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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 670 vom 29.01.2012
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 CENTAURON – Eskalationsleiter

von Autorenhinweise Nick Mott

Verantwortlich reiten: 3 Stufen-Einwirkung



Innerhalb jeglicher Anwendung gibt es die von mir so genannte „Eskalationsleiter“ der Einwirkung:



1.Stufe: Minimaler Einsatz unter Berücksichtigung des Sensitivitätsstatus´ des Pferdes.



2.Stufe: Deutlich, unmissverständlich gesteigerter Einsatz der Hilfen



3.Stufe: Exponentiell gesteigerte Einwirkung, um den gewünschten Effekt in jedem Fall zu erzielen



Das bedeutet, dass ich mir als Reiter nicht zu viel Zeit nehmen darf, um mich „verständlich“ zu machen.

Das Pferd ist ein Herdentier und die Herde ist hierarchisch geordnet.

Ungehorsam, der aus Unaufmerksamkeit und/oder Respektlosigkeit resultiert, muss schleunigst bereinigt werden, weil sonst im hierarchischen Denken des Pferdes der Reiter an zweiter Stelle, nach dem Pferd nämlich, rangiert und nicht mehr viel „zu melden hat“ !



Tritt der gewünschte Effekt ein, so wird selbstverständlich unmittelbar darauf gelobt (Klopfen, Inneren Zügel entlasten, Stimme, Beenden der Übung, Absitzen), wieder alles „heruntergefahren“ und „business as usual“ tritt in Kraft.



Nochmal:



Der Zweck des Gewichtsweichens ist es, dem Pferd begreiflich zu machen, dass es sich mit seinem Bewegungsverhalten an dem Becken des Reiters orientieren soll!



Wenn die Übung mit Kopf zur Wand einigermaßen klappt, dann kommt die nächste Stufe – das Gewichtsweichen mit dem Kopf zum Halleninnern.

Hier tritt zum ersten Mal für das Pferd die verhaltende Funktion von Zügel und Gewicht in Kraft.

Hier gilt es ganz besonders zu beachten, dass die verhaltende Hilfe (anfangs kommt sie nicht aus dem Becken, denn das bekommen die wenigsten Reiter und Pferde direkt auseinandergehalten) des Zügels immer nur äußerst kurzfristig eingesetzt werden darf!



Kurze Arrets, die keinesfalls die Dauer einer Beinbewegung überschreiten dürfen, mit mindestens doppelt so langen Entlastungsphasen des Zügels.

Hierbei gilt:

Ein Verhindern des Nachvornetretens kann immer nur zum Zeitpunkt des abfußenden Beines erzielt werden, da, wo also die Restbewegung noch unentschieden ist und beeinflusst werden kann.

Ein bereits im Schwung befindliches Bein wird nicht reagieren können und erst seinen Schwungzyklus beenden müssen, bevor es wieder neu reaktionsbereit ist.…

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Editorials  Editorial

 Chemie
von Autorenhinweise  Werner Popken

Vor nicht allzu langer Zeit machte der englische Biologe Wikipedia-Link» Richard Dawkins mit seinem weltweiten Auftreten gegen die Religionen Schlagzeilen (Wikipedia-Link» Der Gotteswahn, 2006). Nun wundert es mich immer wieder, wie viel Energie Wissenschaftler in die Bekämpfung der Religionen investieren. Natürlich ist es ungeheuerlich, welchen Schaden Religionen weltweit anrichten. Aber muss man sie deshalb bekämpfen? Und was haben Religionen mit Gott zu tun?

Wenn ich etwas bekämpfe, mache ich es nur stark. Aktion ruft Reaktion hervor. Wenn ich stattdessen Nichtbeachtung einsetze, vermeide ich eine Reaktion und überlasse die Sache sich selbst. Religionen muss man nicht bekämpfen, die sterben von alleine aus. Der Kirche laufen die Mitglieder davon, auch ohne dass man sie bekämpfen muss. Jedenfalls dort, wo die Kirchen ihre Funktion nicht mehr erfüllen können: Das Leben mit Sinn auszustatten.

