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› Das Jahr 1924 Auferstanden aus der Asche von Vor vielen Wochen habe ich meine Serie über die hundertjährige Geschichte der FN unterbrochen. Nach der Gründung des "Verbandes der Halbblutzüchter", vorangetrieben und zunächst geführt von Oscar v. Funcke, haben sich die ersten 20 Jahre turbulent gestaltet, nicht nur wegen des Ersten Weltkrieges. Der letzte Satz meines letzten Artikels lautete:
Andere Männer traten auf den Plan und übernahmen die Macht, allen voran Gustav Rau, der vor dem Krieg vom Kronprinzen zum Leiter des "Komitee für die Kämpfe zu Pferde bei den olympischen Spielen 1916" ernannt worden war. Nun war Deutschland infolge des verlorenen Kriegs erst einmal von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Die olympischen Spiele 1916 hatten wegen des Kriegs nicht stattgefunden. Das Komitee wurde nach dem Krieg umbenannt in "Komitee für die Kämpfe zu Pferde", die Spendenmittel für Prämienzahlungen verwendet, die einen finanziellen Anreiz zur Leistungssteigerung bieten sollten. Noch mehr wurde umbenannt: Der Ausdruck "Halbblut" kam aus der Mode, die regionalen Zuchtverbände bevorzugten den Ausdruck "Warmblut", und so entstand am 19. Februar 1923 aus dem Zusammenschluß der Zuchtverbände mit dem Reichsverband der "Reichsverband für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts". Die Verbandsleitung war fest in der Hand des Adels, lediglich August Andreae (Abteilung Leistungsprüfung) und Gustav Rau (Abteilung Zucht) waren bürgerlich. Der Verband wollte die planlose Anpaarung von Warmblutstuten mit Kaltbluthengsten unterbinden und alle Stuten im Stutbuch erfassen. Das war alleine schon eine anspruchsvolle Aufgabe, denn "selbst in der Zuchthochburg Ostpreußen sind nicht einmal 20 Prozent aller Warmblutstuten im Stutbuch eingetragen, in Hannover sind zwei Drittel aller Stuten nicht registriert." (Susanne Hennig: 100 Jahre FN, S. 56).
Der Reichsverband soll natürlich für verbesserten Absatz sorgen. Dazu muß die Nachfrage geweckt werden. Diese wiederum wird durch sportliche Erfolge angestachelt. Das ist das deutsche Erfolgsrezept, das bereits v. Funcke verfolgte und das sich über 100 Jahre bis heute bewährt hat. Ob sich die sportlichen Erfolge durch Verbandsarbeit und finanzielle Anreize fördern lassen, wird vermutlich nie zweifelsfrei geklärt werden können. Denn immerhin braucht man gute Pferde, gute Reiter und gute Teams. Ohne diese Voraussetzungen, die durch Geld und Verbandspolitik allein nicht geschaffen werden können, müssen Träume von sportlichen Erfolgen Träume bleiben. Persönlichkeiten… |
› Hufbeschlag von In der letzten Woche haben wir eine wunderbare Geschichte über die Heilung eines Pferdes lesen können, das bereits auf dem Weg zum Schlachter war ( Nun muß man nicht unbedingt streiten, wenn man Erfahrungen sammeln kann. Im vorliegenden Fall waren diese uneingeschränkt positiv. Damit entfällt die Streitgrundlage. Möchte man meinen, aber die Wirklichkeit ist etwas komplizierter. Es gibt verschiedene Interessengruppen, die jeweils gegeneinander arbeiten. Der Pferdebesitzer steht sozusagen im Kräftefeld dieser Interessengruppen. Die Schlachtordnungen sind kompliziert, aber die erste und grundlegende Entscheidung lautet: Eisen oder Barhuf? Im Bereich des Turnierwesens sind Eisen üblich und teilweise vorgeschrieben, möglicherweise sogar grundsätzlich vorgeschrieben – ich bin da gar nicht informiert. Es wundert mich allerdings schon, wenn ich die schweren Kaltblüter