch herauskomme, das möglichst viele Leute kaufen wollen. Kein Problem. Und weil dieses Konzept mit der Sache selbst gar nichts zu tun hat, kann man so etwas gleich in Serie produzieren. Von diesem Autor findet man aus demselben Verlag noch das Buch » Bäume Europas und das Buch » Esel Europas, das allerdings erst noch erscheinen wird. Wenn ich Verleger wäre, würde ich bei entsprechendem Erfolg voll auf die Tube drücken und den Markt mit Titeln wie "Hunde Europas", "Katzen Europas", "Rosen Europas", " Schmetterlinge Europas" usw. überschwemmen. Aber auf die Idee kommt der Verleger von alleine. Wenn dieses Buch auch für den Reiterfreund nicht ganz so interessant ist: Die Bilder sind natürlich allemal schön, das Buch repräsentativ, in dieser Hinsicht also ein viel würdigeres Geburtstagsgeschenk als Pascal Commére hat ein langes Vorwort geschrieben, das als solches nicht recht erkennbar ist. Er soll zwanzig Bücher veröffentlicht haben, wird bei Amazon aber nicht geführt. Google weiß natürlich mehr: Er ist Schriftsteller. Sein Vater war Jockey, also hat er etwas mit Pferden zu tun. Martin Plewa, der Leiter der Westfälischen Reit- und Fahrschule e.V. in Münster, hat noch ein Vorwort beigesteuert, das auf das Buch nicht Bezug nimmt und wie folgt schließt:
Womit er wohl auch sagen will, daß diejenigen, die bereits angesteckt sind, auf dieses Buch verzichten können. Dem würde ich mich nicht anschließend wollen. Man kann gar nicht genug Bücher mit wunderbaren Pferdebildern besitzen. Jedes einzelne schult das Auge und beflügelt die Phantasie, weckt Gefühle, hilft das Verhältnis zum Pferd zu vertiefen und zu differenzieren. Es reicht ja nicht, mit dem Pferd umzugehen, man braucht auch ab und zu den Abstand und die Reflexion. Gerade für die dunklen Wintertage ist dieses Buch ein willkommener Anlaß, sich dem Thema Pferd über das Auge zu nähern. Vielleicht schenken Sie sich selbst ein Exemplar? Lesermeinung
08.08.2005 [...] Was das neue Buch anbelangt, so gebe ich dir Recht, allerdings möchte ich noch stärker hervorheben, wie schlimm ich diesen scheinbar poetischen Text bezüglich der Kruppe finde! Wenn man wie ich erlebt hat, wie so perverse Schweine Stuten umbringen, indem sie sie mit irgendwelchen Gegenständen brutal vergewaltigen, dann kann ich an so einem Text nichts Poetisches und Schönes sondern nur etwas Abartiges erkennen. Ein, zwei diesbezügliche harmlose Sätze würde ich ja nicht tragisch nehmen, aber das ist ja schon ein richtiger Ansporn für perverse Pferdeschänder! Wie sich so manche Frau bei dem Vergleich fühlt, möchte ich ja gar nicht wissen, obwohl dies ein Punkt ist, der mich persönlich weniger stört, da man ja von den meisten Männern irgendwann mal als geile Stute bezeichnet wird und dies wohl als Kompliment werten sollte. [...] |
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