Die Naturwissenschaften, als deren Exponent Dawkins auftritt, haben zweifellos in kürzester Zeit unsere Welt verändert, irreversibel noch dazu, wie es scheint. Zwar ist die Welt viel komplizierter und wunderbarer als die Wissenschaftler sich das vorstellen können, und es bleibt offen, ob die Wissenschaft jemals in irgendeinem ihrer Teilgebiete zu dem Schluss kommen kann, nun endlich alles verstanden zu haben, aber ganz wesentliche Fragen wird die Wissenschaft nie beantworten können, weil sie eben nicht in der materiellen Struktur der Welt zu finden sind. Chemie, Biologie und Medizin haben enorme Erkenntnisse über die Funktionsweise lebender Organismen zutage gefördert, aber sie haben uns nicht verraten können, wozu das alles gut ist. Die Wissenschaft verrät uns nicht, wie wir leben sollen.


Sinn

Glücklicherweise gibt es auch Wissenschaftler, die dies klar erkannt haben und offen eingestehen. Der Biochemiker Wikipedia-Link» Gottfried Schatz hat in einem Interview sogar vermutet, dass die Naturwissenschaften diese Frage nie beantworten werden können:

"Die Naturwissenschaften konn…

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Tipps  Tipp

 Tipps für eine erfolgreiche Pferdebeobachtung und -beurteilung
Teil 52
Von Autorenhinweise Heidi Keppel


Wie in meinem letzten Tipp bereits erwähnt, können Pferde, die innerhalb einer Herde die machtvolle Position des zweiten Ranges einnehmen, durchaus leistungsstarke und verlässliche Reitpartner darstellen, wenn sie in den richtigen autoritären Händen landen. Selbstverständlich darf diese Aussage nicht missverstanden und als Freibrief für brutales ‘Weichklopfen’ gedeutet werden, aber tatsächlich vertragen viele Pferde dieses Typs energisches Zupacken oder herrisches Herumkommandieren weitaus besser als die meisten ihrer Artgenossen.

Für eine beidseits zufriedene Zusammenarbeit sind aber auch noch andere Faktoren zu beachten. Wie ebenfalls schon zu einem früheren Zeitpunkt angesprochen, jagen ‘Zweitrangige’ für ihr Leben gern alle niedriger gestellten Herdenmitglieder durch die Gegend und riskieren dabei nicht nur Abwehrverletzungen, sondern muten sich oft auch selbst zu viel zu, sodass sie häufig unter den Folgen von Überanstrengungen oder Verspannungen leiden.

Aus diesem Grund ist es wenig ratsam, sie auf eher engem Raum mit mehreren anderen Pferden zusammen zu halten. Empfehlenswert ist vielmehr eine möglichst kleine Gruppe auf einer größeren Koppel oder Weide, damit die rangniedrigen Tiere leichter ausweichen können, was das Gemüt des Angreifers sehr beruhigt. Auf weitem Raum wird außerdem die Gefahr, dass die gejagten Pferde in die Enge getrieben und so zu Abwehrmaßnahmen förmlich gezwungen werden, stark minimiert.

Steht weniger Platz als erforderlich zur Verfügung, ist es sicherlich von Vorteil, jene Pferde, die sich offensichtlich mehr gegen die Machtherrschaft des höher gestellten Tieres auflehnen, aus der Herde zu entfernen und in einer vielleicht besser passenden Gruppe einzugliedern. Da hiermit sowohl beiderseitige Überanstrengung als auch unter Umständen gefährliche Verletzungsmöglichkeiten – ganz zu schweigen von der psychischen Dauerbelastung durch Ärger bzw. Angst – vermieden werden, sollte man als Stallbesitzer nicht etwa aus Bequemlichkeit oder anderen unbedeutenden Gründen auf ein derartiges Eingreifen verzichten.

Auf eine solche vernünftige Einteilung sollte ebenso bei der Boxenvergabe geachtet werden. Egal, ob sich die Pferde prinzipiell nur nachts oder teilweise auch tagsüber im Stall aufhalten müssen, sie sollten hier auf alle Fälle keinen Dauer _…

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Poster  Poster

 Hintergrundbilder
von Autorenhinweise Julia Kreling
Fotogen wie immer!

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Sich in Szene setzen können.
Auch nicht ohne

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Aber welch ein Ausdruck!
Kernig klar

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Ganz im Hier und Jetzt.
Blick nach vorn

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Was kommt gleich?
Mit einem Lächeln

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Ganz entspannt.
Groß und erfolgreich

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Wer oben mitmischt...

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