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Hauptartikel   Magazin Magazin, Ausgabe 263, erschienen am 11.04.2004

Magazin  Ausgabe 263

Kommunikationsort Pferdeweide

Foto: Autorenhinweise Pia Rennollet
Abschnitt Abschnitte Hauptartikel:
  1. Abschnitt  Fallgeschichten Telepathie
  2. Abschnitt  Shetty Wichtelmann
  3. Abschnitt  Ihr seid alle doof!
  4. Abschnitt  Mary Poppins
  5. Abschnitt  Glaubensfrage
  6. Abschnitt  Unterhaltung mit Gâvilan
  7. Abschnitt  Quellen / Verweise

  Leserresonanz  Leserresonanz

  Inhaltsverzeichnis  Inhaltsverzeichnis

Teil Teil 1, Ausgabe Magazin 262:
Hauptartikel  Telepathie mit Pferden

Teil Teil 2
Fallgeschichten Telepathie
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Hauptartikel oben 

Ein kleiner Teil der Herde im Schatten
Fallgeschichten Telepathie

Nachdenkliches und Verwunderliches

Zu den Themen
Thema  Pferdeflüsterer  Relationship Training  Spirituelle Pferdearbeit  Tierschutz



von Autorenhinweise Pia Rennollet


Die Geschichte über Jeremias' bisheriges Leben (siehe » Tierschutzfall: Jeremias) habe ich in der Rohfassung komplett auf der Koppel geschrieben, inmitten der im Schatten stehenden, Siesta-haltenden Pferdeherde.

Und jeden Mittag stand Jeremias unmittelbar neben mir. Nicht ich habe mich zu ihm gesetzt – oh nein, er kam zu mir. Er stand einfach da, ließ den Kopf hängen und döste.

Während des Schreibens habe ich mich oft köstlich über uns beide amüsiert und eigentlich auch erst wirklich erkannt, daß ich mich ebenso daneben benommen hatte wie er. Ist es möglich, daß mich Jeremias während des Schreibens beeinflußte?

Zweifel daran, daß der Text komplett aus meiner eigenen Feder stammt, kamen auf, als ich beim Durcharbeiten der Geschichte von meinem eigenen Verhalten manchmal ziemlich angewidert war. Aus dieser Sicht hatte ich mich selbst noch nicht betrachtet.

Einmal geschah es auch, daß eine Botschaft von Jeremias – sehr deutlich abzugrenzen von meinen eigenen Gedanken – zu mir durchdrang. Ich schrieb gerade über seine Neigung, zum Gladiator zu mutieren. Ganz klar und deutlich kam: "Selber Gladiator". Das hat mich köstlich amüsiert. Ich konnte unsere Zusammenstöße plötzlich aus einem ganz anderen Licht betrachten.

Jeremias ist der unangefochtene Champion im Senden von Gefühlen (» Fallbeispiel). Doch er kann auch Wörter senden. (Natürlich ist es auch möglich, daß mein Gehirn diese Wörter formt. Letzten Endes ist dies unerheblich.)

Seine Aussagen sind oft sehr kurz und prägnant. An eine Begebenheit erinnere ich mich ganz besonders deutlich. Wir waren wieder einmal alleine unterwegs, noch nicht weit von der Mühle entfernt. Urplötzlich verwandelte sich das 1, 45 cm Stockmaß große Pferd neben mir in einen Riesen von 1, 85 cm Stockmaß. "Freiheit!" brüllte er.

Wie ich reagierte? Ich versprach, ihm alle mögliche Freiheit zu lassen, die ich ihm als Mensch in unserem dichtbesiedelten Land zu geben in der Lage bin. Die Wirkung? Sofort schrumpfte er auf seine 1, 45 cm Stockmaß zurück und gingen entspannt und gelassen neben mir.

Bei einer anderen Gelegenheit erklärte er mir, daß er Angst vor Überforderung und Angst vor der Dämmerung habe. Diese Informationen erleichterten unserer weiteres Zusammenleben ungemein.

