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Sprache lebt, und zwar dadurch, daß die Menschen sie sprechen, wodurch sich ein gewisser Sprachgebrauch herausbildet. Es ist also nicht so, daß irgend jemand definiert, was unter einem bestimmten Begriff zu verstehen ist, und alle sich dann daran halten, wie in der Mathematik oder allgemein in der Wissenschaft. Deshalb kann sich die Bedeutung eines Wortes wandeln, und es kann auch mehrere Bedeutungen annehmen, die noch nicht einmal etwas miteinander zu tun haben müssen. Ursprünglich verstand man unter Sekten Abspaltungen von den großen Kirchen. Es handelte sich also immer um eine religiöse Bewegung, die im Gegensatz zu einer etablierten Organisation standen. In jeder Kirche gibt es Abspaltungen, genauso wie es in jedem Verein Abspaltungen gibt, allgemein in jeder Gruppierung. So gesehen ist das Christentum eine Sekte des Judentums, und die evangelischen Kirchen sind allesamt Sekten des Katholizismus. Das ist aber hier nicht gemeint. Man bezeichnet ja die verschiedenen evangelischen Kirchen nicht als Sekten. Diese haben sich genauso etabliert wie die ursprünglichen Kirchen und sind damit selber welche. Mit "Sekte" bezeichnet man heute eine Organisation, die anrüchig ist. Es kann sich um eine religiöse Gemeinschaft handeln, muß aber nicht. Es gibt eine ganze Reihe von religiösen Gemeinschaften, die anrüchig sind, und eine ganze Reihe von anrüchigen Gemeinschaften, die nicht religiös sind. Manche gehen sogar so weit zu behaupten, daß auch die großen Weltkirchen anrüchige Sekten seien, also alle die Merkmale aufweisen würden, die eine Gemeinschaft als anrüchig brandmarken. "Aber auch Gruppen innerhalb der großen Kirchen wie z.B. Wenn man den Verdacht hat, daß eine Gemeinschaft in diesem Sinne eine "Sekte" sei, kann man Experten befragen, die dann wiederum auf einen Kriterienkatalog zurückgreifen, der sich bei der Beurteilung dieser Frage bewährt hat ( Wenn Sie es genau wissen und sich mit diesen Fragen näher beschäftigen wollen, sollten Sie bedenken, daß ziemlich unerfreuliche Abgründe des menschlichen Daseins zur Sprache kommen. Ich habe mich schon in den vergangenen Wochen und auch in dieser Woche wieder durch die genannten Aufsätze durchgearbeitet und bin den entsprechenden Links gefolgt. Viele Stunden habe ich damit verbracht, die widerlichsten Dinge zu lesen. Es ist unglaublich. Nichts ist so banal, als daß man es gutgläubigen Menschen nicht als heilig verkaufen könnte. Man tut gut daran, sich zu informieren. Mit Hilfe des Internet ist das leichter denn je. Bekanntlich gibt es nur wenige Versuchungen auf dieser Erde: Macht, Geld, Sex und jede beliebige Form der Mischung davon. Mit Macht und Geld bekommt man Sex, und manche Forscher sind der Meinung, daß letzten Endes alles auf Sex zurückzuführen sei, auch die Kunst und die Wissenschaft: » Interview mit Geoffrey Miller: "Einsteins Relativitätstheorie diente der Fortpflanzung". Andere wiederum glauben, daß es um die Macht geht, aber auch da spielt Sex oft eine erstaunlich große Rolle. |
Woher kommen wir, wohin gehen wir, weshalb sind wir hier? So wie jeder Jugendliche irgendwann entdeckt, daß die Welt böse und ungerecht ist, fragt er sich, was seine Aufgabe in diesem Leben ist. Auf diese Frage gibt es keine leichte Antwort. Und als Rolf der Autorin Sigrid Kreile die Vision vom auserwählten Volk vor Augen stellt, glaubt sie, daß damit diese zentrale Frage ihres Lebens beantwortet sein könnte:
Nach meinem Dafürhalten ist das der wahre Motor, der die Menschen in die Abhängigkeit treibt. Sabine Birmann hat erkannt, daß Klaus Ferdinand Hempfling in gefährliche Fahrwasser steuerte, und hat sich von ihm getrennt. Sie hat Sigrid Kreile gewarnt, aber es hat nichts genützt. Für Sabine Birmann ist Sigrid Kreile offenen Auges in ihr Verderben gerannt, aber für diese war es vermutlich der Strohhalm, nach dem sie gegriffen hat, um ihre Seele zu retten. Auch andere Anhänger haben sich an Frau Birmann gewandt und sich nicht an ihren Rat gehalten. Sie wundert sich bis heute, wie intelligente, erfolgreiche Menschen in ihren besten Jahren, die an maßgeblicher Stelle Verantwortung getragen haben – kein junges Gemüse, das nicht weiß, wo es lang geht – es Sigrid Kreile gleichgetan und alle Brücken hinter sich abgebrochen haben, um den Verheißungen Hempflings zu folgen. Macht, Geld und Sex kann es nicht gewesen sein. Die Macht wurde an Hempfling abgegeben, das Geld auch, und Sex war dem Meister vorbehalten. Ein bekanntes Muster, dem sich die Mitglieder der sogenannten Sekten gerne unterwerfen. Absolut unverständlich, wenn es nicht etwas viel Wichtigeres als das angeblich Wichtigste geben würde. "Folge mir nach" – steht das nicht so in der Bibel? Genau: » Folge mir nach – eine Zeitschrift für junge Christen. Wenn das die zentrale Frage unserer Existenz ist, so gibt es kein Zögern. Geld, Macht und Sex spielen dann keine Rolle mehr. Auch Jesus verlangte von seinen Jüngern, alle Brücken hinter sich abzubrechen, die Familien zu verlassen und ihm, dem Heiland, zu folgen. Wer dieser tiefen Sehnsucht nachgibt, kann bei denen, die zurückbleiben, kein Verständnis erwarten. Und je weniger unsere Welt und die darin sinnstiftenden Institutionen, insbesondere die Kirchen, Antworten auf diese drängenden Fragen geben können, desto leichter haben es Alternativangebote, wie obskur auch immer diese daherkommen mögen. In den oben angegebenen Quellen sind stellvertretend nur einige Beispiele aufgeführt, und von den meisten hatte ich noch nie etwas gehört. Im Zuge dieser Recherchen habe ich von der gründlichen Arbeit der Wikipedia profitiert. Auf der Seite
Klingt doch gut, nicht? Auf der Seite » Die Sant Thakar Singh-Bewegung lesen wir den Titel eines Vortrags, mit dem die Organisation sich vorstellt: "Sehnsucht der Seele, Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Vortrag über die Meditation auf das innere Licht und den inneren Ton nach dem Weg des Sant Mat." Eben – was ich sage! Das ist das, was die Menschen umtreibt, die schon erkannt haben, daß Geld, Sex und Macht nicht glücklich machen. Dort beschreibt jemand auch die typischen Konflikte eines Jugendlichen, der begierig die Hand nach einer Erlösung ausstreckt – klassischer Fall. Aber dann lesen wir:
Hört sich nicht gut an. Was spielt sich da wirklich ab? Richtig deutlich wird es im Zusammenhang mit Der zweite Bericht ist in englischer Sprache geschrieben und sehr detailliert. Es geht vor allen Dingen um Mißbrauch, speziell um sexuellen Mißbrauch. Darin fand sich ein Wort, das » LEO nicht richtig übersetzen konnte. Daraufhin habe ich die englische Wikipedia konsultiert, weil ich einen Verdacht hatte. Und richtig: "cold sore" ist |
