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› Neubeginn mit Pit Boxenhaltung mit Konsequenzen von Mittlerweile war es Sommer geworden. Der Sommer des Jahres 1998. Meine Schwester Leevke und ich hatten unsere Pferde auf einem kleinen Bauernhof untergebracht. Von unserer Herde mit ehemals fünf Pferden waren nur noch Smoky, der Wallach meiner Schwester, und Pit, mein zweijähriger Wallach, vorhanden. Im Herbst des letzten Jahres waren sowohl meine Stute Cara, als auch die Stute meines Vaters auf tragische Weise gestorben (» Tod und Verwirrung). Finn, das Fohlen meiner Stute, hatte ich im Frühjahr verkauft. Die zunehmenden Schwierigkeiten, die er uns und sich selbst bereitete, waren wahrscheinlich von uns selbst hervorgerufen worden, da wir ihn nicht ausreichend erzogen, im Gegenteil sogar eher verwöhnt hatten. Er hatte sich dahingehend entwickelt, dass niemand von uns mehr mit ihm arbeiten konnte. In diesem Frühjahr war Finn genau wie Pit zwei Jahre alt geworden. Wir hatten damit begonnen, die beiden anzulongieren. Bei Finn gestaltete sich dieses Vorhaben so, dass er mich an der Longe hinter sich über den Reitplatz zog oder einmal beim Ausschlagen Mara vor die Brust traf. Da er nicht nur unsere, sondern auch seine eigene körperliche Unversehrtheit gefährdete, hatten wir uns schweren Herzens zum Verkauf entschlossen.
Ich arbeitete jetzt also nur noch mit Pit. Er ist zwar kein einfaches, aber ein überaus gelehriges Pferd. Diesem Umstand ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass wir nicht aneinander verzweifelt sind. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt zwar eine vage Vorstellung davon, wie ich die Ausbildung meines Pferdes gestalten wollte, jedoch eigentlich kein Fachwissen vom Einreiten junger Pferde. Allerdings stellte ich auch keine hohen Ansprüche. Ich wollte ihm, nach meinem Können, eine Grundausbildung zuteil werden lassen, mich mit ihm und seinen Eigenarten vertraut machen, ebenso wie er sich auf mich als seinen Menschen einstellen sollte. Training… |
› Hufschmied Von In dieser Woche habe ich das Buch (Hufkurs für Reiter) besprochen und gelobt. Die ständige Rückbesinnung auf die alltäglichen Probleme mit einleuchtenden Lösungsvorschlägen machen immer wieder deutlich, daß der Autor selbstkritisch genug ist, sich den Schwierigkeiten zu stellen und hartnäckig genug, sich zu einer wirklichen Lösung durchzubeißen. Die meisten Pferdebesitzer werden aber nicht ihr eigener Hufschmied werden wollen und auch nicht werden können. Sie werden also ihr Leben lang mit einem Hufschmied zusammenarbeiten müssen. Wenn man sich nun anhand des Buches kundig macht, wird man die Fehler des Hufschmieds besser erkennen können – man wird also entweder den Hufschmied belehren oder aber einen anderen antesten müssen. Um die Hufschmiede vom Typ her einschätzen zu können, erzählt Armin Kasper eine kleine Geschichte (Seite 125):
Sollte Ihr Hufschmied in die erste Kategorie fallen, rät der Autor, sofort auf seine Hilfe zu verzichten. Schmiede der zweiten Kategorie sind am häufigsten, werden aber vom Autor als "Eisenmänner" eingestuft, die ihre Aufgabe darin sehen, ein Stück geschmiedetes Eisen auf einem Stück Horn zu befestigen. Diese "Künstler auf dem Amboß" sind dem Autor nicht genug – wie schon die Parabel deutlich macht. Der Hufschmied sollte das gesamte Pferd sehen, sich fortbilden, eine Fülle von Maßnahmen zur Verfügung haben, die alle Ihrem Pferd dienen. Von dieser Sorte gibt es offenbar nur wenige, viel zu wenige. Es scheint selten zu sein, daß ein Hufschmied selber Pferde hält, reitet oder fährt, daß er etwas von Pferden versteht. Das ist merkwürdig. Ich glaube, daß die Pferdehalter diese Situation beeinflussen können. Wenn die Besitzer mehr davon verstehen und ihre Ansprüche den Hufschmieden gegenüber artikulieren, wird sich die Dynamik des Marktes verändern. Eine Nachfrage produziert auch ein entsprechendes Angebot. Mein Tipp für diese Woche: fragen Sie sich, zu welcher Katego _… |
› Pflügen von
Es hatte zufällig von den künstlerischen Fähigkeiten des Arbeiters erfahren und die Gemälde in Auftrag gegeben. Großen Wert legte er darauf, daß die Einzelheiten den Gegebenheiten dieser Gegend entsprachen. So sieht man auf dem Erntegemälde nicht nur den Höhenzug des Wiehengebirges, wie man ihn von dieser Stelle aus sehen könnte, wäre nicht das Haus und das kleine Wäldchen im Wege, sondern auch die spezielle Art Rechen mit vier Zinken, wie sie in Huchzen üblich waren. Schon in Büttendorf benutzte man eine andere Art, vermutlich mit ein paar mehr Zinken. Ernte… |
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