Shetty Wichtelmann  oben 



Die Shetties
Lustiger und bei weitem weniger theatralisch waren die Botschaften, die ich von Wichtelmann erhielt. Im letzten Herbst litt unser Wichtel mal wieder unter einem Reheschub. Wie jedes Jahr, wenn die Wiesen zur Neige gehen, hatte ich ihn tausendfach von nachbarlichen Kleefeldern entfernt, denn Zäune sind ja für Shettys bekanntermaßen kein allzugroßes Hindernis.

Das Nahrungsangebot auf unseren Wiesen war der Jahreszeit entsprechend knapp. Wobei das Feld nebenan Futter in Hülle und Fülle versprach. Seine Völlerei wurde ihm zum Verhängnis – Hufrehe. Im Schatten auf der Koppel baute ich dem armen, leidenden Wicht ein kleines Verlies.

Zur Mühle, also zum Stall, wollte ich ihn nicht bringen, denn der Weg war zu weit. So stand er einige Tage bei Wasser und Heu in seinem Gefängnis – ein äußerst bedauernswertes Geschöpf, das aufgrund seiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit jegliche Ausbruchsversuche unterließ.

Mit Hilfe eines homöopathischen Mittels und seiner strengen Diät gesundete er rasch. Wenige Tage nach seiner Einkerkerung ereignete sich folgendes: Ich mistete die Weiden ab, nur wenige Meter von Wicht entfernt.

In meinem Kopf hörte ich eindringlich und vorwurfsvoll: "Mir geht's besser! Ich langweile mich!" Ich fühlte bohrende Shettyblicke in meinem Rücken. Wichtel fixierte mich wie ein Raubtier seine Beute. Er hatte mir etwas mitzuteilen, und das tat er dreimal hintereinander.

Jedesmal hörte ich auf zu misten, wandte mich um und blickte in funkelnde Shettyaugen. Noch am selben Tag brachte ich ihn zur Mühle in den Stall. Er lief wie ein junger Gott neben mir her. Er fühlte sich tatsächlich besser.

Einige Wochen später hatte ich den Eindruck, er rolle vorne rechts seinen Hof nicht richtig ab. Erste Anzeichen eines erneuten Redeschubes? Am folgenden Tag war Hufpflege-Termin. Ich holte ihn also mit unserem anderen Shetty, dem viel zu fetten Waschtie, schon morgens von der Weide und verordnete somit den beiden einen Tag Diät.

Anfänglich fand das unser Wicht ganz lustig. Im Laufe des Tages gesellten sich noch zwei weitere Hufpflege-Pferde hinzu. Dann begannen wir mit der Maniküre.

Wichtel man zeigte mittlerweile die ersten Anzeichen von Langeweile gepaart mit einer gehörigen Portion Unmut. Er randalierte am Wasserbottich. Ich wußte, daß er derart auf sich aufmerksam machen wollte.

Unsere Hufpflegerin jedoch forderte mich auf, dieses bemitleidenswerte Geschöpf zu tränken. Gehorsam brachte ich dem "armen durstigen" Pony einen Eimer Wasser. Mit einem gezielten Huftritt flog dieses Wasser durch den Paddock.

Derart randalierte er weiter, solange Hufpflege an anderen Pferden betrieben wurde. Nur daß er dabei immer lauter, vehementer und vor allem unmutiger wurde. Seine kleinen Wichtelaugen glitzerten bösartig.

Ihr seid alle doof!  oben 



Er signalisierte seine Vernachlässigung und darin begründete schlechte Laune, war mißmutig und unausstehlich. Selbst ein Blinder mit Krückstock hätte erkannt, daß aus dem einstmals knuddeligen kleinen Pony nunmehr ein böser Troll geworden war.

So gestaltete sich seine Hufpflege zu einem einzigen Desaster. Das Shetty, respektive der Troll, mutierte zum Monster. Er stieg, wollte sich losreißen, zog den Huf vom Bock. Ein richtig ekliger kleiner dreister Kerl, der uns die Arbeit zur Hölle machte.