So sieht das also aus! Die Schilderung von Sigrid Kreile habe ich schon als quälend empfunden, aber jetzt sehe ich, daß Rolf, der Pferdeschamane, vergleichsweise ein blutiger Anfänger ist. Ihm ging es wohl vordringlich um Machtausübung und im Zusammenhang damit um Geld. Sexuelle Ausbeutung scheint eine Nebenrolle gespielt zu haben, da er anscheinend nur wenigen Frauen in seiner Umgebung seine Gunst geschenkt hat. Sigrid Kreile hat keinerlei Hinweise auf entsprechende Übergriffe des "Meisters" gegeben, und auch sonst habe ich nichts gefunden. Andere sind da weniger bescheiden und verbrauchen die Frauen (und auch Männer) zu Hunderten. Alles natürlich im Namen Gottes, der Seele, des Himmels oder politischer Utopien, und die armen Adepten glauben das auch noch (» Lama Ole Nydahl hat keine Zeit für Askese, » Ole Nydahls militanter Buddhismus). Im erwähnten Buch wird die Quintessenz so gezogen:
Mit anderen Worten: Die Leute, die sich angeblich um die letzten Fragen kümmern, interessieren sich für die Macht. Nun ist das auch nur eine Meinung, aber die Schilderung » I was a Tantric sex slave zeigt, daß die ganze Angelegenheit im Grunde nicht sehr viel anders aussieht als bei Sri Chinmoy. Natürlich kann man sich alles zurechtbiegen. Der Guru hilft dann der armen Frau, die schon als Frau natürlich sehr benachteiligt ist und eigentlich gar nicht erlöst werden kann, auf ihrem Weg, indem er mit ihr schläft. Die mißbrauchte Person muß also noch dankbar sein. Und er macht das natürlich nicht so, wie unsereiner. Im Tantra darf der Mann nicht kommen, sondern es geht darum, die Energie oder die Macht oder was auch immer zu transformieren. Am Tatbestand des Mißbrauchs und der subjektiven Befindlichkeit der Frau ändert das natürlich nichts. Das hat Rolf ja auch ganz gut gekonnt – seinen Anhängern genau zu erklären, wie sie die Welt zu sehen haben. Und wer sich diesem System dann entziehen will, der ist selbstverständlich verflucht, den wird das Leben bestrafen, der wird Selbstmord begehen oder umgebracht werden oder was auch immer an wohlfeilen Drohungen gerade passend zu sein scheint. Darin liegt der eigentliche Mißbrauch: Die vielen, vielen Anhänger der vielen, vielen Heilsbringer werden, so steht zu vermuten, in den meisten Fällen zumindest an der Nase herumgeführt, manchmal aber sogar schwer geschädigt, finanziell, psychisch, seelisch. Wieviel Sehnsucht und echte Leidenschaft nach dem Seelenheil wird in diesen Organisationen nutzlos vergeudet? Von dem unendlichen Leid und der maßlosen Enttäuschung dieser Gottsucher handeln die erschütternden Berichte, auf die ich verwiesen habe. Und dazu gehört ausdrücklich auch das Buch von Sigrid Kreile. |
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Ich kann die Diskussion über den Sektenbegriff nicht abschließen, ohne ein Wort über Robert Michael Schlittenbauer zu verlieren. Das ist der Mann von » Sekteninfo-Bayern.de, der sich die Bekämpfung der Sekten auf die Fahne geschrieben hat. Dieser Mann hat kein offizielles Mandat, er hat mit Hempfling nichts zu tun, aber er hat sich als Sprecher der "Schutzgemeinschaft gegen Sekten und Kulte" zum Vorsitzenden der » Selbsthilfegruppe Hempfling gemacht. So wie Hempfling selbsternannter Pferdeschamane ist, so ist Schlittenbauer selbsternannter Sektenbekämpfer.