mit den schweren Eisen auf der Sandbahn rennen sehe. Das muß nun wirklich nicht sein. Der Eisenbeschlag hat eine lange Tradition, aber inzwischen gibt es auch andere Traditionen. Zahlen sind mir nicht bekannt, aber ich würde schätzen, daß deutlich mehr als die Hälfte aller Pferde in diesem Lande barfuß gehen. Mehrere Berufsrichtungen haben sich herausgebildet, die sich der Pflege und Problemkorrektur am Huf widmen. Nun ist dieses mehr oder weniger friedliche Miteinander gründlich gestört. Die Bundesregierung plant, eine neue gesetzliche Regelung einzuführen. Die amtliche Bezeichnung lautet: "Entwurf eines Gesetzes über die Reform hufbeschlagrechtlicher Regelungen und zur Änderung tierschutzrechtlicher Vorschriften" Die FN hat sich dazu gerade erst geäußert:
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› Tipps zur Behandlung von Koliken IV / Koppen Von In den letzten Beiträgen habe ich die wichtigsten Sofortmaßnahmen und homöopathischen Behandlungsmöglichkeiten von Koliken besprochen, diese und nächste Woche möchte ich nun noch etwas genauer auf alternative Methoden zur Beseitigung der psychischen Ursachen und ganz speziell auf das Thema ‚Koppen' eingehen. Da das Koppen (Luftschlucken) – wie ich bereits zu Beginn dieser Artikelserie erwähnt habe – einen besonderen Risikofaktor für Koliken darstellt, sollte man unbedingt versuchen, diese Verhaltensstörung durch Veränderung der Lebensumstände des Pferdes für das Tier möglichst uninteressant zu machen und/oder mit ganzheitlichen Therapien (Homöopathie, Bachblüten) die Seele und des Geist des Pferdes wieder ins innere Gleichgewicht zu bringen. Hat sich der ‚Tick' schon über lange Zeit im Alltag des Pferdes festgesetzt, so kann diese Behandlung allerdings viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen, bis sich der erwartete Therapieerfolg einstellt. Da ich bezüglich der homöopathischen Behandlung von Koppern nur über wenig eigene Erfahrungen verfüge, möchte ich diesbezüglich hauptsächlich das sehr empfehlenswerte Buch ‚Unsere Pferde – gesund durch Homöopathie' von Michael Rakow zitieren. Als erstes Mittel wird hier Zincum metallicum D30 genannt, welches sich für besonders unruhige Tiere eignet, die – bevor sie jeweils mit dem Koppen beginnen – aufgeregt hin und her trippeln. Ausgelöst wird diese Verhaltensstörung vor allem durch Erschrecken des Pferdes, doch auch abends und nachts sind die Symptome verstärkt. Besonders auffällig ist auch die starke Verkrampfung des Halsmuskels während des Koppens. Dieses Mittel kann übrigens auch ich wärmstens für unruhige Tiere empfehlen, es eignet sich auch hervorragend für Pferde, die weben (eine Verhaltensstörung, bei der die Pferde auf den Vorderbeinen hin und her schaukeln, wobei auch der Kopf mitschwingt) oder ständig in der Box im Kreis laufen. Eine weitere homöopathische Arznei gegen das Koppen ist Hyoscyamus D30, welche vor allem bei so genannten Krippensetzern – das sind Pferde, die mit den Schneidezähnen irgendwo (auf Futtertrögen, auf Holzzäunen, etc.) aufsetzen, während sie Luft schlucken – zum Einsatz kommt. Das Koppen erfolgt bei Pferden, auf die dieses Mittel passt, meist tagsüber nach der Futteraufnahme oder nach inte _… |
Sommerdurst Mineralstoffreiches Tümpelwasser Lange Hälse Geborgen & zufrieden in der Herde Fliegenplage Warmblut & Arabisches Vollblut PferdeStark 2003 PferdeStark 2005: 27./28. August Prunkgeschirr Reichlich Messing Neuer Trend Reiten auf Kaltblütern |
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