Wichtelmann brachte uns alle zum Schwitzen und unterzog unsere Nerven einer Zerreißprobe. Es war eher eine Raubtierbändigung denn eine Hufpflege. Drei ausgepowerte Menschen und ein wütendes Pony.

Irgendwann hatten wir es dann doch geschafft. Wichtel durfte endlich auf die Koppel. Die wenigen Meter, die mich von der Mühle bis zum rettenden Koppeleingang trennten, waren eine einzige Herausforderung an mein Können als Raubtierbändiger.

Am Koppeltor passierte es schließlich, der wütende und innerlich kochende Gnom riß sich los und galoppierte mit wehenden Fahnen zu seiner Pferdeherde, meinen Strick am Halfter mit sich führend.

Wichtel war binnen Sekunden auf der großen, hügeligen Koppel nicht mehr zusehen. Ich war zu stolz, um ihm hinterherzulaufen. Wohl mancher Leser wird nun an meinem Sachverstand zweifeln. Vielfältige Gefahren lauern auf das arme Pony. Vor inneren Augen entstehen Bilder von einem gefesselten und schwer verletzten schwarzen Shetty, irgendwo auf den Weiten der Koppel.

Diese Leser kann ich beruhigen. Sie kennen unseren Wicht nicht. Sich um Wichtelmann bezüglich des ihm anhaftenden Strickes irgendwelche Sorgen zu machen wäre müßig und unnötig.

Unser Wicht ist der beste Entfesselungskünstler der Welt. Er ist sehr einfallsreich und kann eine stoische Ruhe und Beharrlichkeit im Verfolgen seiner Ziele an den Tag legen.

Am Abend dann war er beleidigt. Er kann auch nicht zu mir, damit ich ihm von den Unannehmlichkeiten Halfter und Strick befreien konnte. Nein, ich mußte ihm hinterherdackeln und ihn förmlich darum bitten, ihm behilflich sein zu dürfen.

Bei dieser Gelegenheit habe ich ihm gleich die Beweggründe für mein Verhalten erklärt. Ich hielt ihm einen Vortrag über meine Hufrehe-Sorgen, beteuerte ihm meine Liebe und äußerte meinen innigsten Wunsch, gemeinsam mit ihm alt werden zu dürfen.

Kurzum, ich heuchelte um Vergebung und Gnade. Mit Wichtelmanns Antwort auf meine Bemühungen um seine Gunst hätte ich so nicht gerechnet. Er sagte kurz und bündig: "Ihr seid alle dooooof!", wandte sich ab und ging.

Ich starrte fassungslos auf das schwarze Shetty-Hinterteil und rief ihm erbost hinterher: "Wir sind überhaupt nicht doof!" Dann ging auch ich. Ich gebe zu, wir haben uns benommen wie zwei streitende Kinder. Doch am nächsten Tag war alles vergessen, denn wirkliche Kumpels sind nicht nachtragend.

Mary Poppins  oben 



Mary Poppins, Ardenner-Kaltblut-Stute
Mary Poppins, unsere Ardenner-Kaltblut-Stute, hatte wie viele unserer Pferde ein unschönes Vorleben. Wir kauften sie von einem Bauern, der sie ursprünglich für Touristenfahrten an einen alten Planwagen spannen wollte.

Dieses Unternehmen ist gescheitert. Bei meinen Erkundigungen erfuhr ich, daß sie vor dem Wagen durchgegangen war trotz angezogener Bremse, Gott sei Dank ohne Touristen. Beim nächsten Versuch, sie einzuspannen, muß sie dem Bauern wohl die Kutsche zu Kleinholz geschlagen haben.

So stand sie denn als unnötiger Vielfresser im Stall und wurde dementsprechend behandelt. Mary war ein verkanntes Pferd mit gebrochenem Herzen. Es dauerte sehr lange, bis diese seelischen Wunden heilten.