Schlittenbauer kämpft jetzt also wieder allein. Hatte Hempfling ihm das Maul gestopft? Wenn ja, mit wenig Erfolg. Dieser Mann arbeitet weiter mit reißerischen Methoden und zitiert zum Falle Hempfling mehrere Zeugen, die aber jeweils anonym auftreten und deshalb vor Gerichten keinerlei Aussagekraft haben (» "Hempfling ein 'Tierquäler'"?, » "Hempfling ist für mich die schwärzeste Seele, die mir je über den Weg gelaufen ist:", » Ein Journalist berichtet mit Schrecken, was er bei Hempfling erlebte., » Schwere Fehler des Sektenbeauftragten der evang. Landeskirche Dr. Hansjörg Hemminger). Er stilisiert sich als Fachmann, der den Betroffenen beisteht, die zuständigen Behörden und Fachleute auf Trab bringt und die Öffentlichkeit aufklärt. Wenn er so ein hervorragende Experte ist, wie er behauptet, müßte man allerdings auch erwarten können, daß er sich tief in die Problematik eingearbeitet hat und sowohl Verständnis für die Opfer als auch für die Täter aufbringt, zumindest aber den Sachverhalt korrekt einschätzen kann. Das ist aber nicht der Fall. Für Schlittenbauer sind Sekten so etwas wie die die Grippe:
Diese Art Aufklärung würde ein Bayer vermutlich als "Schmarrn" bezeichnen. Als denkender Mensch fühlt man sich doch etwas merkwürdig; man möchte mit solchen Leuten nicht in einem Atemzug genannt werden. Und man möchte sie nicht als Gegner haben. Deshalb wundert es mich etwas, daß Ingo Heinemann, der einen seriösen Eindruck macht (» Warum Scientology-Kritik?), Beiträge von Schlittenbauer bringt:
Kann man diesen Aussagen trauen? Der eine beruft sich auf den anderen, und wer bringt Beweise? Wer weiß wirklich etwas? Eine schwierige Frage. Ich habe in diesem Artikel viel zitiert und berufe mich also selbst auf das, was ich dort gefunden habe. Aber ist das die Wahrheit? Kann ich das nachprüfen? Nein. Vielleicht ist alles nur eine groß inszenierte Verleumdung? Schließlich kann jeder im Internet schreiben, was er will. Beiträge der Wikipedia können etwas mehr Vertrauen beanspruchen, weil sie im Regelfall Belege anführen, aber auch die könnten natürlich gefälscht sein. |
Vor etwa einem Jahr stellte sich heraus, daß eine autobiographische Schrift einer Frau im Internet, die Tausende von Menschen im Bann gehalten hatte, eine Fälschung war. Die Leser hatten versucht herauszufinden, wer sich dahinter verbirgt. Indizien wurden zusammengetragen, die darauf schließen ließen, wo die Person wohnt und sich bewegt, man hatte versucht, sich zu verabreden. Sie hatten es nicht geschafft. Der Autor hat sich irgendwann selbst zu erkennen gegeben, weil er keine Lust mehr hatte. Es war ein Mann, und niemand hatte das bemerkt. Alle hatten sie geglaubt, daß eine Frau schreibt. Wem kann man glauben? Schlittenbauer? Hempfling? Kreile? Wenn man über Sekten redet, kann man an der Aber Heinemann ist nicht auf die Scientology spezialisiert. Sein Verein widmet sich der Sektenproblematik allgemein und bietet deshalb eine Fülle von Informationen. Im Falle Hempfling finden wir dort nichts Neues, aber statt dessen einen in seinem Bericht, der nachvollziehbar macht, wie eine solche Gemeinschaft sich entwickeln kann. Der Artikel » Otto Muehl: Wiener Kunstszene ehrt vorbestraften Sexguru hat mich dazu verleitet, mich näher mit dessen Geschichte zu befassen. Unter » Die Diktatur der freien Sexualität findet sich ein ausführliche Bericht eines ehemaligen Mitglieds und Aussteigers, das maßgeblich dazu beigetragen hat, daß dieses Unternehmen ein Ende fand und der Initiator verurteilt wurde. Mühl hat die Sache noch viel unbedarfter angefangen als Hempfling, aber dafür ist sie ihm viel grandioser geraten. Er hat seine Sache auch viel länger treiben können. Nach meiner Einschätzung kann man Mühl nicht unterstellen, er habe von Anfang an vorgehabt, ein