Sie war eines der Pferde, die regelrecht therapiert werden mußten. Ans Anspannen wagten wir nicht einmal zu denken. Es gäbe viel über ihren körperlichen und seelischen Genesungsprozeß zu berichten, vielleicht ein andermal.

Der Spätsommer des Jahres 2003 war ein Wendepunkt in Marys (und damit auch unserem) Leben. Ich mistete die Pferdeweide, genauer gesagt den Schattenplatz. Viel, viel Holz lag überall herum: herabgebrochene Äste, kleine Stämme, große Stämme, mittlere Stämme, leichtes Holz, schweres Holz, Knüppelholz, Ästchen.

Mein Gedankengang war in etwa folgender: "Na hier müßte dringend aufgeräumt werden. Ich könnte wesentlich besser misten, die Pferde hätten mehr Platz, und wir hätten jede Menge Brennholz für den Winter.

Schön, wenn wir Mary anspannen könnten. Das wäre eine Aufgabe für sie. Wir müßten ganz, ganz langsam mit ihr anfangen. Erst leichte, größere Äste, die sie ohne Anstrengung ziehen kann. Ganz zart und sanft müßten wir mit ihr umgehen, damit sie nicht den Mut verliert und wieder Glauben an ihre Fähigkeiten als Zugpferd bekommt.

Dann könnten wir langsam die Lasten steigern. Sie könnte immer schwerer und schwerer ziehen. Schön wäre das. Mary hätte endlich eine Aufgabe, die ihr angemessen ist. Gut möglich, daß ihre angeschwollenen und von knüppeligem Ausschlag bedeckten Beine gesunden würden.

Große Ansprüche dürften wir anfänglich nicht an sie stellen. Dann käme die alte Angst wieder hoch, und alles wäre umsonst. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt wohl gekommen. Ich sollte mich nach einem gebrauchten Geschirr umsehen."


Ich erhob mich aus meiner gebückten Pferdeäpfelabsammelhaltung, wandte mich um, um den vollen Misteimer zu entleeren und erblickte Mary, die mutterseelenallein die ganze Zeit in meiner Nähe gestanden hatte.

Ich schaute Mary an. Mary schaute mich an. Und in diesem Augenblick erkannte ich, daß das alles kein Zufall war. Ich glaube, Mary hat mir ihre Bereitschaft zur Arbeit mitgeteilt. Mein Gehirn hat ihre Botschaft in Worte gekleidet, so, als wären es meine eigenen Gedanken. Doch es waren nicht meine eigenen Gedanken.

Glaubensfrage  oben 



Schattenplatz
Beweise? Für einen telepathische Gedankenaustausch gibt es keine stichhaltigen Beweise. Telepathie ist eine Glaubensfrage. Daß Mary allein in meiner Nähe gestanden hat, ist eine Absonderlichkeit. Und daß meine Gedanken um sie kreisten, ohne daß ich mir ihre Anwesenheit bewußt war, ist eine weitere Auffälligkeiten.

So oft hatte ich schon an dieser Stelle gemistet! Niemals zuvor hatte ich mir dabei meinen Kopf zerbrochen über das herumliegende Holz. Ich jedenfalls bin überzeugt, daß Mary mir den beschriebenen Gedankengang eingegeben hat, nebst Anleitung, wie mit ihr umzugehen sei (zart, sanft) und inklusive Hinweis auf ihre Angst vor Überforderung (langsam steigern).

Deswegen suchte und fand ich ein altes Geschirr der. Nichts Besonderes, aber ausreichend für die ersten Versuche. Das Geschirr wurde mir vor die Füße geworfen, begleitet von den Worten: "Das kann sie zerreißen!" Der Mann, der uns dieses Geschenk bereitete, ein ehemaliger Kaufinteressent von Mary, hielt unser Unterfangen schlichtweg für Wahnsinn.

Das Ergebnis unserer nun folgenden Bemühungen? Mary hat fast unser gesamtes Brennholz ans Haus gezogen. Ich hielt mich an ihre Anweisungen. Aus den anfänglichen "Streichhölzern" sind zwischenzeitlich richtige Baumstämme geworden. Das ist für mich Beweis genug.

Ebenfalls im Sommer 2003 versuchte ich auf telepathischem Weg ein großes Rätsel zu lösen. Marea ist eine Camargue-Stute, die ihr gesamtes Leben bei uns verbracht hat. Im Sommer leiden hier Mensch und Pferd unter einer wahrlichen Mückenarmada.

Deswegen erhalten unserer Pferde am Morgen Halfter inklusive Mückenschutz. Sämtliche Mückenschutzteile, die nicht am Halfter befestigt werden, erwiesen sich bisher als unpraktikabel. Sie verschwanden im Laufe des Tages auf den mehrere Hektar großen Weiden auf Nimmerwiedersehen.

Mückenschutz
Die Pferde freuen sich auf den rettenden Mückenschutz in der Frühe. Fast alle – außer Marea. Marea, der eigentlich ein recht wohlerzogenes Pferdchen ist, machte sich beim Anblick der Halfter schleunigst aus dem Staub. Wir zogen es ihr trotzdem an, aber das war immer eine ziemliche Aktion. Ich stand vor einem Rätsel.

Das Anlegen des Knotenhalfters verlief vollkommen unproblematisch, Halfter und Mückenschutz jedoch entwickelte sich zu kleineren und mittleren Katastrophen. Mein Verstand arbeitete auf Hochtouren. Ich wälzte das Problem hin und her – leider erfolglos.

"Na ja", dachte ich mir, "einen Versuch ist die Telepathie ja wert. Mehr als schiefgehen kann's nicht." Gesagt, getan, ich stimmte mich auf Marea ein, stellte den Kontakt zu ihr her und fragte sie, warum sie sich das Halfter nicht anziehen lasse. Zur Antwort erhielt ich das "Bild"-Gefühl einer Kandarre. Damit konnte ich nun wirklich nichts anfangen. Schließlich hatte Maria in ihrem Leben noch niemals eine Kandarre getragen.

"Schiefgegangen", dachte ich. Doch es ließ mir keine Ruhe. So kontaktierte ich eine Freundin, deren telepathische Bemühungen nicht erst in den Kinderschuhen stecken – so wie die meinen. Sie tat mir den Gefallen und "unterhielt" sich mit Marea.

Marea erklärte ihr, das Halfter sei ihr zu unbequem, Ringe und Schnallen drückten ihr am Kopf, besonders hinter ihren Ohren und das ständige Gebämbel des Mückenschutz es vor den Augen würde sie annerven. Sie sei ja schließlich keine Haremsdame. Das Bild von der Kandarre habe sie mir gesandt, da ich die Kandarre als eine harte Aufzäumung empfinde. Also doch nicht daneben gelegen? Für den Rest des Sommers konnten Marea und ich uns die Prozedur des Halfteranlegens ersparen.

Unterhaltung mit Gâvilan  oben 



Gâvilan
Auch im Sommer 2003: Ich sah Laura, unserer Praktikantin, bei Gâvilan, den Herdenchef, stehen. Ich sah, daß beide sich stark aufeinander konzentrierten. So fragte ich Laura anschließen, ob sie mit Gâvilan gesprochen habe.

Laura zuckte die Schultern. Sie glaubte, Gâvilan hätte "Freiheit" zu ihr gesagt aber sie sei sich nicht sicher, denn damit könne sie wirklich nichts anfangen. Also startete ich einen Versuch. Ich fragte Gâvilan, ob er mit Laura gesprochen habe.

"Oh ja"
"Was wolltest du ihr mitteilen?"
"Ich habe sie aufgefordert, das Koppeltor zu öffnen."
"Aber warum denn? Hier gibt es doch noch genügend Futter."
"Ach, weißt du. Heute ist so ein schöner Tag. Es ist nicht zu heiß. Wir könnten nebenan auf der Weide den ganzen Tag das feinste Futter herauszupfen. Mal hier ein Hälmchen und dort ein Hälmchen."
"Warum hast du dann Freiheit zu Laura gesagt?"
"Sie versteht mich noch nicht besser."