Schreckensregime zu errichten. Irgendwie hat sich alles ganz natürlich ergeben. Ein Steinchen fügte sich zum anderen. Das soll nichts beschönigen; natürlich trägt Mühl die volle Verantwortung für seine Taten, wie Hempfling auch. Ob man Hempfling vorwerfen kann, er habe von Anfang an alles so geplant, scheint mir zweifelhaft. Daß er sich schließlich verrannt hat, muß als gesichert gelten. Und wie es aussieht, konnte aus der ganzen Sache schon deshalb nicht werden, weil Hempfling gar nicht in der Lage ist, eine Organisation dieses Maßstabs aufzubauen. Der Sektenbeauftragte der Baden-Württembergischen Landeskirche schließt seinen Bericht über Hempfling wie folgt:
Mühl ist ebenfalls Künstler, und als Künstler nimmt er Sonderrechte für sich in Anspruch. Er ist wegen Mißbrauchs von Minderjährigen verurteilt worden, weil das ein Straftatbestand ist, der leicht überprüft werden kann. Um ein geringeres Strafmaß zu erhalten, hat er im Verfahren Einsicht vorgeschützt, nach seiner Entlassung jedoch sein wahres Gesicht gezeigt:
Besonders der letzte Satz ist merkwürdig. Soll das heißen, daß die Sache weniger ungeheuerlich ist, weil andere sich ebenfalls daran beteiligt haben? Aber der Kernsatz ist natürlich: Die wollten das doch! Genau! Das kann der Führer beurteilen, selbst wenn das Mitglied etwas anderes behauptet. Das Merkwürdige ist, daß Mühl selbst nach seiner Verurteilung von einflußreichen Persönlichkeiten aus Kultur und Politik nach wie vor sehr unterstützt wird. Man wundert sich. Sex, Macht und Geld, so muß man schließen, treibt die Macher um, die Sorge um das eigene Seelenheil die Anhänger. Die Gründe, warum jemand in so einem System landet, sind also klar. Die Gründe, warum er sich nicht lösen kann, nachdem er Einsicht in die Mechanismen bekommen hat, leuchten auch einigermaßen ein. Aber trotzdem – bei aller Sehnsucht nach eine Antwort auf die Sinnfrage: Kann man den Verstand ausschalten? Können die Menschen den Sekten und ihren Versuchungen nichts entgegensetzen? Gestern bin ich im Supermarkt einem jungen Mann begegnet, der ein schwarzes T-Shirt anhatte. Auf diesem T-Shirt stand in weißer Schrift:
Das soll natürlich witzig sein. Der Spruch meint, daß dem Träger des T-Shirts dumme Menschen ständig auf die Nerven gehen. Diese will er sich vom Leibe halten. Man kann aber auch mit den Menschen fühlen, die dumm sind und in Situationen leiden, die leicht vermeidbar gewesen wären. Vermeidbar für die, die solche Erfahrungen gar nicht erst machen müssen, denen eine solche Situation gar nicht begegnen würde. Vermeidbar vielleicht auch dadurch, daß hinreichende Aufklärung betrieben wird. In diesem Sinne darf diese Artikelreihe für sich in Anspruch nehmen, aufklärend wirken zu wollen. Aus demselben Grunde hat Sigrid Kreile ihre Erfahrungen in Buchform veröffentlicht. Der Bericht über das, was ihr widerfahren ist, kann vielleicht andere vor Schaden bewahren. Hoffen wir es. Wenn nur eine Person dadurch wachgerüttelt wird, hat sich die Sache schon gelohnt. |
Wie kann es sein, das Menschen so dumm sind? Wie kann es angehen, daß Menschen sich mißbrauchen lassen? Eine Erklärung bot Dieter Rohmann in seinem Vorwort: Die Menschen müssen ihre eigenen Fehler machen dürfen, weil sie nur so lernen können. Aber müssen sie ihren Verstand ausschalten? Die Seite Dafür bietet es Erklärungen an, die das Lernen aus Fehlern in einen größeren Zusammenhang stellen:
Das ist also ein Beispiel für eine unauffällige Organisation, die möglicherweise wirkliche Hilfestellungen bietet. Die Wikipedia arbeitet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Angeboten auf dem "Markt der Lebenshilfe" sehr schön heraus. Wer auf der Suche nach seinem Seelenheil ist, muß also nicht in die Hände einer "Sekte" fallen. Das Angebot ist auch auf diesem Markt sehr groß. Jeder kann die Erfahrungen machen, die nötig sind, ohne daß er sich ruiniert. Man muß sich nur ein bißchen umtun. Im übrigen gibt es die klassischen Kirchen unserer westlichen Welt, zuständig für Sinnfragen. Und die "Meister", die so offensichtliches Unrecht begehen, was ist mit ihnen? Nach der Theorie des In dieser Woche habe ich das Buch von Sabine Birmann bekommen und schon ein wenig darin geschmökert. Es gefällt mir sehr gut. Eigentlich wollte ich sofort eine Rezension schreiben, aber das habe ich jetzt auf die nächste Ausgabe verschoben. Denn ich möchte im Hauptartikel der nächsten Woche anhand des Buches herausarbeiten, was wir von Sabine Birmann und den Pferden lernen können. Dieses Buch ist nämlich ein Pferdebuch. Die Danksagung führt viele Menschen auf, die zum Buch beigetragen haben. Uns, die wir uns jetzt wochenlang mit Klaus Ferdinand Hempfling beschäftigt haben, interessiert besonders der folgende Satz:
Indirekt beschäftigen wir uns also noch weiter mit Hempfling, jetzt aber mit den Dingen, die uns Pferdeleute wirklich interessieren und wo er uns etwas zu sagen hat. Was war es noch, was er kann? In der ersten Ausgabe der Cavallo wurde Hempfling so beurteilt:
Hoffen wir, daß Sabine Birmann aus einem anderen Holz geschnitzt ist. |
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zu Ausgabe "Überlassen wir also die Beteiligten ihrer guten Seele und dem lieben Gott und hoffen wir das Beste. Vielleicht sollten wir für sie beten." (Bericht 328: "Verstand") Die Idee ist nicht schlecht. Sie hat etwas Menschenfreundliches und Versöhnliches, lässt die mitmenschliche Verbindung nicht abreissen und zeigt, dass man es sich nicht anmasst, ein letztgültiges Urteil auszusprechen. Das hat natürlich auch etwas Entlastendes, können wir doch damit die Sache auf sich beruhen lassen ... "in Gottes Hand". Keine "Rettung" in Sicht? "Der dritte Lehrer, der auch nicht unerwähnt bleiben sollte, wird von Welz eingeleitet mit dem Eingeständnis: "Ich bin ein Geheimnisverräter." Im Gegensatz dazu bezeichnet er Klaus Ferdinand Hempfling, von dem er ebenfalls beeinflußt wurde, als einen Geheimniskrämer." (Zitat – Bericht 327: "Verdienste") Welz als der "bessere Hempfling"? Dann können wir also dem etwas unangenehmen Charakter in Zukunft aus dem Weg gehen? Welz zeigt uns ja viel besser, was Hempflings Sache ist? Könnte es aber nicht sein, dass der "Geheimnisverräter" gar nicht weiss, was ein "Geheimnis" eigentlich ist? Dass er somit das "Geheimnis" gar nicht "verrät", sondern lediglich zerstört und letztlich mit leeren Händen dasteht? Ich hege schwer den Verdacht – bei aller echten Achtung vor Herrn Welzens Qualitätsarbeit!!! – dass er eben nicht dasselbe Geheimnis "lüftet", das Herr Hempfling "schützt" bzw. (in einem ganz anderen Sinne) nun selbst "verraten hat"! Interessant: Kaum jemand, der sich von Hempfling "angestossen" fühlte, hat sich wirklich mit ihm öffentlich "auseinandergesetzt"! Oder? Welz erklärt natürlich nicht Hempfling, sondern Monty Roberts und Pat Parelli – mit etwas eigener Würze, versteht sich. Ich denke doch, dass er sich mit dieser "Gleichsetzung", aus der er obendrein als Gewinner hervorzugehen wähnt, deutlich "überhebt". Wie lässt sich also "über ein Geheimnis" reden? "Die neue Hermetik löst weder das "Geheimnis" auf, noch lässt sie es einfach als Geheimnis stehen." (H. Rombach, Strukturanthropologie. Der menschliche Mensch, S. 131) Dies könnten wir bei Heinrich Rombach lernen. Mit Heinrich Rombach könnte es gelingen "Hempfling zu retten", ohne ihn billig "zu rechtfertigen" oder billig "zu be-/verurteilen" (Ein gefährlicher "Psychopath" ...)! In der "philosophischen Hermetik" Heinrich Rombachs würden sich Hempfling und auch seine Opfer "wiedererkennen" können: Die rettende Kritik könnte sich da in annehmbarer Weise, d.h. nicht "unter Niveau", selbst entzünden! ("Wer richtet, rettet nicht; wer rettet, richtet nicht." H. Rombach, Welt und Gegenwelt, S.89) Ich will hier nochmal auf meinen Leserbrief (1468) verweisen und meine dortige Lektüreempfehlung bekräftigen: Heinrich Rombach, Welt und Gegenwelt. (» www.feelsophie.de/weltundgegenwelt) Norbert Balk Verónica-Argentinien |