Das war so in etwa das Gespräch, das Gâvilan und ich miteinander führten. Vollkommen verrückt? Abgehoben? Spinnert? Irre?

Ich komme mir ganz normal vor und gar nicht abgehoben. Ich spreche manchmal mit meinen Pferden, wenn es mir gelingt. Das ist für mich nicht abwegig. Das habe ich mir immer gewünscht. Auch bin ich oft genug noch taub für das, was die Pferde mir sagen möchten. Meist höre ich wohl nicht hin, und auch wenn ich ganz bewußt hinhöre, kann ich nicht immer etwas davon hören.

Na ja, das ganze Leben ist ein Lernprozeß, und ich bin noch jung. Aber ich bin wieder ein Stückchen mehr in die Pferdewelt vorgedrungen.

Wieder im Sommer 2003 hielten wir ein dreitägiges Seminar über die Kommunikation mit Pferden. Es gab einen Therapie-Tag, das Pferd als Therapeut, die Sprache der Seele, einen Körpersprache-Tag, die Sprache des Körpers und ein Telepathie-Tag, die Sprache des Geistes.

Die Seminarleitung des Telepathie-Tages hatte jene "Telepathie-Freundin", die mir auch bei Marea behilflich gewesen war. Es zeigten sich an diesem Tag erstaunliche Ergebnisse. Fast allen Teilnehmern war es gelungen, mit unseren Pferden zu sprechen.

Es wurde von unterschiedlichen Menschen die gleichen Fragen an die gleichen Pferde gestellt. Die Aussagen waren beinahe deckungsgleich. Die Abweichungen waren gering und an die Form der Übermittlung gekoppelt. Es wurden Bilder, Gefühl und Worte gesendet, wohl die nach Veranlagung des Empfängers.

Wenn ich nach allen meinen eigenen Erlebnissen noch immer nicht von der Existenz der Telepathie überzeugt gewesen wäre, so hätte dieser Tag jegliche Zweifel aus dem Weg geräumt.

Warum gleich Telepathie?
Warum nicht Telepathie?

Für die Interessierten: Im Jahr 2004 werden wir den 3-Tage-Kommunikationskurs zweimal anbieten.

  • Freitag – Sonntag 4.-6. Juni und
  • Freitag – Sonntag 3.-5. September

Jeweils der Samstag ist der Telepathie-Tag

Pia Rennollet
Moulin de Loutzviller
F-57720 Loutzviller
Tel. 0033-387967524


Quellen / Verweise  oben 

  1. » Tierschutzfall: Jeremias, Hauptartikel, Ausgabe 260
  2. » Fallbeispiel, Hauptartikel, Ausgabe 262
  3. » Erziehung eines Pferdes, Hauptartikel, Ausgabe 260
  4. » Pia Rennollet , Pferdeseminare
  5. Magazin  Telepathie mit Pferden, Gedanken zur energetischen Prozessen
    EquiVoX-Link Ausgabe 262 · Teil Teil 1


Fotos

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Leserresonanz oben 

Notizen  Leserbrief  1289 vom 07.06.2004
zu Ausgabe Magazin  263
Buchrezension Westernreiten - Das Praxisbuch

Hallo Herr Popken,

herzlichen Dank für die schöne Rezension unseres Buches: Westernreiten - Das Praxisbuch.

Es hat mich besonders gefreut, dass Sie genau das hervorgehoben haben, was wir als message herüber bringen wollten.

Gerade in der letzten Woche hatte ich Besuch von einer meiner kanadischen Trainerinnen. Dank der durchdachten und erprobten kanadischen Reitlehre hatten meine Reitschüler keinerlei Probleme ihrem Unterricht zu folgen und hatten sehr viel Spaß.

Nochmals vielen Dank für Ihre durchweg positive Meinung zu dem Buch.

Viele Grüße sendet Brigitte Tönsfeuerborn!

Inhaltsverzeichnis Magazin oben 

Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 263 vom 20.05.2012
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