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zu Ausgabe Hallo Herr Popken, danke auch für diesen dritten Teil! Anders als manchen Lesern fehlt mir eigentlich noch ein Aspekt, nämlich die oft erwähnte, aber in Internetforen immer sehr banal abgehandelte Frage, wie und warum eigentlich jemand zum Guru wird. Interessante Informationen und Denkanstöße gibt auch hierzu Wikipedia, wenn man einfach nach "Guru" und "Wikipedia" googelt. Über die "Gründe, warum Leute von Gurus angezogen werden" steht dort auch einiges, es muss ja nicht so sein, dass so ein Mensch – wie Sie wohlwollend unterstellt haben "... auf der Suche nach seinem Seelenheil ist", vielleicht trifft auch Folgendes zu: "Ein weiterer, finsterer und weniger verbreiteter Grund ist jener, das der Gehorsam gegenüber einem Guru einen selbst von der Last der Freiheit (der Wahlfreiheit) 'befreit'." Ob das wohl wirklich so selten ist? ;-))) Ihre Ankündigung eines Artikels über Sabine Birmann entspricht ja ganz der dort formulierten Anforderung, " ... dass man einen Propheten anhand seiner Früchte beurteilen solle" [» www.politikwiki.de/index.php/Guru, 12.07.2005, 12:58 Uhr]. Da steht aber auch: "Diese Regel hat Nachteile, da zuvor bekannt sein sollte, was gut und was schlecht ist, ..." Nun teile ich ja so ganz und gar nicht die Meinung, Hempfling habe sein Wissen nicht vermitteln können; "Mit Pferden tanzen" ist ein sehr wertvolles Lehrbuch für mich und da es mir allgemein einen Schlüssel zur Kommunikation vermittelte, wundert es mich wenig, dass eine Schülerin des Autors den Anspruch breiter fasste zu "Mit Pferden sein". Sie hat es leichter als KFH; Frauen werden anscheinend nicht so leicht zu Gurus (gemacht?) Außerdem benennt sie den Lehrer, ist also Schülerin. Aber sie hat ein Buch geschrieben, hat eine Homepage, bietet Seminare an und beschreibt Weg und Ziel ("Einssein mit der Natur" [» mitpferdensein.de, 12.07.2005, 13:10]). Gefährdet? Es wird spannend, da bin ich sicher! Viele Grüße Anke Hoffmann |
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zu Ausgabe Hallo Herr Popken! Ich bewege mich viel und gerne im Pferde-Forum.org und es gibt dort eine Bücherecke. Ich möchte Sie fragen, ob ich dort ein paar Ihrer Rezensionen einstellen darf. Herzliche Grüsse Natascha Gauert PS: Ihr derzeitiger Hauptartikel-"Dauerbrenner" ist brillant. Ich freue mich, dass sich mal jemand ohne unnötige Polemik dieses heiklen Themas annimmt.
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zu Ausgabe Hallo ! Ich finde ihre "artikeln" uber Hempfling u Kreile sehr intressan, weil ich selbst leider geht steig 1 in sein "ausbildung" und ich habe verstanden dass er typ ein psykopat bist. Kann ich ihre artikelserie in englich haben?? Hast bis jezt irgend psykolog oder doktor offentlich Klaus als psykopat genannt?? Wissen sie bitte wo ich mehr uber Klaus in englich lesen kan? Ich finde keine artikels in englisch auf internet. Mehrere von die 40 menchen die teilnehmen verstehen leider nicht deutch. Herzlich Tomas Fredholm (I tried to use my schoolgerman, hope you can understand it?! It would me nice to find some artikels in englich about K, because some of us are getting very angry at him but some still regards him as a guru and it would be nice to "open there eyes" and to confront K openly.)
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